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Österreichische
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Die Zylinder, hauptsächlich der Explosionskraftmaschinen, werden im Inneren sehr stark angegriffen, was häufige, kostspielige und umständliche Verbesserungen durch Ausbohren nötig macht, um dem Zylinder wieder seinen kreisrunden Querschnitt zu geben.
Da er aber dadurch im Inneren einen grösseren Durchmesser erhält, so ist damit auch die Beschaffung eines neuen Kolbens nach jedem Ausbohren notwendig.
Man hat zur Minderung dieses Übelstandes zwar vorgeschlagen, die Zylinderlaufnächo aus einem besonderen, röhrenförmigen Einsatz zu bilden, welcher nach eiogetrctener Abnutzung durch einen neuen ersetzt worden kann ; bei den erheblichen Temperaturunterschieden aber, welche zwischen dem wasser-) der luftgekühlten Körper des Zylinders und der erhitzten Einlage, besonders bei Verbrennungskraftmaschinen, herrschen. darf, um die freie Beweglichkeit der Einlage im Zylinder zu sichern und Klemmungen und Pressungen zu vermeiden, dieselbe nicht aus einem geschlossenen Rohr bestehen.
Nach der Zeichnung sind deshalb einzelne Streifen b aus geeignetem Stoff, in der Hauptsache aus Metall, dem kreisförmigen Querschnitt des Zylinders entsprechend geformt und an ihren Längsseiten mit beliebig gestalteten Zähnen und Zahnlücken c, cl versehen, durch die sie derart untereinander mittelbar oder unmittelbar verbunden sind, dass sie sich in ihrer Gesamtheit xu einem Kohr ergänzen, welches die gauze, für den Kolbenweg in Hctrac. ht kommende Innenniche des Zylinders bekleidet. Das so gebildete Rohr wird, wie Fig. 1 zeigt, in eine ringförmige Aussparung des Zylinders eingelegt.
Innerhalb dieser Einlage, deren einzelne Stücke durch den Kolben in ihrer Lage festgehalten worden und nicht nach innen zusammenfallen können, gleitet der beliebig gestaltete Kolben, ohne mit dem Zylinderkörper selbst in Berührung zu kommen, so dass die Abnutzung allein auf die auswechselbare, als Gleitfläche dienende Einlage beschränkt ist.
Um bei eintretender Abnutzung ein Zittern und Klappern der einzelnen Teile der Einlage zu verhindern, kann man, wie in Fig. 1 und 2 bei x angedeutet ist, einen Spannring, eine federnde Spirale oder ein sonst geeignetes Element von aussen, d. h. zwischen Zylinderwand und Einlage, um diese herumlegen.
Dadurch würde aber nicht verhindert, dass sich Schmutz, festgebrannte Ölteile, Ölkohle oder sonstige feste Körper hinter den Einlagestreifen festsetzen und diesen die zum Ausdehnen und Zusammenziehen nötige Beweglichkeit nehmen. Auch würde durch Fremdkörper die Berührung der einzelnen Teile der Einlage mit dem Zylinderkörper und damit die erwünschte Möglichkeit der Abkühlung an der wassergekühlten Zylinderwand wesentlich beschränkt, unter Umstanden auch eine gefährliche Überhitzung herbeigeführt.
Deshalb wird die Bohrung des Zylinders nach dem Inneren zu verjüngt ; die einzelnen Streifen der Einlage werden entsprechend keilförmig gestaltet und eine Anordnung derart getroffen, dass nach eingetretener Abnutzung der Gleitfläche das die Einlage bildende Rohr im ganzen durch eine beliebige Vorrichtung nachgeschoben werden kann, so dass fortwährende Berührung zwischen der kühlenden Zylinderwand und der Einlage gewahrt bleibt und der Ablagerung wärmeisolierender Fremdkörper zwischen beiden vorgebeugt ist.
Nach Fig. 3 ist zu diesem Zwecke-ein auf dem Zylinder verschiebbarer, mit demselben beliebig zu verkuppelnder Ring d gewählt, gegen den sich die Einlage stützt und dessen Bewegung sie folgen muss.
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Die Anordnung der aus einzelnen verkämmten Streifen bestehenden Einlage bietet gleichzeitig den Vorteil, dass das Schmiermittel in den zur Wahrung der Beweglichkeit verbleibenden Lücken, welche in der Zeichnung bei y angedeutet sind, einen sicheren Halt findet und dadurch eine stets reichliche und über die ganze Gleitfläche gleichmässige Verteilung desselben stattfindet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Zylinder mit auswechselbarem Einsatz, hauptsächlich für Explosionskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der die Gleitfläche bildende Einsatz aus mehreren, der Zylinderwand entsprechend geformten, an ihren Längskanten vorkuppelten, in ihrer Gesamthoit sich zu einem druckdichten Rohr ergänzenden Platten oder Stäben (b) besteht.