AT202670B - Verfahren zur Behandlung von Speiseöl - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von SpeiseölInfo
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Description
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Verfahren zur Behandlung von Speiseöl
DieErfindung bezieht sich auf Speiseöle und insbesondere auf ein Verfahren zur Behandlung von Speiseölen.
Es ist gefunden worden, dass Speiseöle dazu neigen können, einen nachteiligen Gummigeschmack zu entwickeln, wenn sie ultraviolettem Licht oder einer ultraviolettes Licht enthaltenden Strahlung, wie hellem Sonnenlicht, ausgesetzt. werden. Diese Neigung ist vermutlich auf die Gegenwart von sehr kleinen Mengen unerwünschter schwefelhaltiger Verunreinigungen in dem Öl zurückzuführen.
Es ist gefunden worden, dass diese Neigung zur Entwicklung eines nachteiligen Geschmackes dadurch verhindert oder herabgesetzt werden kann, dass dem Öl eine geringe Menge eines primären aliphatischen Amins mit 12-18 Kohlenstoffatomen in der aliphatischen Kette einverleibt wird.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung wird daher eine geringe Menge eines primären aliphatischen Amins mit 12-18 Kohlenstoffatomen in der aliphatischen Kette einem Speiseöl einverleibt.
Primäre aliphatische Amine zur Verwendung gemäss der Erfindung haben entweder gerade oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffkette, n und können gesättigt uder ungesättigt sein. Als Beispiele von geeigneten Aminen wären zu nennen : Stearylamin, Laurylamin und Oleylamin.
Speiseöle, die gemäss der Erfindung behandelt werden können, schliessen Kokosnussöl und Palmkernöl ein.
Es kann eine so geringe Menge wie 0, 01% des Amins, auf das Gewicht des Öles bezogen, die Neigung des Öles zur Entwicklung eines nachteiligen Geschmackes herabsetzen. Gewöhnlich werden etwa 0, 02% benutzt ; mehr als 0, 05% sind im allgemeinen nicht erforderlich. Es ist möglich, die erforder - liche Aminmenge auf den Schwefelgehalt des Öles abzustimmen.
Das Amin kann dem Öl in irgendeiner geeigneten Stufe bei der Verarbeitung des Öles zugegeben werden, vorausgesetzt, dass eine nachfolgende Behandlung das Amin nicht zerstört oder wesentlich verändert.
Es sollte daher die Bleichstufe nicht nach dem Zusatz des Amins ausgeführt werden. Es ist gefunden worden, dass das Amin vorzugsweise am Ende der Desodorierstufe zuzusetzen ist.
Beispielsweise kann neutralisiertes, gebleichtes und gefiltertes Öl in die Desodoriervorrichtung eingebracht und die Desodorierung in der üblichen Weise ausgeführt werden. Das Amin kann entweder als
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Dampf durch das Öl während einer kurzen Zeit hindurchgehen lassen, bevor man das behandelte Öl endgültig abkühlen lässt.
Das Amin kann einem Öl zugesetzt werden, das keinen Gummigeschmack entwickelt hat, um die Bildung eines solchen Geschmackes zu verhindern oder herabzusetzen ; es kann aber auch einem Öl zugesetzt werden, in welchem sich ein Gummigeschmack oder-geruch schon entwickelt hat, wobei es dann dazu dient, den Gummigeschmack oder-geruch herabzusetzen oder zu beseitigen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Beispiele näher erläutert.
Beispiel l : Eine Probe von rohem Kokosnussöl (freie Fettsäure 8%, Schwefelgehalt 12 Teile je Million Teile Öl) wurde durch Rühren mit 4n NaOH neutralisiert. Nach dem Abtrennen der Seife wurde das Öl'mit 2% Fullererde getrocknet und mit l% aktivierter Fullererde bei 100-1100 unter Kohlendioxyd ge-
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bleicht. Das Öl wurde dann in einem ganz aus Glas bestehenden Laboratoriumsapparat bei 1800 und einem Druck von 1 bis 2 mm Hg 3 Stunden lang desodorisiert. Das desodorisierte Öl wurde in zwei Teile geteilt, und zu dem einen Teil wurden 0, 02% Stearylamin zugesetzt.
Beide Proben wurden dann 30 Sekunden lang ultraviolettem Licht ausgesetzt, worauf die Probe ohne Stearylamin einen starken Gummigeschmack bzw. -geruch entwickelte, während die Stearylamin enthaltende Probe frei von Gummigeschmack bzw. -geruch blieb.
Beispiel 2 : Eine'Probe von rohem Palmkernöl (freie Fettsäure 6, 6%, Schwefelgehalt 12 Teile je Million Teile Öl) wurde durch Rühren mit 4n NaOH neutralisiert. Nach dem Abtrennen der Seife wurde das Öl mit 2% Fullererde getrocknet und mit 1% aktivierter Fullererde bei 100-1100 unter Kohlendioxyd gebleicht. Das Öl wurde dann in einem ganz aus Glas bestehenden Laboratoriumsapparat bei 1800 und einem Druck von 1 bis 2 mm Hg 3 Stunden lang desodorisiert. Das desodorisierte Öl wurde dann in 2 Teile geteilt. Zu dem einen Teil wurden 0, 02% Stearylamin zugesetzt.
Beide Proben wurden dann 30 Sekunden lang ultraviolettem Licht ausgesetzt, worauf die Probe ohne Stearylamin einen starken Gummige- . schmack bzw.-geruch entwickelte, während die Stearylamin enthaltende Probe frei von Gummigeschmack bzw. -geruch blieb.
Beispiel 3 : Eine Probe von rohem Kokosnussöl (. freie Fettsäure 8%, Schwefelgehalt 12 Teile je Million Teile Öl) wurde durch Rühren mit 4n NaOH neutralisiert. Nach dem Abtrennen der Seife wurde
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einem Druck von 1 bis 2 mm Hg 3 Stunden lang desodorisiert. Das desodorisierte Öl wurde in zwei Teile - geteilt, und zu dem einen Teil wurden 0,02% Laurylamin zugesetzt. Beide Proben wurden dann 30 Se- kunden lang ultraviolettem Licht ausgesetzt, worauf die Probe ohne Laurylamin einen starken Gummige- schmack bzw. -geruch entwickelte, während die Laurylamin enthaltende Probe-frei von Gummige- schmack bzw.-geruch blieb.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Behandlung von Speiseöl, vorzugsweise Palmkernöl oder Kokosnussöl, dadurch gekenn- zeichnet, dass man dem Öl eine geringe Menge, beispielsweise 0, 01-0, 05%, bezogen auf das Gewicht des Öles, eines Amins der Formel RNH zusetzt, wobei R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 12-18 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB202670X | 1956-02-23 |
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1957
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