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Verfahren und Vorrichtung zum nahtlosen Beschichten von Druckträgern
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den, dass durch das gleichseitige Verschieben des Zylinders mit dem Boden ein Unterdruck entsteht. Es ist zweckmässig, die Manschette derart herzurichten, dass die Luft am Einströmen an sich nicht gehindert, diese jedoch zugleich filtriert wird. Auf diese Weise wird vorteilhaft dem Entstehen der Bildung von Sönnchen von vornherein wirksam entgegengetreten. Die zusätzliche Nacharbeit wird vermieden.
Da sowohl bei der Verarbeitung von Druckzylindern für den Stoffdruck als auch z. B. für Packungen der Umfang der Druckzylinder wechselt, also vielfach verschieden. ist, muss Vorsorge getroffen werden, dass die Manschette sich dem wechselnden Zylinderumfang anpassen kann. Man kann dies einerseits durch einen Satz mehrerer Manschetten verschiedenen Dichtungsumfanges erreichen. Man kann aber auch Manschetten verwenden, die in geeigneter Weise innerhalb bestimmter Grenzen hinsichtlich des Dichtungumfanges eingestellt werden können.
Unabhängig davon, für welchen Durchmesser des Druckzylinders die abdichtende Manschette benutzt wird, ist darauf zu achten, dass die Manschette im Aussenumfang ganz oder teilweise so gross ist, dass sie auf der oberen Kante des die lichtempfindliche Lösung aufnehmenden Behälters zur Auflage kommen kann. Dies erreicht man beispielsweise durch Anordnung eines nach aussen vorstehenden Kragens an der Dichtungsmanschette. Im gegebenen Fall kann auch die Dichtungsmanschette so dick sein, dass die Manschette selbst auf dem Behälterrand aufsitzt.
Die Ausbildung der Manschette selbst kann in mehrfacher Weise vorgenommen werden. Beispielsweise kann die Manschette aus einem Stück bestehen, wobei Filtereinsätze vorgesehen sind, die die nachströmende Luft von Staubteilchen befreien. Man kann auch die Manschette aus mehreren in radialer Richtung sich erstreckenden Lagen zusammensetzen, wobei eine Lage aus filterndem Werkstoff besteht, die also luftdurchlässig ist und die Luft beim Durchstrom reinigt.
Die an dem Druckzylinder zur Anlage kommende Fläche der Manschette besteht vorteilhaft aus einem weichen Merkstoff, beispielsweise Schaumgummi oder einem andern Weichschsumkunststoff, damit die Oberfläche des Druckträgers nicht verletzt oder verkratzt wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenständes veranschaulicht.
Fig. 1" zeigt die Anordnung gemäss der Erfindung im Längsschnitt der Vorrichtung schematisch. Fig. 2 ist eine Draufsicht. In Fig. 3 ist die Dichtungsmanschette im vergrösserten Massstab im Schnitt dargestellt.
Der Fellälter 1, der die Kolloidlösung und den zu beschichtenden Druckträger, z. B. den Druckzylinder 3, aufnimmt, ist vorteilhaft zylindrisch ausgebildet. Der Behälter ist mit einem Mantel 2 umgeben, durch den die Kolloidlösung auf einer bestimmten Temperatur gehalten wird. Der Druckzylinder 3 wird mit dem in dem Behälter 1 verschiebbaren Kolben 4 in den Behälter gefahren. Beim Absinken des Druckzylinders 3 zusammen mit dem kolbenartigen Boden 4 wird Luft in den Zwischemaum zum Behälter und dem Druckzylinder mitgerissen. Wenn diese Luft, was nicht zu vermeiden ist, Staubteilchen enthält, setzen sich diese auf der Kupferfläche des Druckzylinders fest oder dringen in die Kolloidlösung ein.
In beiden Fällen können fehlerhafte Stellen beim Kopieren in Erscheinung treten, die sich in dem Druckbild als Sönnchen auswirken.
Zur Behebung dieser Nachteile wird erfindungsgemäss eine Dichtungsmanschette 5 verwendet, die an dem Umfang des Kupferzylinders 3 abdichtet und zugleich auf dem oberen Rand des Behälters 1 zur Auflage kommt, um nicht mit nach unten gezogen zu werden. Auf diese Weise ist beim Einfahren des Druckzylinders der Innen-aum des Behälters 1 abgeschlossen. Damit in diesem Innenraum 6 kein Unterdruck entsteht, muss Luft nachströmen. Diese Luft wird durch Filter 7 geleitet, die in der Manschette eingebaut sind. Die einströmende Luft ist damit filtriert und man hat Gewissheit, dass Staubteilchen ferngehalten sind.
Da der Behälter zur Aufnahme des Druckzylinders mit grossem Durchmesser eingenchtetsein muss, entsteht bei Verwendung von Druckzylindern mit kleinerem Durchmesser ein mehr oder weniger grosser Zwischenraum zwischen Druckzylinder und Behälterwand, der von der Dichtungsmanschette überbrückt sein muss. Bei breiteren Dich. ungsmanschetten ist es zweckmässig, diese aus mehreren Teilen zusammenzusetzen. In Fig. 3 ist eine entsprechende Ausführung dargestellte
Die Manschette 5 wird zweckmässig aus mehreren übereinanderliegenden Schichten 8, 9, 10 zusammengesetzt, die in geeigneter Weise miteinander verbunden werden. Die Schichten können aus einzelnen Gummistreifen bestehen, die um den Zylinder 5 herumführen.
Die Enden der Gummistreifen werden schrägverlaufend wie bei 11 miteinander zusammengefügt. Die innerste Schicht 8 kann aus einem weichen Dichtungswerkstoff, z. B. Schaumgummi u. dgl., bestehen. Dadurch wird die Oberfläche des in den Behälter 1 einzufahrenden Druckzylinders zugleich gereinigt. Die Gesamtstärke der Manschette kann so gross sein, dass sie unmittelbar auf dem oberen Behältrrand aufsitzt, wodurch ein Mitgehen beim Einfahren des Druckzylinders verhindert wird. Man kann aber auch an dem Aussenumfang der äussersten
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Schicht 10 einzelne Nocken 12 anbringen, die zusätzlich eine grössere Auflagefläche auf dem Behälterrand sichern. Die Manschette selbst kann mit Verstärkungen beliebiger Art versehen werden.
Eine solche Verstärkung kann beispielsweise aus einer Kunststoffhülse 13 bestehen, die unten wechselweise nach innen und aussen umgebogen ist, so dass nach innen und aussen zeigende Lappen 13a und 13b entstehen, die die andern Lagen der Manschette unterfangen. Der Kunststoff ist vorteilhaft elastisch, so dass die gesamte Manschette federnd biegsam bleibt. Den Filtereinsatz kann man dadurch erzielen, dass der Kunststoffkörper 13 innen oder aussen mit einem feinenFiltermaterial, z. B. einem Filtergewebe aus Kunststoff, umwickelt wird. Ein solches Material lässt ein Durchströmen der Luft zu, filtriert diese jedoch zugleich.
Im Laufe der Zeit wird bei Verwendung der Manschette gemäss der Erfindung eine gewisse Verschmutzung eintreten. Diese kann in einem Wasserbad leicht entfernt werden, so dass die Manscnette immer gebrauchsfähig ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum nahtlosen Beschichten von Druckträgern, insbesondere Zylindern, mit einer lichtempfindlichen Lösung, z. B. Kolloidlösung, bei dem der vertikal gestellte Druckträger in einen Behälter eingesetzt wird, dessen Boden als Kolben ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Raum dem zu beschichtenden Zylinder (3) und dem Behälter (1) während des Einsetzens des Zylinders zusammen mit dem Behälterboden (4) in den Behälter am oberen Behälterrand zur Vermeidung eines Soges abgedichtet wird.