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Vorrichtung an Pressen für die Bleiummantelung von elektrischen Kabeln
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche an beliebigen Bleipressen, z. B. Strangpressen, zur Bleiummantelung elektrischer Kabel angeschlossen werden kann und die Führung des zu ummantelnden Kabels aus einem Trocknungs- und bzw. oder Imprägnierungsbehälter in die Presse unter Aufrechterhaltung der im erwähnten Behälter herrschenden Umgebungsbedingungen des Kabels ermöglicht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann an übliche hydraulische Pressen und an kontinuierlich arbeitende Strangpressen angeschlossen werden, wie sie zur Bleiummantelung von mit Papier und mit dickoder dünnflüssigem Öl isolierten Starkstromkabeln und vonFernsprechkabeln mit Papier- und Luftisolation benützt werden.
Bei der Herstellung von Hochspannungskabeln mit ölgetränktem Dielektrikum ist es bekannt, die auf einer drehbaren Trommel aufgespulte, mit Öl getränkte Kabelseele in einen Druckkessel einzusetzen, von dem ein Führungsrohr für das Kabel öldicht zu einer Presse führt, in welcher ein Bleimantel aufgepresst wird. Der Innenraum dieses Rohres ist in einen vollkommen entgasten und gekühlten Druckölkreislauf einbezogen, so dass in das Presswerkzeug Isolleröl mit niedriger Temperatur und erhöhtem Druck gelangt und dadurch eine vollständige Öltränkung des Dielektrikums unter Vermeidung von Gaseinschlüsse ermöglicht wird.
Bei der Erfindung ist ebenfalls die Presse mit einem Trocknungs- und bzw. oder Isolierungsbehälter für das Kabel dicht durch ein Führungsrohr verbunden, damit die in diesem Behälter herrschenden Umgebungsbedingungen für das zu ummantelnde Kabel auch in der Presse aufrechterhalten werden. Erfindungsgemäss ist an diesem Rohr eine Einrichtung vorgesehen, die den Ein-und Ausbau der Patrize der Presse ermöglicht und zugleich Längenänderungen des Rohres infolge von Wärmedehnungen unbehindert zulässt.
Vorzugsweise ist zu diesem Zweck das Rohr durch eine ausserhalb der Presse liegende, nach aussen abgedichtete Fuge in zwei Abschnitte unterteilt, von denen der der Presse zugekehrte, die Patrize tragende Abschnitt auswechselbar ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung verhindert nicht nur, dass im Betrieb infolge von Wärmedehnungen des Führungsrohres störende Durchbiegungen dieses Rohres auftreten, sondern sie ermöglicht es vor allem, den patrizentragenden Rohrabschnitt je nach dem Durchmesser des zu ummantelnden Kabels gegen einen andern aus einem Satz von solchen Rohrabschnitten mit verschieden bemessenen Patrizen auszutauschen und so die Presse für verschiedene Kabeldurchmesser zu adaptieren.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung hervor. Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Verbindung mit einer gebräuchlichen hydraulischen Presse und Fig. 2 veranschaulicht die gleiche Vorrichtung in Verbindung mit einer kontinuierlich arbeitenden Strangpresse.
In Fig. l bezeichnet 1 einen Pressblock, 2 eine Patrize (Dorn) und 3 eine Matrize (Kaliberring), die durch einen Halter 4 abgestützt ist.
Das mit P bezeichnete Blei wird durch einen (nicht dargestellten) hydraulisch betätigten Kolben (Stempel) in eine im Pressblock 1 vorgesehene Kammer gedrückt und zwischen der Patrize 2 und der Matrize 3 ausgepresst.
Die Patrize 2 ist an einem Ende eines den Block l durchsetzenden Rohres 5 befestigt, nämlich auf-
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geschraubt und verlötet ; das andere Ende dieses Rohres ist mittels Flanschen 6 mit der Mündung eines Rohransatzes 7 verbunden, durch den das Kabel aus einem nicht dargestellten Trocknungs- und bzw. oder Imprägnierungsbehälter austritt.
Das Rohr 5 ist erfindungsgemäss unterteilt, so dass bei 8 eine Fuge vorhanden ist. Hiedurch wird der Ein- oder Ausbau des Rohres und der Patrize 2 gestattet und ferner werden unbehinderte Änderungen der Rohrlänge infolge Wärmedehnungen ermöglicht. Gemäss der Erfindung ist überdies eine Einrichtung zur hermetischen Abdichtung des Rohres an der Fuge 8 vorgesehen.
Diese Einrichtung besteht beispielsweise aus einer an den in der Zeichnung links betindlichen Rohrabschnitt angelöteten Hülse 9, aus einem Flanschring 10 mit einer das freie Ende der Hülse 9 umschlie- ssenden, inneren Ringrippe 10a von trapezförmigem Querschnitt und aus Dichtungspackungen 11 und 12, die zwischen dem Ring 10 und der Hülse 9 bzw. zwischen dem Ring 10 und dem zweiten, hülsenfreien Abschnitt des Rohres 5 liegen. Die Dichtungspackungen 11 und 12 werden durch zwei axial mittels nicht dargestellter Bolzen zusammenspannbare Flanschdruckringe 13 und 14 zusammengepresst.
Der zwischen der Fuge 8 und den Flanschen 6 liegende Rohrabschnitt kann gegebenenfalls gewellt und dadurch nachgiebig adsgebildet sein, um die Herstellung der Flanschverbindung beim Zusammenbau zu erleichtern.
In der Zeichnung bezeichnet T das vordere Ende des mit Blei zu ummantelnden Kabels und S einen kurzen Längsabschnitt eines bereits ausgepressten Bleirohres, dessen Ende vollkommen geschlossen und mit dem vorderen Ende T des Kabels durch eine metallische Verbindung C, z. B. ein einfache, Zugdrahtseil, verbunden ist. Die weiteren Einzelheiten der Vorrichtung, die für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlich sind, wurden zwecks Vereinfachung der Zeichnung und der Beschreibung weggelassen.
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemässe Vorrichtung in Verbindung mit einer kontinuierlich arbeitenden Strangpresse. In Fig. 2 ist mit 15 der Maschinenpressblock und mit 16 eine Förderschnecke bezeichnet, die durch ein im Rahmengehäuse 18 der Maschine drehbar gelagertes Zahnrad 17 angetrieben wird. Die übrigen in Fig. 2 dargestellten Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden Teile in Fig. 1 bezeichnet.
Die beschriebene Vorrichtung kann selbstverständlich im Rahmen der Erfindung in ihren konstruktiven Einzelheiten und in ihrer Ausführung noch verschiedenartig abgewandelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung an Pressen für die Bleiummantelung von mit imprägniertem Papier isolierten elektrischen Kabeln unter Aufrechterhaltung der in einem Trocknungs-und bzw. oder Imprägnierungsbehälter für das zu ummantelnde Kabel herrschenden Umgebungsbedingungen auf dem Kabelweg vom Behälter zur Presse, bestehend aus einem vom Kabei durchlaufenen Rohr, von dem ein Ende dicht mit dem Behälter und das andere Ende dicht mit der Patrize der Presse verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass an diesem Rohr (5) eine Einrichtung (8-14) vorgesehen ist, die den Ein-und Ausbau der Patrize (2) der Presse ermöglicht und zugleich Längenänderungen des Rohres infolge von Wärmedehnungen unbehindert zulässt.