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Abtasteinrichtung für mit Lochkarten versehene Programmträger
Abtasteinrichtungen mit dünnen, metallenen Scheiben, welche Löcher, Schlitze oder sonstige Öffnungen besitzen, sind bekannt. Unter der Scheibe liegen dabei ortsfeste, mit stromführenden Abtastorganen, wie Federn, in Berührung kommende Kontakte, welche durch die öffnungen der Scheibe hindurchgreifen.
Die Abtastorgane sind dabei stromführend und kommen mit einem stromführenden Kontakt in Wirkverbindung. Erfahrungsgemäss sind stromführende Abtaster gefährlich und ihre Verwendung ist nur unter bestimmten kostenerhöhenden Verhältnissen in beschränktem Umfang möglich. Zum Abtasten sind auch Nokkenscheiben als Programmträger vorgeschlagen worden ; das Abtasten erfolgt dabei mittels radial bewegter Stangen, welche an der der Nockenscheibe zugekehrten Seite je eine Fühlerrolle tragen. Ebenfalls kennt man die Anordnung von längsverschiebbaren Bolzen zwischen Schalter und Abtastkugeln ; letztere sind dabei lediglich Zwischenglieder und bilden nicht die eigentlichen Abtastmittel.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Abtasteinrichtung für mit Lochkarten versehene Programmträger, welche die den bisherigen Ausführungen anhaftenden, oben angeführten Nachteile beseitigt. Die erfindungsgemässe Abtasteinrichtung kann für alle Arten von mit Lochkarten versehenen Programmträgern verwendet werden, gleichgültig ob diese band-oder kreisförmig sind, und ihr Anwendungszweck ist unbeschränkt. Eine Bestreichung des Programmträgers durch stromführende Teile wird ausgeschaltet und die Verwendung ist daher auch bei offener Lagerung ungefährlich ; dazu ist ein Auswechseln der Lochkarte in wenigen Sekunden, ohne Lösen irgendwelcher Haltemittel, gewährleistet.
Die erfindungsgemässe Abtasteinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass in der Laufbahn für die Lochkarte und in dem an der ! Rückseite der Laufbahn anliegenden Gehäuseboden fluchtende Bohrungen vorgesehen sind, in welchen je eine Fühlerkugel und ein zwi- schen Kugel und Schalterknopf angeordneter Schaltbolzen geführt sind.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 . eine Vorderansicht der Abtasteinrichtung und Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie Il-Il in Fig. 1.
Die dargestellte Abtastvorrichtung weist eine durch eine Grundplatte gebildete Laufbahn 10 auf, an deren Rückseite in einem Gehäuse 11 ein Schalterpaket 12, bestehend aus den Ein- zelschaltern 1 bis 9, angeordnet ist. Die Schalterknöpfe 13 dieser Einzelschalter 1 bis 9 werden durch eine in jedem Schalter vorgesehene Feder nach aussen (siehe Schalter 1 bis 6) gedrückt. An den Schalterknöpfen 13 liegen Schaltbolzen 14 an, welche in Bohrungen 15 des Gehäusebodens M'geführt sind. In den Bohrungen 15 des Gehäusebodens 11'und in mit diesen fluchtenden Bohrungen 15'der Platte 10 sind an den Bolzen 14 anliegende Fühlerkugeln 16 geführt. Auf der Vorderseite der Laufbahn 10 ist zwischen Längsrandführungen 17 derselben eine mit Schlitzen bzw.
Löchern 18'versehene Lochkarte 18 längsverschiebbar geführt. In Lagerbohrungen 19 der Führungen 17 ist eine Rillenwalze 20 drehbar gelagert, durch welche die Lochkarte 18 gegen die Laufbahn 10 gedrückt wird. Die Rillen der Rillenwalze sind mit 20'bezeichnet.
Die Rillenwalze liegt in einer quer zur Führungsbahn der Lochkarte und durch die Mittelpunkte der Fühlerkugeln 16 gehenden Ebene, wobei die Rillen 20'und die Schaltkugeln 16 in mit den Zeilen der Schlitze oder Löcher 18' übereinstimmenden Stellungen sich befinden.
Die Betätigung der Schalterknöpfe wird dadurch erreicht, dass die Fühlerkugeln 16 beim Passieren eines Schlitzes oder Loches 18' durch diesen bzw. dieses hindurch unter der Wirkung der Feder in die Rillen 20'gedrückt werden, wodurch die Schalterknöpfe 13 ihre unbeeinflusste (äussere) Stellung einnehmen (siehe Schalter 1 bis 6), und dass bei Ankunft des Endes des Schlitzes oder Loches 18'die
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Fühlerkugeln 16 durch die Lochkarte 18 wieder aus den Rillen 20'heraus in die Bohrung 15 zurückgedrückt werden, was ein Eindrücken der Schalterknöpfe 13 zur Folge hat (siehe Schalter 7 bis 9).
Der Vorschub der Lochkarte erfolgt durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Antriebsvorrichtung, u. zw. mittels eines in einem Führungsschlitz 21 der Platte 10 laufenden Mitnehmerbolzens 22, welcher in ein Loch 23 der Lochkarte 18 eingreift.
Zur Führung der Lochkarte kann eine Platte mit Führungsrändern dienen, auf deren Rückseite eine durch einen Synchronmotor angetriebene Vorrichtung für den Vorschub der Lochkarte vorgesehen sein kann.
Die rollenden Fühlerkugeln gewährleisten als die Lochkarte abtastende Elemente eine auf die Dauer gute Wirkung der Kontaktfunktion, nützen die Lochkarte wenig ab, verhindern Verklemmungen und ermöglichen der Lochkarte einen leichten Gang, so dass zu deren Verschiebebewegung ein verhältnismässig geringer Kraftaufwand genügt.
Die beschriebene Abtasteinrichtung eignet sich besonders zur automatischen Steuerung von Waschmaschinen, ist aber auch für andere, nach einem bestimmten Programm arbeitende Betriebsaggregate wie Werkzeug-, Textilmaschinen, Musikwerke usw. geeignet.