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Die Erfindung betrifft einen Reinigungs- und Entfettungsapparat mit mehreren nach aussen und unter- einander thermisch isolierten Kammern, in welche das zu reinigende und zu entfettende Gut nacheinan- der einzubringen ist, sowie mit einer Ventilationseinrichtung zum Absaugen der von den erhitzten Reini- gungs-und Entfettungsmitteln gebildeten Dämpfe.
Apparate dieser Art sind bereits bekannt und werden z. B. in der Maschinen- und Uhrenindustrie zum
Reinigen und Entfetten vonGuss-, Dreh- undStanzteilen im rohen, bearbeiteten, geschliffenen und polier- ten Zustand verwendet, insbesondere, aber keineswegs ausschliesslich, wenn eine Veredelung derOberflä- che, z. B. auf galvanischem Wege, vorgenommen werden soll.
Bei den bekannten Apparaten dieser Art ist nirgends, der vorliegenden Erfindung gemäss. unterhalb der
Ventilationsschlitze der Ventilationseinrichtung ein Deckel angeordnet, der mit einer Entlüftungsklappe versehen ist.
Diese Einrichtung dient folgendem Zweck :
Während der beispielsweisenDestillation in einer bestimmten Kammer des Apparates ist dieser Deckel geschlossen. Um zu vermeiden, dass beim Öffnen des Deckels unter demselben angestaute, mit Dampf ge- schwängerte Luft plötzlich nach oben in die umgebende Atmosphäre entweicht, was zu verhindern die
Ventilationseinrichtung nicht stark genug gemacht werden kann, ist am Deckel eine Entlüftungsklappe vorgesehen. Diese wird während des Destillationsvorganges oder am Ende dieses Vorganges geöffnet, wo- bei die aus ihr entweichende dampfhaltige Luft in genügendem Masse durch die Ventilationsschlitze hin- durch von einem Ventilator angesaugt werden kann.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist für die Durchführbarkeit eines Destillationsvorganges sehr wich- tig und stellt eine grosse Vervollkommnung des Apparates dar.
In der teilweise nur schematisch dargestellten Zeichnung zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt des Appa- rates, Fig. 2 eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles III von Fig. l, und Fig. 3 eine Draufsicht auf den
Deckel.
Der dargestellte Apparat weist drei Kammern A, B und C auf und einen Abkühlraum D, von denen die beiden ersten zum Betrieb mit einem flüssigen, und die Kammer C zum Betrieb mit einem dampf- förmigen Reinigungs- und Entfettungsmittel vorgesehen sind. Der Abkühlraum D dient zur Abkühlung und
Lüftung des Reinigungsgutes. Als solches Mittel kann z. B. Perchloräthylen verwendet werden. Es ist aber selbstverständlich, dass die Erfindung in keiner Hinsicht durch die Erwähnung dieses Mittels beschränkt werden soll.
Die Kammern A, B und C sind nach aussen mit einer gemeinsamen thermischen Isolation 1 versehen und voneinander durch die Isolationswände 2 ebenfalls thermisch isoliert. Die Kammern sind auf einem
Untergestell aufgebaut, das von vertikalen Profileisen 3 gebildete Füsse aufweist, die mit Blech 4 ver- kleidet sind und z. B. horizontale Träger 5 tragen, auf denen die Kammerwände ruhen.
Um zu verhindern, dass aus den Kammern entweichende Dämpfe in die umgebende Atmosphäre ge- langen, ist über allen Kammern eine Kühleinrichtung angebracht. Ausserdem ist ein Ventilator 11 vor- gesehen, der über den Ansaugstutzen 12 mit dem Hohlraum einer Doppelwand 13 verbunden ist, die z. B. den über den drei Kammern befindlichen Raum 14 auf drei, eventuell auf vier Seiten umgibt. Bei dem dargestellten Apparat ist auf der vierten Seite dieses Raumes eine einfache Wand 15 vorhanden. Da die
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Kühleinrichtung das Steigen der Dämpfe über den Raum 14 verhindert, hat der Ventilator 11 nur noch die Aufgabe, aufsteigende Gerüche, welche durch die erhitzte Luft getragen werden und über den Raum 14 steigen, durch die Schlitze 16 hindurch abzusaugen, die in den Hohlraum der Doppelwand 13 münden.
Diese Schlitze befinden sich oberhalb des Deckels 17, wenn dieser Deckel geschlossen, also in horizontaler Lage ist. Die Schwenkachse des Deckels ist in Fig. 2 mit 18 bezeichnet. Der Deckel ist beim Reinigen und Entfetten offen und wird nur während des Ruhestandes, beim Aufheizen der Bäder und des später erläuterten Destillationsprozesses geschlossen. Der Deckel ist mit einer Entlüftungsklappe 19 versehen (Fig. 3), die um die Achse 20 in die gestrichelt gezeichnete Lage geklappt werden kann. Mit 21 sind die Scharniere des Deckels und mit 22 ist ein Handgriff bezeichnet.
Während der Destillation ist der Deckel 17 geschlossen. Um zu vermeiden, dass beim Öffnen des Deckels unter demselben angestaute, mit Dampf geschwängerte Luft plötzlich nach oben in die umgebende Atmosphäre entweicht, was zu verhindern die Ventilationseinrichtung nicht stark genug gemacht werden kann, ist am Deckel die bereits erwähnte Entlüftungsklappe 19 vorgesehen. Dieselbe wird während des Destillationsvorganges oder am Ende dieses Vorgang es geöffnet, wobei die aus-ihr entweichende dampfhaltige Luft in genügendem Masse durch die Schlitze 16 hindurch vom Ventilator 11 angesaugt werden kann. Die nicht dargestellte Druckleitung des Ventilators führt z. B. über das Dach des Aufstellungsgebäudes des Apparates ins Freie.