AT118375B - Verfahren zur Konservierung und zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung von Schwefelwasser. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung und zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung von Schwefelwasser.

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AT118375B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren znr Konservierung und zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung von Schwefelwasser. 



   Es ist bekannt, das   natürliche Schwefelthermalwasser zu Heilzwecken,   u. zw. in Form von Badeoder Trinkkuren zu verwenden, wobei man aber bisher an den Ort des Quellenvorkommens gebunden war, weil der Schwefelgehalt des Thermalwassers rasch an Wirksamkeit verliert, indem ein grosser Teil in Form von Schwefelwasserstoff entweicht und ein anderer Teil als molekularer Schwefel ausfällt und dadurch für den Organismus schwer oder gar nicht resorbierbar wird. 



   Bekannt ist auch die therapeutische Wirkung radioaktiver Substanzen, wobei man nicht nur die natürlichen radioaktiven Quellen zu Heilzwecken verwendet hat, sondern auch an sich nicht radioaktive Mineralwässer mit radioaktiver Substanz versetzt hat, um deren therapeutische Wirksamkeit zu erhöhen. Auch Medikamente wurden solchen Heilwässern zugesetzt ; die Heilwirkung dieser bekannten radioaktivierten Mineralwässer beruhte im wesentlichen auf der Summenwirkung ihrer Bestandteile, die sich gegenseitig nicht beeinflussten. 



   Der Gegenstand der Erfindung unterscheidet sich von diesen bekannten Heilmitteln dadurch, dass das Schwefelwasser mit radioaktiven Substanzen versetzt oder behandelt wird, wodurch eine Konservierung der Wirksamkeit seines Schwefelgehaltes und gleichzeitig eine über die   Summenwukung   hinausgehende Steigerung der an sich schon vorzüglichen therapeutischen Wirkung des Schwefels wie der radioaktiven Substanzen erzielt wird. 



   Die   Heilwirkung   des Schwefelwassers wurde nämlich bei manchen Kranken dadurch behindert, dass der intensive unangenehme Geruch des entweichenden Schwefelwasserstoffes starke Unlustgefühle bis zur Idiosynkrasie hervorrief und dass auch die Aufnahmsfähigkeit des Verdauungsapparates für die Schwefelverbindungen in ihrer natürlichen Form (bei manchen Erkrankungen mehr, bei andern minder begrenzt war. Durch die Einwirkung der radioaktiven Substanzen werden nun offenbar die im natürlichen Schwefelthermalwasser enthaltenen Schwefelverbindungen derart verändert, dass sie sowohl haltbarer (Konservierung) als auch leichter resorbierbar gemacht werden und den   ekelerregenden Geruch verlieren   (therapeutische Verbesserung). 



   Es wurden folgende Vergleichsversuche vorgenommen : Einer Badener Schwefelquelle wurden zwei Proben zu je 550 cm3 entnommen und in vollkommen von dieser Flüssigkeit erfüllten Flaschen dicht verschlossen. Bei der einen Probe wurden vorher 150 em3 durch schwefelfreies Wasser mit einem Gehalt an Radiumemanation von 1,200. 000 Mache-Einheiten ersetzt. 10   em3 frischen Schwefelthermalwassers   wurden mit 10 em3 5% iger salzsaurer   Kupfersulphatlosung   versetzt und der erhaltene   schwarzbraune   Niederschlag von Kupfersulfur gesammelt und geglüht. Das so erhaltene Kupferoxyd wurde gewogen und betrug   0'0134 g..   



   Es wurden nun nach 24 Stunden die beiden Probeflaschen geöffnet. Der nicht mit Radiumemanation versetzten Flüssigkeit entwich alsbald der Schwefelwasserstoff, während sich ein flockiger Satz von Schwefel bildete. Das Thermalwasser war also für therapeutische Zwecke unbrauchbar geworden. Hingegen fehlte bei der mit Radiumemanation versetzten Probe sowohl der charakteristische Schwefelwasserstoffgeruch beim Öffnen der Flasche als auch jede Trübung oder Ausfällung. Die oben für frisches Thermalwasser beschriebene Probe ergab für 10 em3 einen Gehalt von   0'0098 g Kupferoxyd,   was unter   Berücksichtigung   der oben angegebenen Verdünnung einem Wert von   0'0135 g reduziert   auf das Thermalwasser ergibt.

   Die Differenz von   O'OOOlg   zugunsten des mit Emanation versetzten Schwefelwassers 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 reaktion eintrat. 



   Die Natur der Schwefelverbindungen, in, welche der Schwefelgehalt des Thermalwassers durch die radioaktive Beimischung übergeführt wurde, ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass zumindest ein Teil der Wirkung indirekt dadurch zustande kommt, dass durch die strahlende Energie im Wasser Wasserstoffsuperoxyd und Ozon gebildet werden, die in Statu   nascendi   auf den Schwefelgehalt des Thermalwassers einwirken und diesen in komplizierte niedrige Oxydationsstufen umwandeln, deren leichte Resorbierbarkeit bei relativer Geruchfreiheit bekannt ist. 



   Praktisch werden für Trinkzwecke 15. 000-100. 000 Mache-Einheiten auf   l ! Schwefelwasser,   für Badezwecke 500. 000-1, 000.000 Macho-Einheiten auf   l !.   mit Erfolg angewendet. Für Trinkzwecke können auch medikamentöse Stoffe in minimalen Spuren beigemischt werden, so z. B. für die Behandlung von Diabetes Synthalin, wobei ebenfalls festgestellt wurde, dass der Organismus das Medikament besser verträgt und eine grössere Heilwirkung erzielt wird als bei der bisherigen Anwendung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Konservierung und zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung von Schwefelwasser, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwefelwasser mit radioaktiven Substanzen, insbesondere   Badiumenianation,'versetzt   oder behandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, gekennzeichnet durch Anwendung von 15. 000-1, 000.000 MacleEinheiten auf 1 l Schwefelwasser.
AT118375D 1929-03-06 1929-03-06 Verfahren zur Konservierung und zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung von Schwefelwasser. AT118375B (de)

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