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Druckgasangetriebener Schubschalter Als Leistungs- oder Trennschalter wirkende Schubschalter, insbesondere für Höchstspannungen, wer- den meist mit Druckflüssigkeit angetrieben. Zu diesem Zwecke ist mit der Schaltstange ein in einem
Druckzylinder geführter Kolben verbunden, der je nach der Schaltrichtung von jeweils einer Seite her mit der Druckflüssigkeit beaufschlagt-wird.
Aus betrieblichen Gründen kann es erwünscht sein, an Stelle einer Druckflüssigkeit Druckgas, insbe- sondere Druckluft zu verwenden, wobei der Antriebsmechanismus ähnlich sein kann.
Eine kombinierte Anordnung, bei der Druckgas auf eine den Antriebskolben beaufschlagende Druck- flüssigkeit einwirkt, ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift Nr. 739498 beschrieben. Diese Aus- führung zeigt jedoch in der Praxis den Mangel, dass sie erheblich-lange Flüssigkeitsleitungen besitzt, de- ren, bei grösseren Temperaturschwankungen unterschiedliche Reibungswiderstände nur schwer ausgegli- chen werden können, so dass eine stets gleichbleibende Schaltgeschwindigkeit praktisch nicht erzielt wer- den kann.
Gegenstand der Erfindung ist ein solcher druckgasangetriebener Schubschalter, bei dem das Druckgas auf eine Flüssigkeit einwirkt und durch diese der von der Schubstange getragene Arbeitskolben beidseitigbeaufschlagt ist. Ziel der Erfindung ist es, die Flüssigkeitsleitungen möglichst kurz zu halten und das gesamte Flüssigkeitsgestänge in unmittelbarer Nähe des Arbeitszylinders unterzubringen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der den Antriebskolben enthaltende Arbeitszylinder von einem weiteren, nur teilweise mit Flüssigkeit gefüllten, mit dem Arbeitszylinder einseitig in Verbindung stehenden, Gefäss umschlossen ist, in dem die eine Druckluftzuführungsleitung mündet und innerhalb von welchem durch einen Behälter die andere Druckluftzuführungsleitung und die zweite, zum Arbeitszylinder führende Flüssigkeitsleitung eingeschlossen sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes im Schnitt und in schematisierter Darstellungsweise. Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1.
In Fig. 1 ist die Schubstange 2 mit dem Arbeitszylinder 3 in ein Gefäss 9 eingebaut, in dessen Innerem sich exzentrisch ein weiterer, rohrförmiger, oben geschlossener Behälter 11 befindet, dessen Volumen annähernd gleich gross ist wie das Volumen des Arbeitszylinders 3. Dieser Behälter 11 ist mit einer Bremsflüssigkeit gefüllt, welche je nach Stellung der Schubstange 2 bzw. des mit ihr verbundenen Antriebskolbens 4 in das Gefäss 9 oder in den Behälter 11 verdrängt wird. Zu diesem Zweck ist zwischen dem Gefäss 9 und dem Arbeitszylinder 3 eine Durchlassöffnung 7 vorgesehen, welche zwecks Regelung der Schaltgeschwindigkeit im Querschnitt verstellbar ist. Eine Rohrleitung 6 führt vom oberen Ende des Arbeitszylinders 3 bis nahe zum Boden des Behälters 11.
Das Druckgas wird mittels der Druckluftzuführungsleitungen 10 und 5 bis nahe an das obere Ende der jeweiligen Gefässe 9 bzw. 11 geführt, so dass ein Überlaufen der Bremsflüssigkeit in die Druckgasleitung vermieden wird. Eine Drehsicherung für die Schubstange kann dadurch erreicht werden, dass die hohl ausgebildete Schubstange 2, eine mit dem Schaltersocke} 1 fest verbundene, profilierte, vorzugsweise rechteckigen Querschnitt aufweisende, Führungsstange 8 aufnimmt, deren Gegenprofil sich zur Gewährleistung der Verdrehungssicherheit der Schubstange 2 im Antriebskolben 4 befindet.
Aus der in Fig. 1 gezeigten, gesenkten Lage gelangt die Schubstange 2 dadurch in die gehobene Stellung, dass durch die Leitung 10 Druckgas gepresst wird. Dieses drückt die im Gefäss 9 befindliche Flüssigkeit durch die die Bremswirkung hervorrufende Durchlassöffnung 7 in den Arbeitszylinder 3 unter den An-
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triebskolben 4, der dadurch mitsamt der Schubstange 2 nach oben gestossen wird. Die ober dem Kolben befindliche Flüssigkeit fliesst aus dem Arbeitszylinder 3 durch die Leitung 6 in den Behälter 11, wodurch die Gasfüllung durch die Leitung 6 abströmt. In entgegengesetztem Sinne, doch in gleicher Weise, vollzieht sich das Senken der Schubstange aus der oberen in die untere Endstellung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. DruckgasangetriebenerSchubschalter bei dem das Druckgas auf eine Flüssigkeit einwirkt und durch diese der von der Schubstange, getragene Arbeitskolben beidseitig beaufschlagt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der den Antriebskolben (4) enthaltende Arbeitszylinder (3) von einem weiteren nur teilweise mit Flüssigkeit gefüllten, mit dem Arbeitszylinder (3) einseitig in Verbindung (7) stehenden Gefäss (9) umschlossen ist, in dem die eine Druckluftzuführungsleitung (10) mündet, und innerhalb von welchem durch einen Behälter (11) die andere Druckluftzuführungsleitung (5) und die zweite zum A rbeitszylinder (3) füh- rende Flüssigkeitsleitung (6) eingeschlossen sind.