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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18784. KARL JOHANN KUYK IN MONT ST. AMAND-LEZ-GAND (BELGIEN).
Vorrichtung zum Ein-und Ausrücken von Treibriemen.
Die bisherigen Einrichtungen zum Ein- und Ausrücken von Treibriemen hatten den Nachteil, dass entweder, wie bei den gewöhnlichen Riemengabeln, beide Ränder des betreffenden Riemens stark angegriffen und beschädigt wurden oder doch mindestens einer der Rander, wie bei jenen Vorrichtungen, bei denen der Riemen mittels geeigneter Spannrollen auf die Riemschcibe geleitet und durch einen gegen den Riemenrand drückenden Arm wieder ausgerückt wird.
Die Abnutzung der seitlichen Riemenrader war bei den bisherigen Vorrichtungen um so grösser, je grosser die Riemenspannung, die Laufgeschwindigkeit und die zu übertragende Antriebskraft war. Bei Übertragungen grösserer Antriebskräfte erforderte das Ein- und Ausrücken der Treibriemen mit den bisherigen Vorrichtungen einen bedeutenden Kraftaufwand und war oft nur schwer und langsam zu bf-werkstelligen, da die zur Verschiebung der Riemengabel notwendige Kraft von der bedienenden Person ausgeübt werden musste, wenn nicht besondere mechanische Vorrichtungen zur Erleichterung des Ein- und
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Stelle hin zu gleiten zwingt, nach der er gebracht werden soll, d. h.
beim Einrücken von der Los-auf die Festscheibe und umgekehrt beim Ausrücken von dieser auf die Losscheibe.
Weder bei der Einrück- noch bei der Ausrückbewegung werden die seitlichen Mander des Riemens von der Vorrichtung berührt und daher auch in keiner Weise abgenutzt.
Ferner gestattet die vorliegende Vorrichtung das Ein- und Ausrücken der Riemen, auch solcher, die grössere Arbeitskräfte übertragen, mit verhältnismässig geringem Kraft-
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seitliche Verschiebung des Riemens selbsttätig infolge der Wirkung der schiefen Ebene und des Riemenzuges erfolgt.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform in der Vorderansicht, während Fig. 2 eine Seitenansicht derselben darstellt. Die beiden Arme 8 und 9 (Fig. 1 und 2) sind an einem oberhalb der Riemscheiben befindlichen Rahmen 1 angebracht. Diese Arme sind um die Zapfen 2 bezw. 3 derart drehbar, dass sie auf die ebene Fläche des Riemens zur Wirkung gelangen. Einer der Arme, 9, ist etwas oberhalb des anderen Armes gelegen, damit die beiden Arme ungehindert bewegt werden können.
Wenn man beispiels : weise an dem zum Einrücken dienenden Arm 9 mittels des daran befindlichen Handgriffes 11 zieht und den Arm nach dem auf der Losscheibe 17 laufenden Riemen bewegt, lässt man den Riemen auf den Arm 9 herabgleiten, bis er gegen den Drehzapfen 3, d. h. auf die Festscheibe zu liegen kommt.
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Es ist eine grössere Anzahl solcher Zapfen 2 und 3 angeordnet'und je nachdem man die Arme 8 und 9 auf die näher oder entfernter von der Riemscheiben gelegenen Drehzapfen aufbringt, dienen die letzteren zur Bewegung von Riemen verschiedener Spannunggrade. Auf den Armen 8 und 9 sind zur Verhinderung einer zu grossen Verschiebung des Riemens Anschläge 10 vorgesehen, die entweder, wie in der Zeichnung dargestellt, oberhalb der Drehzapfen oder auf den Handgriffen 11 oder endlich an beiden Stellen angebracht sind. Um jegliche Abnutzung bei etwa eintretendem Anlegen des Riemens gegen die Anschläge 10 zu vermeiden, können die Anschläge mit einer auf ihnen lose drehbaren Kappe versehen sein. Die Arme 8 und 9 können übrigens zu demselben Zweck mit ähnlichen Kappen oder Hülsen versehen sein.
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aufgepresst.
Um zu'verhindern, dass durch unvorsichtige Handhabung der Riemen über die Riemscheibe hinaus verschoben wird, sind in den Muffen 4 und 5 Aussparungen 19 und ferner am Rahmen befestigte, denselben entsprechende Zapfen 7 vorgesehen, wodurch die Drehung der Arme 8 und 9 begrenzt wird.
Die zum Ein-oder zum Ausrücken dienende Handhabung der Arme 8 und 9 geschieht teils unmittelbar mit der Hand durch Einwirkung auf die Arme, teils mittels irgendeiner durch die Anordnung der Maschinen bedingten mechanischen Vorrichtung beliebiger Art, die natürlich auch durch die Lage des Ortes, der dem mit der Bedienung betrauten Arbeiter
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