AT204202B - Verfahren zur Herstellung von verspinnbarem Faserflor, Vorgarn oder Vlies aus schmelzbaren Stoffen, insbesondere aus Glas - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von verspinnbarem Faserflor, Vorgarn oder Vlies aus schmelzbaren Stoffen, insbesondere aus Glas

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AT204202B
AT204202B AT604556A AT604556A AT204202B AT 204202 B AT204202 B AT 204202B AT 604556 A AT604556 A AT 604556A AT 604556 A AT604556 A AT 604556A AT 204202 B AT204202 B AT 204202B
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AT
Austria
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drum
fleece
roving
glass
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AT604556A
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Walter Riedel
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Schuller Gmbh Glaswerk
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von   verspinnbarem   Faserflor,
Vorgarn oder Vlies aus schmelzbaren Stoffen, insbesondere aus Glas 
Es ist allgemein bekannt, Glasfasern so herzustellen, dass man von fortlaufend vorgeschobenen, an einem Ende entsprechend abschmelzenden Stäben oder aus Düsen sich abziehende Fäden auf eine rotierende Trommel auflaufen lässt. Die sich so bildenden Faserstränge werden am Ende einer Arbeitsperiode durchschnitten und von der Trommel abgenommen. Zur Herstellung eines Garnes müssen dann nach den bis jetzt bekannten Verfahren diese Faserstränge zuerst zu Stapelfasern geschnitten werden. Die Stapelfasern werden gewöhnlich dann geöffnet und über Krempel und verschiedenste Spinnmaschinen zunächst zu einem Vorgarn, dann zu einem Garn versponnen. 



   Es ist weiter bekannt, auf fortlaufenden Auffangvorrichtungen ein Vlies aus schmelzbaren Stoffen niederzuschlagen, aus Fäden, welche zwischen einer rotierenden Trommel und dagegen laufende Walzen abgezogen werden, bei welchen der Trommelumfang nicht zur Gänze Verwendung findet. Ausserdem ist bekannt, den abzuziehenden Faden auf durchbrochenen Trommeln durch Ansaugen oder durch Blasen zu fixieren. 



   Erfindungsgemäss werden diese Verfahren in erheblicher Weise verbessert. 



   Das neue Verfahren zur Herstellung von verspinnbarem Faserflor, Vorgarn oder Vlies aus schmelzbaren Stoffen, insbesondere aus Glas, besteht darin, dass die in einem ununterbrochenen Arbeitsgang von fadenabziehenden Tropfen stammenden Fäden durch eine schnell rotierende Trommel von den schmelzbaren Stoffen durch blosses Haften an ihrer glatten Oberfläche abgezogen, bis zu einer Stelle am Umfang der Trommel zwischen dem Eintritt einer zum fortlaufenden Abzug genügenden Haftung und knapp vor Vollendung einer einmaligen   Umwindung   mitgenommen, dort fortlaufend durch einen Stau des von der Trommel erzeugten   Umlaufwindes   oder eine Ablenkung abgehoben, als Fasern im transportierenden, durch den Trommelwind erzeugten Luftstrom, von der Trommel wegfliegend, auf eine fortlaufende Unterlage gebracht und dann der Weiterbehandlung zugeführt werden.

   Erfindungsgemäss werden keine Gegendruckrollen verwendet, sondern es genügt allein nur das Anhaften der Fäden an der Trommel. 



   Das Abheben der Fäden kann durch einen gegen die Trommel gerichteten Luftstrom erfolgen, oder auch mittels eines Lineals erreicht werden, wobei das Lineal nicht nur einen Windstrom auf staut, sondern auch gleichzeitig als Schaber wirken, kann. 



   Die Fasern werden vorzugsweise durch den bei dem Umlauf der Trommel sich bildenden Umwind wegfliegend auf fortlaufende Unterlagen gebracht, wo sie entweder vliesbildend niedergeschlagen werden. oder auch noch durch feste oder bewegliche Anhaltemittel, Wind, Krempel oder   Kämmvon1chtungen   parallel gerichtet werden. 



   Die Faser kann auf dem Weg zwischen Trommel und fortlaufender Anhalteunterlage auch einer Zer-   kleiner ngsvorrichtung zugeführt werden, welche   die Faser auf möglichst gleiche, kurze Stücke teilt. 



   Die so anfallenden Stapelfasern werden dann in bekannter Weise von der fortlaufenden Unterlage abgenommen und versponnen. 



   Selbstverständlich können diese auch, wie oben schon angeführt, durch entsprechende   Vorrichtung-   gen, Wind usw. parallel gerichtet werden. 



   Die Faser kann auch in ungeteiltem oder geteiltem Zustand an ein oder mehrere   Anhaltevorrichtun-   

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 gen, z. B. feste oder bewegliche Stäbe, angeweht werden. Die Faser wird dabei durch den Wind vollkommen ausgerichtet. Die so parallel gestellten Fasern werden dann auf vorbeistreichenden Unterlagen abgezogen und dann in bekannter Weise zu Vorgarn bzw. zu Garn weiter versponnen. Besonders diese letz- 
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 ge, nach diesem Verfahren auch stärkere Fasern als bisher möglich zu Garn verspinnen zu können. Bisher konnte man über Karde und Spindel Garne und Fasern bis zu einer Stärke von 10   u   herstellen, wohingegen man erfindungsgemäss auch noch Garne und Fasern mit einem Durchmesser von 13 bis 14      erhält, was für einzelne technische Zwecke von besonderem Vorteil ist. 



   Soll ein in fortlaufender Unterlage niedergeschlagenes Vlies z. B. als Pappenersatz Verwendung finden, so werden die das Vlies bildenden Fasern durch ein entsprechendes   Schmälzmittel   miteinander verbunden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von verspinnbarem Faserflor, Vorgarn oder Vlies aus schmelzbaren Stoffen, insbesondere aus Glas, dadurch gekennzeichnet, dass die in einem ununterbrochenen Arbeitsgang von fadenabziehenden Tropfen stammenden Fäden durch eine schnell rotierende Trommel von den schmelzbaren Stoffen durch blosses Haften an ihrer glatten Oberfläche abgezogen, bis zu einer Stelle am Umfang der Trommel zwischen dem Eintritt einer zum fortlaufenden Abzug genügenden Haftung und knapp vor Vollendung einer einmaligen Umwindung mitgenommen, dort fortlaufend durch einen Stau des von der Trommel erzeugten Umlaufwindes oder eine Ablenkung abgehoben, als   Fasein   im transportierenden, durch den Trommelwind erzeugten Luftstrom, von der Trommel wegfliegend,

   auf eine fortlaufende Unterlage gebracht und dann der Weiterbehandlung zugeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Umfang der Trommel ein Luftstrom zum Abheben der Fäden gelenkt wird.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Trommel ein Lineal angeordnet ist, das die Fäden von der Trommel abhebt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Faser durch eine zwischen Trommel und vliesbildende, fortlaufende Unterlage geschaltete Vorrichtung in möglichst gleiche Stücke geteilt wird.
    5. Verfahren nach den vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Faser an einer geeigneten Stelle der Vorrichtung in an sich bekannter Weise geschmälzt wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einer fortlaufenden Unterlage gesammelten Fasern durch feste oder bewegliche Anhaltemittel, Wind, Krempel oder Kämmvorrichtungen parallel gerichtet werden.
AT604556A 1956-10-10 1956-10-10 Verfahren zur Herstellung von verspinnbarem Faserflor, Vorgarn oder Vlies aus schmelzbaren Stoffen, insbesondere aus Glas AT204202B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1596559B1 (de) * 1965-05-17 1971-07-01 Owens Corning Fiberglass Corp Vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen von glas faeden mit einem durchmesser von hoechstens 2,5 mm durch ausziehen auf einer rotierenden oberflaeche, zum abtrennen von glastropfen und zum sammeln in form einer vielschichtigen matte

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1596559B1 (de) * 1965-05-17 1971-07-01 Owens Corning Fiberglass Corp Vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen von glas faeden mit einem durchmesser von hoechstens 2,5 mm durch ausziehen auf einer rotierenden oberflaeche, zum abtrennen von glastropfen und zum sammeln in form einer vielschichtigen matte

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