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Elektro-Schmelzgerät
Die Erfindung betrifft ein Elektro-Schmelzgerät, insbesondere zum Aufschmelzen von Bitumen oder sonstigen, festen, schmelzbaren Massen.
Es ist allgern ein bekannt, dass Bitumen in rohem oder geblasenem Zustand ohne Zuschlagstoffe auf dem Bausektor der beste Isolier-und Klebstoff ist ; besonders wird Bitumen für Parkettverklebungen auf
Beton oder Unterlagsestrichen in Anwendung gebracht. Die besten Resultate aber wurden mit der Heiss- verklebung erzielt.
Die Heissverklebung von Parketten wurde jedoch wegen der komplizierten und un- wirtschaftlichen Aufschmelzung des Bitumen von der Kaltklebemasse aus Bitumen mit Lösungszusatzstof- fen verdrängt ; besonders auch dadurch, dass die bis jetzt bekannten Bitumen-Aufschmelzungskessel im
Freien unmittelbar neben den zu verlegenden Räumen aufgestellt sein mussten, um das rasche Abkühlen des Schmelzgutes auf einem längeren Zubringeweg zu verhindern, sowie die unvermeidlichen Begleiter- scheinungen, wie Rauch, Russ und Schmutz und Feuergefahr in den Räumen zu vermeiden.
Im weiteren ist eine Heissverklebung mit der bis jetzt bekannten Kesselheizmethode in höheren
Stockwerken wegen des langen Weges unmöglich.
Die Aufschmelzung von Bitumen inder bisher bekannten Art ist besonders für Parkettverlegung äusserst unrentabel, da für die Verlegung laufend nur kleine Mengen notwendig sind und dagegen jedoch die Auf- heizung nur im Grossen wirtschaftlich ist.
Weiters haftet der Aufschmelzung im Kessel noch der Nachteil an, dass das Schmelzgut durch seinen langsam schmelzenden Körper verschiedene Hitzegrade erreicht, wodurch das Bitumen an der Kesselwand teilweise überhitzt ist und dadurch klebekraftverlustig wird, wogegen der Kern in der Mitte teilweise noch fest ist.
Die vorstehenden Nachteile der Verwendung von Heissbitamen für Parkettverlegung brachten die Bi- tumen-Kaltklebemasse für Parketten und Holzfussböden hervor, diese wird fabriksmässig hergestellt und zur notwendigen Viskosität und beschränkten Haltbarkeit in weichem Zustand mit Lösungsmittel, wie
Benzol, Testbenzin oder Trichloräthylen, in einem bestimmten Verhältnis versetzt. Diese Kaltklebe- masse bringt aber den Nachteil mit sich, dass alle diese Arten von Klebemassen durch die natürlich aus- tretenden Dämpfe der Lösungsmittel gesundheitsschädlich und explosionsgefährlich wirken, da diese in einem so hohen Prozentsatz beigegeben werden müssen, um die Geschmeidigkeit und Weichheit des Bi- tumen längere Zeit zu erhalten.
Es ist bereits bekannt, dass Elektro-Geräte, wie ringförmige Heizkörper, zum Aufwärmen und Auf- heizen von Flüssigkeiten in Tauchform verwendet werden, die jedoch bei Verwendung zum Aufschmel- zen von festen Stoffen sich schwer eignen, da sie durch ihr langsames Eindringen in das Schmelzgut die physikalische, bedingte Notwendigkeit der Ummantelung des Schmelzgerätes mit Masse nicht erfüllen, wodurch das Schmelzgerät aus natürlichen Gründen beschädigt wird.
Die Erfindung betrifft ein Elektro-Schmelzgerät mit Stufenschaltung, insbesondere zum Aufschmel- zen von Bitumen oder sonstigen festen Massen und ist dadurch gekennzeichnet, dass ein hohlzylindrischer
Tauch-Heizkörper mehrere, in der Axialrichtung aufeinanderfolgende, mittels eines Stufenschalters nacheinander einschaltbare Heizzonen aufweist.
Erfindungsgemäss weist das gegenständliche Stufen-Elektro-Schmelzgerät den Vorteil auf, dass die
Eigenschaft der schlechten Wärmeleitung des Bitumens zum Aufschmelzen ausgenützt wird und die schmelzende Menge im Vorgang selbst dosiert sowie auch die jeweils notwendige Viskosität reguliert werden kann.
Eine wesentliche Bedeutung der Erfindung liegt auch darin, dass das Bitumen ohne Feuergefahr,
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Staub- oder Russentwicklung in kleinen Gefässen für Parkettverklebung u. a. im Raum, wo es benötigt wird bzw. unmittelbar neben der Arbeitsstelle aufgeschmolzen werden kann.
Das erfindungsgemässe Heizgerät kann in einer handlichen, doppelwandigen Hohlzylinderform hergestellt werden und ist an Stark- oder Lichtstrom mittels Kabel und Schukostecker an einer bestehenden Leitung anzuschliessen. Der Heizkörper kann in verschiedenen Querschnitten ausgeführt werden, z. B. ellipsenförmig, rund, sternförmig oder eckig. Solche Formen dienen dazu, die Wirkung des Heizkörpers gegenüber einer flachen Form zu vergrössern.
Zur weiteren Vergrösserung der Heizangriffsfläche wird die Oberfläche des Heizmantels in welliger, gerillter oder zackiger Form ausgeführt. Die spitz zulaufende bzw. schneiden-oder keilartige Form des Heizkörpers dient dazu, um eine leichte Einführung des Heizkörpers in das Schmelzgut und die aus physikalischen Gründen notwendige innige Berührung des Heizkörpers mit dem Schmelzgut zu erreichen.
Der Heizkörper des erfindungsgemässen Schmelzgerätes wird so ausgebildet, dass dieser zylinderförmige Heizkörper in drei oder mehr getrennt heizbare Zonen unterteilt ist, wobei das erste Drittel an der Spitze sofort bei Inbetriebnahme beheizt wird, das zweite Drittel jedoch erst dann eingeschaltet wird, wenn das erste in die Bitumenschmelzmasse voll eingedrungen ist. Das letzte Drittel wird erst dann eingeschaltet, wenn auch das zweite ganz in der Masse eingesunken ist. Damit wird erreicht, dass die beheizte Oberfläche jederzeit mit Schmelzgutmasse umgeben ist, womit eine entsprechende Wärmeabfuhr sichergestellt ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 das Schaubild eines Elektro-Schmelzgerätes, Fig. 2 den horizontalen Querschnitt durch das Schmelzgerät I-II und Fig. 3 einen vertikalen Schnitt desselben. Fig. 4 veranschaulicht das Schmelzgerät mit Schmelzgut bzw. die Anwendung desselben. Das in Fig. l schematisch dargestellte Schmelzgerät zeigt den Heizkörper a, den Schaft b von Heizkörper zum Handgriff, in welchem die Elektro-Zuleitung geführt ist ; mit e ist der Handgriff, mit d die Kabelleitung bis zur Steckdose bezeichnec. Fig. 2 des horizontalen Querschnittes I-II zeigt die innere Heizarmatur f und die durch Rillen c vergrösserte Horizontalfläche.
In Fig. 4 wird die Handhabung des Schmelzgerätes dargestellt, u. zw. zeigt sie, wie der Heizkörper a in der Mitte der Emballage h in das Schmelzgut g zur Aufschmelzung geführt wird.