AT146628B - Verfahren zum Reinigen von Wasser. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Wasser.

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AT146628B
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  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Reinigen von Wasser. 



   Die Verfahren zum Reinigen von Wasser für   Genuss-und gewerbliche Zwecke   gehen darauf hinaus, die für die einzelnen Anwendungen des Wassers schädlichen Bestandteile des Wassers zu beseitigen. 



  Für die Verwendung des Wassers als Trinkwasser ist in erster Reihe seine Sterilität, d. h. Abwesenheit von Keimen und Erzielung von einwandfreiem Geruch und Geschmack notwendig. Für viele gewerbliche Zwecke muss ferner der Gehalt an freier Mineralsäure (Kohlensäure), Sauerstoff, vorübergehender und bleibender Härte herabgesetzt bzw. beseitigt werden. Chemisch gehören die bei diesen Reinigungsmassnahmen verwendeten Stoffe in die Gruppe der Oxydations-, bzw. Reduktionsmittel und der alkalisierenden Stoffe. Ferner ist es von Wichtigkeit, dass die Reinigungsvorgänge   arbeitstechniseh   in einfachen Prozessen vorgenommen werden, wobei der Prozess des Fliessenlassens über ein Kontaktmittel, welches die besagten Reaktionen durchführt, wohl der einfachste und sicherste ist. 



   Es wurde gefunden, dass ein derartiges Mittel, welches auf dem Kontaktwege die einzelnen Reini-   gungsprozesse   des Wassers   durchzuführen   gestattet, in der Anwendung von   stüekförmigem,   wasserbeständigem, basischem oder neutralem Kalziumsulfit besteht, wie es z. B. nach dem österr. Patent Nr. 142563 erzeugt wird. Diese Produkte enthalten als wirksame Bestandteile entweder nur neutrales Kalziumsulfit, oder neben diesem mehr oder weniger überwiegend Kalziumoxyd bzw. Kalziumhydroxyd. 



  Diese beiden Bestandteile reagieren nun entweder mit den Stoffen, die im Wasser von Haus aus enthalten sind oder die zwecks Erzielung bestimmter Effekte zum Wasser zugesetzt werden. So ist ein häufig angewendetes Mittel zum Töten von Keimen im Trinkwasser Chlor, dessen zweckmässigerweise verwendeter   Überschuss   dann wieder entfernt werden muss. Die freie Kohlensäure des Wassers oder dessen vorübergehende Härte werden gleichfalls durch den Gehalt an Kalziumoxyd bzw. Hydroxyd beim   Durchfliessenlassen   über   stückformiges,   wasserbeständiges, basisches Kalziumsulfit beseitigt. 



   Die Verwendung von Sulfiten in der Wasserreinigungstechnik war schon öfters Gegenstand von Patenten. So   schützt   z. B. die österr. Patentschrift Nr. 69065 die Anwendung von schwefeligsauren Salzen zur Beseitigung von Sauerstoff im Wasser, wobei aber bestimmte Mengen des Sulfits zu abgemessenen Wassermengen hinzugefügt werden. Die für das Verfahren gemäss der Erfindung charakteristische Verwendung von stückigem wasserbeständigem Kalziumsulfit, welches erst ein kontinuierliches   Hindurchfliessenlassen   des Wassers gestattet, findet dabei nicht statt. 



   Das in Frage kommende Kalziumsulfit muss in stückiger, wasserbeständiger Form vorliegen, um dem durchfliessenden Wasser keinen besonderen Widerstand zu bieten und auch bei langem Gebrauch diesen Zustand beizubehalten ohne an Festigkeit oder Härte einzubüssen. Um den erwähnten Bedingungen zu entsprechen, muss es daher-je nach Verwendungszweck-entweder lediglich die Komponente   CaSOs   oder die beiden Komponenten   CaO   und   CaSOs   enthalten, d. h. als neutrales oder basisches Salz vorliegen, demnach dem allgemeinen Schema 
 EMI1.1 
 entsprechen. 



   Das Verfahren der Erfindung soll nachstehend durch eine Reihe von Ausführungsbeispielen erläutert werden, die je nach Erfordernis abzuändern sind, ohne dass hiedurch das Wesen der Erfindung berührt wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 1 : Das zu sterilisierende Wasser wird gegebenenfalls nach Behandlung mit   Klärmitteln   wie schwefelsaures Aluminium oder Eisen, Aktivkohle u. dgl. mit ausreichenden Mengen eines keimtötenden Stoffes wie Chlor, Hypochlorit, Ozon, Wasserstoffsuperoxyd versetzt und nach entsprechender Einwirkungszeit über   stückförmiges,   wasserbeständiges, basisches oder neutrales Kalziumsulfit geführt. Der noch vorhandene Überschuss des   keimtötenden   Mittels, dessen Wirkung auf der Bildung von naszierendem Sauerstoff beruht, wird nach dem Schema 
 EMI2.1 
 restlos entfernt. 



   Beispiel 2 : Das zu reinigende Wasser wird mit einem Oxydationsmittel wie Chlor, Hypochlorit, Ozon, Wasserstoffsuperoxyd versetzt, wodurch das als Ferrorverbindung gelöste Eisen in das   unlösliche   Eisenoxydhydrat umgewandelt wird. Zur Abscheidung des letzteren passiert das Wasser ein Sandfilter und nachher einen mit dem vorerwähnten stückförmigen wasserbeständigen Kalziumsulfit gefüllten Behälter, wobei   der Überschuss   des Oxydationsmittels restlos beseitigt wird. 



   In ähnlicher Weise wird auch bei der Manganausscheidung das Oxydationsmittel beseitigt. 



   Beispiel 3 : Das zu reinigende Wasser, das die Bikarbonate oder Sulfate oder Chloride des Kalziums und Magnesiums enthält, wird über das erwähnte basische,   stüekförmige,     wasserbeständige Kalzium-   sulfit mit möglichst hohem   CaO-Anteil   geführt. Hiedurch werden nach dem Schema- 
 EMI2.2 
 die löslichen Bikarbonate des Kalziums und Magnesiums in die unlöslichen Karbonate umgewandelt ; der Überschuss an gelöstem basischem Kalziumsulfit und das als Sulfat oder Chlorid im Wasser vorhandene Kalzium und Magnesium, wird durch Alkalikarbonat-oder Phosphat gefällt. Die ausgefällten Salze des Kalziums und Magnesiums werden durch Filtration beseitigt. Hiebei wird das Wasser grösstenteils auch vom Eisen befreit. 



   Beispiel 4 : Das zu reinigende Wasser wird durch einen mit dem erwähnten basischen Kalziumsulfit gefüllten Behälter geschickt. Man reguliert die Durchlaufgeschwindigkeit derart, dass der gelöste Anteil an basischem Kalziumsulfit den Alkalitätsgrad von pH-Werte über 7 bewirkt. 



   Die in den Beispielen angeführten Ausführungsformen können sinngemäss auch kombiniert werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Reinigung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass man das Wasser über   stück-   förmiges, wasserbeständiges, basisches oder neutrales Kalziumsulfit fliessen lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser vor dem Überleiten über das stückförmige Kalziumsulfit mit einem Klärmittel wie Aluminiumsulfat, Eisensulfat, Aktivkohle u. dgl. behandelt wird und die ausgeschiedenen Niederschläge in geeigneter Weise beseitigt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser vor dem Überleiten über das stückförmige Kalziumsulfit mit einem keimtötenden und oxydierenden Mittel behandelt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser nach dem Überleiten über das stückförmige Kalziumsulfit mit Alkalikarbonat oder Alkaliphosphat behandelt wird und die ausgeschiedenen Niederschläge in geeigneter Weise beseitigt werden.
AT146628D 1933-10-24 1934-10-17 Verfahren zum Reinigen von Wasser. AT146628B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN115528626A (zh) * 2022-10-27 2022-12-27 安徽开达电力科技有限公司 一种具有散热组件的密集化母线槽

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