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Vorrichtung zum Markieren von Punkten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Markieren von Punkten auf einer Fläche mittels eines oberhalb dieser Fläche verschiebbaren Markierorgans, dessen Verschiebungsbewegungen in Abhängigkeit von zahlenmässig vorliegenden Koordinatenwerten durch einen Koordinatengeber gesteuert werden.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art werden die Verschiebungsbewegungen des Markierorgans in den beiden Koordinatenrichtungen durch voneinander unabhängige Antriebsmotoren gesteuert, in deren Stromkreis vom Koordinatengeber gesteuerte Schalter liegen, welche die Motoren nach Erreichen der zugeordneten Koordinatenwerte durch Unterbrechung des Stromkreises stillsetzen. Hiebei ergibt sich der Nachteil, dass jeder Markiervorgang erhebliche Zeit in Anspruch nimmt, weil die Geschwindigkeit der Verschiebungsbewegungen des Markierorgans konstant ist und im Hinblick darauf, dass die Markierstellung nicht durch Anschläge definiert wird, sondern bloss durch den Zeitpunkt der Abschaltung des Motors, relativ niedrig bemessen werden muss, um Einstellfehler infolge des Auslaufens des Motors klein zu halten.
Die geschilderten Nachteile werden. nach dem Grundgedanken der Erfindung vermieden, indem die Markierpunkte durch mittels eines Koordinatengebers in Wirkstellung zu bringende Anschläge fixiert wer-
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angehalten wird, wobei aber durch Verwendung eines Mehrfachschlittens für die verschiedenen Stellenwerte der Koordinaten die Anzahl der erforderlichen Anschläge relativ klein gehalten wird und überdies sogar die Möglichkeit geboten wird, die Verschiebungsbewegungen für die verschiedenen Stellenwert mit abgestuften Geschwindigkeiten vorzunehmen.
Eine im Sinne dieses Erfindungsgedankens ausgebildete Markiervorrichtung der einleitend angegebenen Art ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Markierorgans auf einen vorgegebenen Koordinatenwert für jede Koordinate ein Mehrfachschlitten vorgesehen ist, dessen gegeneinander verschiebbare Schlitten je einer Stelle (z. B. Hunderter, Zehner, Einer) der betreffenden Koordinatenzahl zugeordnet sind, wobei die maximal möglichen gegenseitigen Verschiebungswege der Schlitten den zugeordneten Stellenwerten entsprechend abgestuft sind, und dass für jeden Schlitten den verschiedenen möglichen Ziffernwerten jeder Stelle entsprechende, wahlweise in Wirkstellung zu bringende Anschläge für die Begrenzung der gegenseitigen Verstellbewegungen vorgesehen sind.
Vorteilhaft ist der dem höchsten Stellenwert zugeordnete Schlitten auf einer ortsfesten Führungbahn geführt, wobei jeder Schlitten, ausgenommen der dem niedrigsten Stellenwert zugeordnete, eine Führung für den dem nächstniedrigeren Stellenwert zugeordneten Schlitten bildet. Bei einer einfachen Ausführungsform ist nur der oberste Schlitten mit einem Antrieb ausgestattet, wogegen die unteren Schlitten als vom obersten Schlitten unmittelbar bzw. mittelbar mitgenommene Schleppschlitten ausgebildet sind.
Die Steuerung der Anschläge erfolgt, wie später noch ausführlich beschrieben wird, vorzugsweise durch Elektromagnete. Das Markierorgan kann auf zwei gekreuzten Mehrfachschlitten montiert sein und in einem Stromkreis liegen. der nach dem Eintreffen aller Schlitten an den durch die entsprechend eingestellten Anschläge vorgegebenen Endpunkten ihrer Führungsbahnen, z. B. durch Betätigung von an den Schlitten vorgesehenen Schaltern, automatisch die Markierung auslöst. Die Rücklaufbewegung der Schlitten kann in ähnlicher Weise automatisch oder mit Hilfe einer handbedienten Rllcklauftaste ausgelöst werden.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbei- spiels an Hand der Zeichnungen hervor.
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schlittens und für die Betätigung der Anschläge.
Bet der dargestellten Markiervorrichtung sind an zwei benachbarten Seiten des Markiertisches 1 Mehrfachschlitten für jede der beiden orthogonalen Koordinatenrichtungen angeordnet. In der Zeichnung ist nur eine dieser Schlittenanordnungen wiedergegeben. Ein am Tisch 1 befestigtes Schlittengehäuse 2 trägt an seiner Oberseite Prismenführungen 2a für den untersten Schlitten 3H, welcher der Hunderterstelle des als dreistellig angenommenen Koordinatenwertes zugeordnet ist. Auf Prismenführungen 3a an der Oberseite des Schlittens 3H gleitet ein weiterer Schlitten 4Z, welcher der Zehnerstelle des Koordinatenwertes zugeordnet ist und seinerseits Prismenführungen 4a für einen dritten, der Einerstelle zugeordneten Schlitten 5E trägt.
Am Schlitten 5E ist das in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellte, in Fig. 3 aber bei M angedeutete Markierorgan befestigt.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird nur der oberste Schlitten SE von einem Motor 6 über ein Schneckengetriebe 7 und ein Zahnrad 8 angetrieben, das an einer am Schlittengehäuse 2 befestigten Zahnstange 9 abrollt. Damit der Motor beim Auflaufen der Schlitten auf die später erläuterten Anschläge nicht stossweise abgebremst wird, ist der den Motor tragende Block 10 an Prismenführungen 5a des obersten Schlittens 5E. verschieblich geführt und gegen den Schlitten 5E mit Hilfe einer Feder 11 elastisch abgestützt. Bei Auflaufen des Einerschlittens 5E oder des Zehnerschlittens 4Z auf einen Anschlag nimmt der auflaufende Schlitten den nächsten Schlitten, d. h. den Zehnerschlitten 4Z bzw. den Hunderterschlitten 3H, auf Verschiebung mit, wobei der Stoss von der Feder 11 abgefangen wird.
Bei Auflaufen des untersten Schleppschlittens, d. h. des Hunderterschlittens 3H, an den jeweils eingestellten Anschlag, bleiben alle Schlitten sofort stehen und der Motor wird abgeschaltet, wobei die Auslaufbewegung des Motors wieder von der Feder 11 aufgefangen wird und die Schlitten gegen ihre Endlage gedrückt werden.
Am Schlittengehäuse 2 sind entsprechend der Hunderterteilung gegeneinander versetzt zehn nach oben in Wirkstellung verschiebbare Anschläge 13h für den Hunderterschlitten 3H vorgesehen. In analoger Weise trägt der Hunderterschlitten 3H seinerseits zehn entsprechend der Zehnerteilung gegeneinander versetzte Anschläge 14 für den Zehnerschlitten 4Z. Die Anschläge 13h und 14z können im Hinblick auf ihre relativ grossen gegenseitigen Abstände in Längsrichtung der Schlitten hintereinander angeordnet wer-
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Schlittenlängsrichtung nicht möglich ist, sind diese Anschläge auch in Querrichtung gegeneinander versetzt (vgl. Fig. 2) und der Gegenanschlag am Einerschlitten 5E ist so breit ausgebildet, dass er mit allen diesen Anschlägen zusammenwirken kann.
An der Unterseite der Schlitten 3H, 4Z und 5E sind zugleich als Gegenanschläge wirkende Schalter 23H, 24Z bzw. 25E derart angeordnet, dass sie je mit einem der in Wirkstellung befindlichen Anschläge 13h, 14z bzw. 15e zusammenwirken können. Bei Auflaufen des Schlittens 5E mit dem Anschlagschalter 25E auf den jeweils in Wirkstellung befindlichen Anschlag 15e wird ein Ruhekontakt des Schalters 25E geöffnet und ein Arbeitskontakt desselben geschlossen. Ferner nimmt der Anschlagschalter 25E den Anschlag 15e und damit den Zehnerschlitten 4Z bei der weiteren Verschiebungsbewegung des Einerschlittens 5E mit. Analoge Vorgänge spielen sich ab, wenn der Anschlagschalter 24Z auf einen Anschlag 14z aufläuft.
Sobald schliesslich der Anschlagschalter 23H auf einen Anschlag 13h aufläuft, sind alle Ruhekontakte der Anschlagschalter 25E, 24Z und 23H geöffnet ; diese Ruhekontakte liegen parallel im Vorlaufstromkreis des Motors 6 (vgl. Fig. 3), so dass der Motor stillgesetzt wird, wenn alle Schlitten die vorgeschriebene Endstellung erreicht haben. Ferner sind dann alle Arbeitskontakte der Anschlagschalter 25E, 24Z und 23H geschlossen, diese Kontakte liegen in Reihe im Stromkreis des Markierorgans M (vgl. Fig. 3 so dass das Markierorgan nunmehr, z. B. mittels einer Handtaste oder auch automatisch, betätigt werden kann, soferne die gleichen Verhältnisse auch bezüglich der zweiten Koordinatenrichtung erreicht worden sind.
Am Schlittengehäuse "2 sind ferner noch drei Endausschalter 33H, 34Z und 35E vorgesehen, die parallelgeschaltet im Rücklaufstromkreis des Motors liegen und den Motor daher abschalten, sobald alle drei Schlitten beim Rücklauf in die Ruhestellung gelangt sind.
Im schematischen Schaltbild nach Fig. 3 ist die seitens eines Koordinatengebers erfolgende Eintragung der Koordinatenwerte durch drei dekadische Wählschalter H, Z, E angedeutet. Jeder dieser Schalter
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hat zehn Stellungen, in denen je ein Elektromagnet 13H, 14Z, 15E liegt und einen zugeordneten Anschlag 13h, 14z, 15e steuert. Wird z. B. der Koordinatenwert 534 eingetragen, so wird der fünfte Elektromagnet 13H, der dritte Elektromagnet 14Z und der vierte Elektromagnet 15E erregt und dadurch werden der fünfte Hunderteranschlag 13h, der dritte Zehneranschlag 14z und der vierte Eineranschlag 15e in Wirkstellung gebracht.
Wird nun der Vorlaufstromkreis V des Motors 6 mittels des Schalters S geschlossen, so werden die Schlitten 3H, 4Z und 5E bis zu diesen Anschlägen verschoben, worauf durch Öffnung der Ruhekontakte der Anschlagschalter 23H, 24E und 25Z der Vorlaufstromkreis des Motors 6 unterbrochen wird. Die Parallelschaltung dieser drei Ruhekontakte sichert, dass der Motor erst nach tatsächlichem Erreichen der Markierstellung abgeschaltet wird. Gleichzeitig mit der Abschaltung des Motors werden die im Stromkreis des Markierorgans liegenden Arbeitskontakte der Anschlagschalter 23H, 24E und 25Z geschlossen, so dass eine Markierung erfolgen kann.
Durch Umlegen des Schalters S auf den Rücklaufstromkreis R des Motors 6 werden die Schlitten 3H, 4Z und 5E wieder in die Ruhestellung gebracht, wobei durch die Endausschalter 35E, 34Z und 33H der Motorstromkreis wieder unterbrochen wird.
Die verschiedenen Schaltvorgänge, wie insbesondere die Betätigung des Schalters S, können natür- lich für beide Koordinaten mit Hilfe eines Programmsteuergerätes automatisch vorgenommen werden.
Zweckmässig ist es, den Koordinatengeber als Einreihentastenwerk auszubilden und mit einer Speichereinrichtung für die eingetasteten Ziffernwerte der einzelnen Stellen der Koordinatenzahl zu verbinden, wobei dann die Speichereinrichtung ihrerseits die die Endpunkte der Schlittenverschiebungen bestimmenden Anschläge steuert. An den Koordinatengeber kann eine die jeweils aufnehmende Koordinatenzahl aufnehmende Einrichtung, z. B. ein Fernschreiber, angeschlossen sein, so dass eine laufende Kontrolle der eingetasteten Koordinatenwerte möglich ist. Eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit der Markervorrichtung kann gesichert werden, wenn als Koordinatengeber ein Lochabtaster Verwendung findet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Markieren von Punkten auf einer Fläche mittels eines oberhalb dieser Fläche verschiebbaren Markierorgans, dessen Verschiebungsbewegungen in Abhängigkeit von zahlenmässig vor- liegenden Koordinatenwerten durch einen Koordinatengeber gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Markierorgans (M) auf einen vorgegebenen Koordinatenwert für jede Koordinate ein Mehrfachschlitten vorgesehen ist, dessen gegeneinander verschiebbare Schlitten (3H, 4Z, 5E) je einer Stelle (z.
B. Hunderter, Zehner, Einer) der betreffenden Koordinatenzahl zugeordnet sind, wobei die maximal möglichen gegenseitigen Verschiebungswege der Schlitten den zugeordneten Stellenwertenent- sprechend abgestuft sind, und dass für jeden Schlitten den verschiedenen möglichen Ziffernwerte jeder Stelle entsprechende, wahlweise in Wirkstellung zu bringende Anschläge (13h, 14z, 15e) für die Begrenzung der gegenseitigen Verstellbewegungen vorgesehen sind.