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Hydraulische Kletterkatze für verschiedene Verwendungszwecke
Alle bisherigen bekannten hydraulischen Kletterkatzen, welche einen Hub, der ein Vielfaches der Kolbenlänge ausmacht, besitzen, sind in ihrer Konstruktion so gehalten, dass der bzw. die Hubzylinder an einer zentral gelegenen Hubstange emporwandem. Das abwechselnde Festhalten des Zylinders bzw. des Kolbens an der zentralen Führungsstange erfolgt durch Klemmen von entsprechenden Klemmbacken an der Führungsstange. Die Anordnung einer zentralen Führungsstange bedingt, durch die Knickgefahr derselben, eine begrenzte Hubhöhe, da die Verankerung der zentralen Führungsstange an einem bestehenden Bauwerk äusserst schwierig, in den meisten Fällen überhaupt nicht mehr durchführbar ist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung, wird der hydraulische Zylinder mit Kolben ausserhalb dieser zentralen Führungsstange m Führungsschienen geführt. Durch diese Anordnung ist das Befestigen und Unterstützen der Führungsschienen in beliebigen Abständen möglich, ohne dadurch die Auf-und Abwärtsbewegung des Hubgerätes zu behindern.
Ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung zeigen die Zeichnungen : Fig. 1 die Kletterkatze zwischen zwei Führungsschienen mit Arretierung durch Knaggen in denselben. Fig. 2 einen Schnitt durch die Kletterkatze. Fig. 3 eine Seitenansicht der Kletterkatze mit den angebauten Steuerschiebern und Steuerstangen. Fig. 4 die Kletterkatze mit einer Führungsschiene und Umklammerung derselben. Fig. 5 die Kletterkatze mit einem Schnitt durch den Steuerschieber 7 mit Schema der Druckflüssigkeitsleitung. Fig. 6 die Kletterkatze mit einem Schnitt durch den Steuerschieber 8 mit Schema der Druckflüssigkeitsleitung. Fig. 7 eine Seitenansicht der Umklammerung der Führungsschiene. Fig. 8 eine Draufsicht der Führungsschienenumklammerung.
Die Leitschienen sind in der Art von Zahnstangen od. ähnl. Ausführung, je nach Verwendungszweck, in einfachster Art herzustellen, wobei das Material bzw. die Gestaltung derselben dem Verwendungszweck und der zu bewältigenden Last entsprechen muss. In der Gleitbauweise, z. B. beim Eisenbetonbau, sollen sie mit eingegossen werden und die Verlängerung der Schienen in sinnvoller Weise während der Arbeit des Hebegerätes vorgenommen werden. Auf dieser bzw. zwischen diesen Schienen bewegt sich nun das Hebegerät.
Eine beispielsweise Ausführung dieser Umklammerung der Führungsschienen ist in den Fig. 7 und 8 aufgezeigt.
Erfolgt die Führung der Kletterkatze in zwei an einer Seite angebrachten Führungsschienen, so können bei jeder Knagge sinngemäss entweder die beiden inneren oder die beiden äusseren Stege 13 mit den Rollen 14 entfallen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die beiden nebeneinanderliegenden Führungschienen zusätzlich gegeneinander zu verstreben. Erfolgt die Führung desHubgerätes mit innen liegenden Stegen 13 und Rollen 14, so können die beiden Führungsschienen nach aussen gut verankert werden, wie dies z. B. in einem Schacht von Vorteil Ist.
Dieses Hebegerät besteht aus einem Zylinder 1 und einem Kolben 2, auf denen sich die Stege 13 mit Rollen 14 befinden. Zylinder 1 und Kolben 2 sind durch Zugfedern 9 miteinander verbunden. Weiters sind am Zylinder zwei Schieber 7 und 8 angebaut, welche durch die Steuerstangen 7a und 8a geschaltet werden. Der Schieber 7 dient zur Aufwärtsbewegung des Hebegerätes an den Führungsschienen, die Schieber 7 und 8 gemeinsam zur Abwärtsbewegung des Hebegerätes in den Führungsschienen.
Die Aufwärtsbewegung der Kletterkatze in den Führungsschienen : Durch eine Schlauchleitung wird über den Schieber 7 Pressflüssigkeit in den Zylinder 1 des Hebegerätes gefördert. Der Kolben 2 wird herausgedrückt ; da er jedoch durch die Knaggen 4 am Abwärtsgehen verhindert ist, wandert der Zylinder 1 nach oben, bis durch die Steuerstange 7a der Schieber 7 umgeschaltet wird. Dadurch wird die Einström-
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Öffnung'geschlossen und die Ausströmöffnung geöffnet. Die Knaggen 3 werden unter dem Druck der Feder 10 ständig nach aussen in die Ausnehmungen der Führungsschienen gedrückt und verhindern nun so ein Abwärtsgehen des Zylinders 1. Die beiden Zugfedern 9 ziehen den Kolben 2 nun wieder in den Zylinder 1.
Die im Zylinder 1 befindliche Pressflüssigkeit fliesst über den Schieber 7 und eine Schlauchleitung drucklos in den Pressflüssigkeitsbehälter zurück. Haben die Zugfedern 9 den Kolben 2 ganz in den Zylinder 1 hineingezogen, schaltet die Steuerstange 7a den Schieber 7 wieder in seine andere Endlage. und der Arbeitstakt beginnt wieder wie eingangs beschrieben. Nun beginnt wieder der Zylinder 1 nach oben zu wandern. Dies wiederholt sich so lange als Pressflüssigkeit in den Zylinder 1 gepresst wird.
Die Abwärtsbewegung der Kletterkatze in den Führungsschienen : Um die Kletterkatze wieder in ihren Führungsschienen 12 abwärtsbewegen zu können, muss über einen Steuerapparat ein hydraulischer Steuerdruck durch eine Schlauchleitung in den Schieber 8 geleitet werden, welcher ebenfalls am Zylinder 1 derKletterkatze montiert ist. Es tritt nunPressflüssigkeit über die Schlauchleitungen und den Schieber 7 in den Zylinder 1. Der Kolben 2 wird herausgedrückt bzw. der Zylinder 1 wandert noch so lange nach oben, bis die Steuerstange 7A den Schieber 7 umschaltet. Im selben Augenblick wird aber auch die Steuerstange 8A des nun ins Schaltschema eingeschlossenen Schiebers 8 so gesteuert, dass der Zulauf des Steuerdruckes zu den Kolben 5 der Knaggen 3 freigegeben wird.
Dadurch werden die Knaggen 3 entgegen dem Druck der Feder 10 an den Zylinder 1 herangezogen und können nicht mehr in die Ausnehmungen der Führungsschienen eingreifen. Durch das Eigengewicht des Zylinders l, der Kraft der Zugfeder 9 sowie des eventuellen auf der Ladefläche befindlichen Gewichtes, wird der Zylinder 1 nach unten bewegt. Der Kolben 2 ist jedoch durch seine Knaggen 4 am Abwärtsgehen noch gehindert. Infolgedessen schiebt sich der Zylinder 1 über den Kolben 2, und die im Zylinder 1 befindliche Pressflüssigkeit fliesst drucklos über den Schieber 7 in den Pressflüssigkeitsbehälter zurück. Sind Zylinder 1 und Kolben 2 ganz ineinandergeschoben, so werden die beiden Schieber 7 und 8 durch ihre Steuerstangen 7A und 8A umgeschaltet.
Die Knaggen 3 rasten nun durch den Druck der Feder 10 in den Führungsschienen wieder ein und verhindern ein weiteres Abwärtsgleiten des Zylinders 1. Der Steuerdruck wird nun über den Schieber 8 zu den Kolben 6 der Knaggen 4 geleitet und zieht die Knaggen 4 entgegen dem Druc'k der Feder 11 an den Kolben 2.
Die Knaggen 4 kommen dadurch aus den Eingriffen in den Führungsschienen und geben den Weg des Kolbens 2 nach abwärts frei. Der Zylinder 1 bleibt nun infolge der Arretierung durch seine Knaggen 3 in den Führungsschienen so lange in Ruhestellung, als die Pressflüssigkeit, welche über den Schieber 7 in den Zylinder 1 geleitet wird, den Kolben 2 nach abwärts drückt. Hat der Kolben 2 beim Abwärtsdrücken eine bestimmte Lage erreicht, so werden die beiden Schieber 7 und 8 durch die Steuerstangen 7A und 8A abermals umgeschaltet. Es rasten nun durch Wegfallen des Steuerdruckes die Knaggen 4 wieder in die Führungsschienen ein, wogegen die Knaggen 3 durch den Steuerdruck an den Zylinder 1 gezogen werden.
Der Zylinder 1 kann jetzt wieder abwärts wandern und die in ihm befindliche Pressflüssigkeit über den Schieber 7 drucklos in den Pressflüssigkeitsbehälter fördern.
Die in den Figuren dargestellten Variationen der wechselseitigen Arretierung des Zylinders 1 bzw. des Kolbens 2, mittels der Knaggen 3 und 4 in den Führungsschienen 12, ist eine rein beispielsweise Darlegung. An Stelle der Knaggen können beliebig andere Arretierungsmittel z. B. Zahnräder mit Arretierungsklinken oder nur waagrecht bewegliche Kolben mit keilförmigem Eingriff in den Führungsschienen od. ähnl. verwendet werden.
Bei entsprechender Berücksichtigung in der Konstruktion und Ausführung des Gerätes kann dasselbe natürlich nicht nur für senkrechte Auf- und Abwärtsbewegung der Kletterkatze, sondern auch in jeder beliebigen Neigung von der Senkrechten bis zur Waagrechten verwendet werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Kletterkatze fix zu montieren und die entsprechenden Führungsschienen auf-und abwärts zu bewegen.
Natürlich kann das beschriebene Gerät nicht nur mit Flüssigkeit, sondern bei entsprechender Berücksichtigung in der Konstruktion, ebenso mit Pressluft oder andern gasförmigen Druckmitteln betrieben werden.
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