AT200522B - Verfahren zum Reinigen und Sterilisieren von Badewasser - Google Patents
Verfahren zum Reinigen und Sterilisieren von BadewasserInfo
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Description
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Verfahren zum Reinigen und Sterilisieren von Badewasser
Bekanntlich werden, um die Wärmeverluste so gering als möglich zu halten und eine ständige Reinheit des Wassers zu gewährleisten, die Badewässer im Umwälzverfahren filtriert und mit Hilfe von Chemikalien von den Kolloiden befreit und sterilisiert.
Als Ausflockungsmittel werden verwendet Aluminiumsulfat, Eisenchlorid u. dgl., wobei zur Neutralisation des Badewassers Natriumbikarbonat, Kalziumhydroxyd u. dgl. hinzugegeben wird. Als Sterilisationsmittel dienen Chlor, Natriumhypochlorit und andere geeignete Chemikalien.
Es ist üblich, im Umwälzverfahren je Kubikmeter Wasser und je Stunde folgende Mengen zuzusetzen :
10 g Aluminiumsulfat und
5 g Natriumkarbonat oder 5 g Eisenchlorid und
10 g Kaliumhydroxyd als Flockungsmittel und
2 g Chlor oder 1 g Chlordioxyd als Sterilisationsmittel.
Diese Mengen beziehen sich auf normalen Badebetrieb, wo etwa 2 m3/h je Badegast umgewälzt werden. Bei schwächerer oder stärkerer Benützung sind die angegebenen Mengen herabzusetzen oder zu vergrössern.
Bei den bekannten Verfahren werden diese Chemikalien kontinuierlich in kleinen Mengen einem dem Badebecken entzogenen Teil des Badewassers zugesetzt, der nach mechanischer Reinigung durch Filtrierung wieder dem Badebecken zugeleitet wird.
Es wurde nun überraschenderweise festgestellt, dass die Wirkung der Sterilisation bedeutend verbessert werden kann, wenn die entsprechenden Chemikalien nicht kontinuierlich, sondern stossweise zugegeben werden. Völlig unvorhersehbar ist es gewesen, dass diese verbesserte Wirkung auch mit geringeren Mengen als den üblichen erzielt wird. So genügen im allgemeinen die halben Mengen.
Diese Erscheinung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich die im ersten Entwicklungsstadium befindlichen Lebewesen bei den üblichen Verfahren rasch an die Zugabe von Giften gewöhnen, wodurch selbst bei immer grösser werdenden Mengen an zugegebenen Chemikalien kein voller Erfolg erreicht wird. Im Gegensatz hiezu werden diese Lebewesen durch die kurze, aber vorübergehend höhere Konzentration an Sterilisationsmittel des abgezweigten Badewassers im Umlaufsystem wirksam bekämpft.
Es ist zweckmässig, auch die übrigen zuzusetzenden Chemikalien, wie Ausflockungsmittel u. dgl., im gleichen Rhythmus wie die Sterilisationsmittel zuzugeben. Die in diesen Fällen aufzuwendenden Mengen können ebenfalls etwa halb so gross sein wie die Mengen, die bei den bekannten kontinuierlichen Verfahren vorgesehen werden müssen.
Infolge der verringerten Zugabe chemischer Stoffe verringert sich auch die lästige Geruchserscheinung, was einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bildet.
Die besten Ergebnisse wurden mit einem vierstündigen Zyklus erzielt. Die Behandlungspausen sind meist mehrfach grösser als die Zeitspannen, in denen Chemikalien zugesetzt werden, und sind etwa 2-5 Stunden lang.
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Beispiel : Der Inhalt eines Badebeckens beträgt etwa lOOOm3Wasser, das innerhalb von 8 Stunden umgewälzt wird. Dem laufend dem Becken entnommenen Wasser wird in einem Zeitraum von 15 Minuten 500 g Chlor, 1000 g Aluminiumsulfat und 900 g Natriumkarbonat zugesetzt. Zwischen den jeweiligen Zeitspannen, innerhalb der diese Chemikalien zugesetzt werden, liegt eine Pause von 4 Stunden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Reinigen und Sterilisieren von Badewasser, bei dem laufend ein Teil des Badewassers dem Badebecken entzogen, mit Chemikalien versetzt, filtriert und dem Badebecken wieder zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Sterilisationsmittel stossweise zugesetzt werden, indem die Behandlungspausen grösser sind als die vorzugsweise unter einer Stunde liegende Behandlungsdauer und jeweils etwa 2-5 Stunden betragen.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Ausflockungsmittel und sonstige Chemikalien im Rhythmus der Sterilisationsmittel zugegeben werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Hälfte der bei kontinuierlicher Behandlung erforderlichen Mengen des Flockungsmittels, u. zw. etwa 5 g Aluminiumsulfat und 2, 5 g Natriumkarbonat oder 2, 5 g Eisenchlorid und 5 g Kalziumhydroxyd, ebenso nur die Hälfte des notwendigen Sterilisationsmittels, 1I. zw. 1 g Chlor oder 0, 5 g Chlordioxyd pro Kubikmeter Wasser, zugesetzt werden.
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