AT203706B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Putzmörtel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Putzmörtel

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AT203706B
AT203706B AT348158A AT348158A AT203706B AT 203706 B AT203706 B AT 203706B AT 348158 A AT348158 A AT 348158A AT 348158 A AT348158 A AT 348158A AT 203706 B AT203706 B AT 203706B
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Austria
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water
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mortar
lime
mixture
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Johann Sailer
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Johann Sailer
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Putzmörtel 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Putzmörtel mit Pulverkalk. 



   Die althergebrachte Art und Weise der Herstellung von Putzmörtel aus Kalkteig und Sand, bei der
Kalkteig, der durch mindestens 6-8 Wochen dauerndes Einsumpfen von Stückkalk erhalten wird, verwen- det wird, ist   insoferne   nachteilig, als der Kalkteig in zeitraubender Weise verdünnt, mit Sand zu einem flüssigen Brei gerührt und dieser anschliessend durch ein feines Sieb getrieben werden muss. Von Nachteil ist ausserdem der dabei zu verzeichnende grosse Siebverschleiss. Weiters ist meist eine zirka 12-stündige
Lagerung des gesiebten Mörtels notwendig. 



   Um diese Nachteile zu vermeiden, ist man dazu übergegangen, an Stelle von Kalkteig gelöschten oder auch ungelöschten Pulverkalk zu verwenden. Dabei wird der Pulverkalk entweder vor der Mörtelbereitung eingesumpft oder aber direkt mit Sand und Wasser von Hand oder mittels Maschine zu einem flüs- sigen Brei gemischt. Auch dabei erfolgt das Sieben nach dem Anrühren und ist eine gewisse Mörtelliege- zeit zu beachten, da einmal der Mörtel für die Verarbeitung noch zu flüssig ist und noch eventuell nicht gelöschte Anteile Zeit zum vollständigen Ablöschen haben sollen. 



   Es zeigt sich nun, dass der, nach der bekannten Methode aus Pulverkalk hergestellte Putzmörtel den
Anforderungen nicht entspricht. Der Hauptgrund hiefür liegt darin, dass beim Anrühren der Bestandteile eine teilweise Entmischung vor sich geht, wobei der spezifisch schwerere Sand jeweils nach unten sinkt. 



   Auch beim Aufgiessen von Wasser auf das Trockengemisch findet ein Auswaschen und somit eine Entmi- schung statt. Gleichzeitig sich bildende Knollen beeinflussen ebenfalls die Arbeitsweise nachteilig. 



   Durch die Erfindung werden die aufgezeigten Nachteile in einfacher Weise dadurch behoben, dass das trocken hergestellte Gemisch aus Pulverkalk und Sand locker in einen Behälter gesiebt und in diesem, in ruhigem Zustand, das Gemisch von unten her mit zufliessendem Wasser langsam durchtränkt wird. 



   Das Mischen des Pulverkalkes, es wird vorzugsweise Kalkhydrat verwendet, es ist aber auch die Verwendung ungelöschter Pulverkalke möglich, und des Sandes im üblichen Verhältnis erfolgt in bekannter
Weise mittels Hand oder Maschine. Durch das Sieben des Trockengemisches wird eine nochmalige Mischung bewirkt sowie auch erreicht, dass das Gemisch im Mörtelbehälter sehr locker zu liegen kommt. Bei der nun folgenden langsamen Durchtränkung des Gemisches von unten nach oben ohne umzurühren ist eine Entmischung der Bestandteile ausgeschlossen. Durch die lockere Lagerung des Gemisches ist eine Knollenbildung unmöglich und ausserdem können noch eventuell vorhandene ungelöschte Teilchen langsam ablöschen. Die Zeit für die Durchtränkung und zum Absitzenlassen des Gemisches dauert beispielsweise für eine Gemischhöhe von ungefähr 40 cm etwa 90 Minuten.

   Damit ist der Putzmörtel sofort verwendungsfähig. Gegenüber den bekannten Verfahren verkürzt sich also der Zeitaufwand um mindestens das Vierfache. Auch hinsichtlich der Verarbeitungszeit ergibt sich ein wesentlicher Vorteil, indem nämlich der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Putzmörtel sich auch noch nach mehrtägiger ruhiger Lagerung in gleichbleibendem Zustand erhält. 



   Die Zufuhr des Wassers erfolgt vorteilhaft an mehreren Stellen am Grunde des Gemisches und dauert so lange, bis die Mörtelschicht je nach Höhe derselben, geringfügig,   z.     B. 2-3   cm mit Wasser überschichtet ist. Diese Wasserschicht wird in rascher Folge vom Mörtel eingesogen. 



   Die Wasserzuführung kann durch am Mörtelbehälter fix angebrachte Leitungen erfolgen ; es kann aber auch, nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung, das Wasser durch ein oder mehrere, von oben nach unten durch die Gemischschicht zu   steckende   Rohre zugeführt werden, wobei es von Vorteil ist, die 

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 Wasserausflussöffnung vor Verstopfung durch eintretenden Mörtel durch Anordnung eines Spritzkopfes zu schützen. 



   Einige beispielsweise Ausführungen des Spritzkopfes sind in der Zeichnung schematisch veranschaulicht. 



   Die Fig. 1, 3 und 4 zeigen Schnitte durch verschiedene Ausführungen, die Fig. 2 ist eine Ansicht der Fig. 1 von unten. 



   Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 ist der am Wasserzuführungsrohr 1 befestigte Spritzkopf 2 dop-   pelkeelstumpfförmig   ausgebildet. Er besteht aus der steilen Mantelfläche 3 und der mit Wasseraustritts- öffnungen 5 versehenen flachen Mantelfläche 4. Im Inneren des Spritzkopfes 2 ist am Boden ein Zylinder 6 angeordnet, der nach oben offen ist und der Ausflussöffnung des Rohres 1 gegenübersteht. Durch ihn wird der Wasserstrahl aufgefangen und gleichmässig den Öffnungen 5 zugeführt. 



   Bei der Ausführung nach Fig. 3 besteht der Spritzkopf aus dem zylindrischen Teil 7, der am Rohr 1 über den kegelförmigen Teil 8 verbunden, beispielsweise verschweisst ist. Die   Wasseraustrittsöffnungen 10   sind am Ende des Zylinders 7 seitlich angeordnet. Um das Einstechen des Spritzkopfes2in das Kalk-Sandgemisch zu erleichtern, befindet sich am Ende des Zylinders 7 ein flacher Kegel 9. 



   Der Spritzkopf nach Fig. 4 besitzt dieselbe Aussenform wie die   Ausführung   nach Fig. 3 ; die entsprechenden Bezugsziffern sind jeweils um 10 grösser. Im Inneren sind zur Verhinderung des tieferen Eindringens von Mörtel Abweisflächen angeordnet. Fix am Zylinder 17 befestigt ist die   kreisringförmige   Abweisfläche 13. Durch ihre Kreisöffnung kann das Wasser, das vom Rohr 1 im Zylinder 16 aufgefangen wird, zu den Öffnungen 20 abfliessen. Die Fläche 22 begünstigt die Wasserströmung. Eine zweite Abweisfläche 11 ist an einem axial beweglichen Stempel 12 befestigt, dessen Stiel 14 im Rohr 21, das mit dem Zylinder 16 fix verbunden ist, geführt wird. Der Stiel 14 steht mit dem Zylinder 16 über eine Feder 15 ir Verbindung.

   Dringt nun durch die Öffnungen 20, wenn der Wasserdruck geringer ist als der äussere Mörteldruck, Mörtel ins Innere des Spritzkopfes ein, so wird durch den Druck auf die Abweisfläche 11 der Stempel 12 nach oben gegen die ringförmige Abweisfläche 13 gedrückt und der Wasserausfluss unterbrochen. 



  Entweder es erfolgt nun durch die auftretende Wasserdruckerhöhung ein Hinausschieben des Mörtels und damit die Freilegung des Wasserausflussweges oder es genügt ein leichtes Anheben des Rohres 1 und damit des Zylinders 17, um den Wasserdurchtritt zwischen der Abweisfläche 13 und dem Stempel 12 zu ermöglichen. 



   Die dargestellten Spritzkopfformen stellen lediglich Beispiele dar, die weiter variiert werden können, ohne damit die Erfindung einzuschränken. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Putzmörtel mit Pulverkalk, dadurch gekennzeichnet, dass das trocken hergestellte Gemisch aus Pulverkalk und Sand locker in einen Behälter gesiebt und in diesem, in ruhigem Zustand, das Gemisch von unten her mit zufliessendem Wasser langsam durchtränkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr des Wassers an mehreren Stellen am Grunde des Kalk-Sandgemisches erfolgt, bis das von unten nach oben sickernde Wasser die Mörtelschicht geringfügig überschichtet.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr des Wassers mittels eines oder mehrerer, von oben durch die Gemischschicht zu steckender Rohre erfolgt.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Endbereich des Wasserzuführungsrohres (1) ein die Rohrausflussöffnung umgebender, mit mehreren Öffnungen (5,10, 20) versehener Spritzkopf (2) angeordnet ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des kegeligen oder zy- lindrischen Spritzkopfes (2), gegenüber der Öffnung des Rohres (1) ein nach oben offener Zylinder (6,16) angeordnet. ist.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (10,20) am Spritzkopf (2) im Endbereich desselben seitlich angeordnet sind.
    7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Spritzkopfes (2) gegen das Eindringen von Mörtel Abweisflächen (11,13) angeordnet sind.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abweisfläche (13) als festste- <Desc/Clms Page number 3> hender Kreisring ausgebildet und eine zweite (11) an einem, axial gegen die kreisringförmige Abweisfläche (13) beweglichen Stempel (12, 14) angeordnet ist.
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