AT19777B - Verfahren der Behandlung von Kartoffelstärke mit Chlor in der Wärme. - Google Patents
Verfahren der Behandlung von Kartoffelstärke mit Chlor in der Wärme.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 19777. SIEMENS & HALSKE, AKTIENGESELLSCHAFT iN BERLIN. Verfahren der Behandlung von Kartoffelstärke mit Chlor in der Wärme. EMI1.1 tümlichen Geruchs nach ätherischem Öl durch Chlor oder Chlorwasser in der Wärme. Die nach den gegenwärtig in der Technik üblichen Verfahren hergestellte Kartoffel- stärke, rohe oder auch schon gebleichte Handelsstärke, besitzt einen eigentümlichen Geruch nach ätherischem Öl, welcher in durchdringender und belästigender Form beim Aufschliessen der Stärke zu Traubenzucker in Erscheinung tritt und auch die Ursache des widerlichen Geschmacks und Geruchs der Dextrine bildet, welche aus solcher Handelstärke hergestellt werden. EMI1.2 dieses schlechten Geruchs und Geschmacks der Kartoffelstärke durch Chlor unter Anwendung von Wärme erreicht wird. Das neue Verfahren wird in der Weise ausgeführt, dass man Kartoffelstärke in Milch- EMI1.3 Stärke. schon nach kurzer Einwirkung dahin erfolgt, dass herausgenommen Proben beim Kochen mit Schwefelsäure oder einer anderen Säure keinen ätherisch-widerlichen, dextrin- artigen Geruch mehr zeigen. Wird eine Überführung der Stärke in Zucker nicht beabsichtigt, so lässt man die Stärke im Rührbottich absetzen, wäscht sie mit Wasser aus, trocknet sie in der üblichen Weise und erhält dann eine Handelsware, welche bei Weiterverarbeitung auf Derivate geruchlose Produkte liefert. In dem Falle, wo die Stärke als geruchloses Ausgangsmaterial bei der Herstellung von Stärkezucker dienen soll, wird die derartig bis zur Geruchlosigkeit vorbehandeito Stärkemilch in der üblichen Form mit Säuren versetzt und auf Dünnsaft verkocht. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich nicht um eine beschleunigte Wirkung des Chlors im Sinne einer Bleichwirkung, sondern es sollen für das Chlor durch die Anwendung von höheren Temperaturen Bedingungen geschaffen werden, bei welchen es im- stande ist, abbauend oder substituierend auf das in der Kartoffelstärke enthaltene ätherische Öl einzuwirken, also Wirkungen äussert, die ihm bei Anwendung der im Kartoffelstärke- betrieb ökonomisch zulässigen Mengen in der Kälte nicht zukommen. Dio Bleichwirkung, weiche man auch durch andere Mittel erreichen könnte, ist zunächst ganz nebensächlich. Die chemische Einwirkung des Chlors auf Kartoffelstärke bei erhöhten Temperaturen glauben die Patent harbor in der Weise erklären zu müssen, dass das Chlor in der erwärmten Stärkemilch die Stärkezellulose zum Teil aufschliesst, in das Stärkekorn eindringt und die ungesättigten Kohlenwasserstoffgruppen des darin enthaltenen ätherischen Öles (nach Payen 0-01 bis 0#0001 Gewichtsprozente) entweder zu leicht flüchtigen Verbindungen ohne Geruch chloriert oder zu Verbindungen umwandelt, welche in der Wärme in dem Wasser der an- EMI1.4
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH.Verfahren zur Behandlung von Kartoffelstärke zwecks Beseitigung ihres Geruchs und Geschmacks, darin bestehend, dass man Chlor oder Chlorwasser in der Wärme auf Stärkemilch, bei etwa 45 C, zur Einwirkung gelangen lässt.
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| AT19777X | 1895-12-20 |
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