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Österreichische P A. TENTSCHRIFT Nr. 18502. GUSTAV PREISS IN PABIANITZA (Gouv. PIOTRKOW, RUSS.-POLEN).
Webschützenspindel.
Es ist bekannt, die beim Starken Anstoss des Schützens an den Kasten häutig ein- tretondo Längsverschiebung der Schussspule auf der Schützenspindel mit ihren nachteiligen Folgeerscheinungen, wie Verwicklung und Reissen des Fadens, dadurch zu vermeiden, dass man die Schussspule auf der Spindel federnd lagert. Die bisherigen, hierauf fussenden Einrichtungen erreichen den beabsichtigten Zweck aber nur unvollkommen und haben vor
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erfordern.
Den Mängeln der bisherigen Einrichtungen abzuhelfen und eine an allen vorhandenen Webschützen leicht anzubringende Vorrichtung zu schaffen, ist der Zweck vorliegender Erfindung. der dadurch erreicht wird, dass die Feder, die den auf der Spindel gleitenden Spulenträger hält, von der Spindel weg in den Spindolkopf vorlegt und mit dem Spulenträger durch ein Geleukstück verbunden ist.
In der Zeichnung stellt dar : Fig. 1 den Längsschnitt durch den Schützen mit ge- wöhnlicher Spindel, Fig. 2 die Seitenansicht der neuen Spindel mit entspannter Feder in der Ruhelage, Fig. 3 dieselbe Ansicht bei gespannter Foder mit abgenommener Seiten-
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Schnitt nach der Linie. 5-5 der Fig. 3 und Fig. 6 eine andere Ausführungsform der Spindel und Gleitmuffe.
Die bisher meist angewendete Form der Spindel ist aus Fig. 1 ersichtlich. Bei derselben wird die Spule auf die mit einer Feder ausgerüstete Spindel 6 geschoben, die um den Zapfen 7 drehbar angeordnet ist, wobei die Drehung in der Pfeilrichtung der Fig. 1 durch den Rand 8 des Schützens, diejenige in der dem Pfeil entgegengesetzten Richtung dagegen durch Stift 9 begrenzt wird. Die Feder 10 dient dazu, die Spindel 6 in den beiden Endlagen zu halten.
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(Fig. 2 und 3) ist mit einem Spindelkopf (Schwingkopf) 12 versehen, welcher gabelförmig geschlitzt ist (Fig. 5). Zwischen beiden Schenkeln des Spidnelkopfes 12 liegt eine runde Scheibe 13, die fest mit den Seitenflächen bezw. Schenkeln von 12 verbunden ist und eine Durchbohrung 14 aufweist, mit welcher der Spindelkopf auf seinen Drehzapfen 7 im Schützen (Fig. 1) aufgesetzt ist.
Um die Scheibe 13 ist mit einigen Windungen eine Spiralfeder 15 gelegt (Fig. 3 und 5). dans eine Ende derselben greift am unteren Ende des
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das an einem Ansatz des ringförmigen Vorsprunges der Gleitmuffe 17 angelenkt ist (Fig. 2 und 3), die, über die Spindel 11 geschoben, zur Aufnahme der Spule dient und eine Form hat, welche derjenigen entspricht, wie sie heute zum Teil bereits für gleiche oder ähnliche Zwecke angewendet wird. Mit dem Vorsprung legt sich die Muffe durch Einwirkung der Feder 15 gegen den oberen Teil des Spindelkopfes 12 an (Fig. 2).
Wie ersichtlich, kann sich die Spule, welche auf die Muffe 17 aufgeschoben ist, nur mit dieser. zusammen bewegen und diese Bewegung wird durch die Spiralfeder 15 beeinflusst.
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dieselbe Länge, vom Mittelpunkt der Bohrung 14 bis zum Ende der Spindel gemessen, wie die bisher üblichen Spindeln (Fig. 1) und kann daher in den heute überall geltrauchten
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Webschützen ohne Änderung der Form oder Einrichtung Verwendung finden. Wichtig ist auch der Umstand, dass das Gewicht der neuen Spindel nicht grosser ist als dasjenige der bisher üblichen wodurch eine grössere Abnutzung der Schützennäche bei Anwendung der neuen Spindel nicht eintreten kann.
Das Mass des Abschiebens der Muffe 17 von dem Spindelkopf 12, welches durch das Beharrungsmoment beim Anstoss des Schützen an den Kasten oder durch den Arbeiter bei Abnahme der Spulenhülse verursacht wird, ist dadurch begrenzt, dass der am Ende des Armes 16 befestigte Federteil sich nur wenig verschieben kann, was, abgesehen von der Federspannkraft, noch von dem Umstande abhängt ; dass sich die Feder beim Spannen der unbeweglichen Scheibe M nähert, dieselbe fester umschliesst und endlich an sie angedrückt wird. Wenn man den äusseren Durchmesser der Scheibe 13 (Fig. 3) so wählt, dass die durch sie zulässige grösste Verstellung der Feder 15 deren Spannungsgrenze nicht übersteigt, kann man leicht erzielen, dass die Feder ohne bleibende Veränderungen ihrer Spannkraft arbeiten wird.
Erwähnt sei noch, dass der ringförmige Vorsprung der Gleitmuffe 17 so breit ist, dass der Arbeiter beim Abnehmen der Spule von der Muffe, was bekanntlich täglich bis zu lOOOmal vorkommen kann, den Ringvorsprung mit der Hand festhalten und daher die Spule, ohne die Feder 13 zu spannen, abnehmen kann. Die Gleitmuffe 17 kehrt bei der vorliegenden Einrichtung nach ihrer Ablenkung aus der normalen Lage (Fig. 2) fast augenblicklich und stets mit gleicher Kraft in dieselbe zurück, wobei der Ringvorsprung der Muffe 17 stark gegen den Spindelkopf 12 anschlägt.
Hiedurch wird die auf die Muffe 17 aufgesetzte Spule selbst in den Fällen, wo diese sich infolge des Anschlages dos Schützens etwas nul der Gleitmuffe verschoben haben sollte, wieder auf denselben Platz zurückkehren, was natürlich nur bei Anwendung einer solchen Feder erfolgen kann, die wegen ihrer begrenzten Spannung stets mit gleicher Kraft wirkt.
Die in Fig. 6 im Längsschnitt dargestellte Ausführungsform zeigt nur den Unterschied, dass der vom Spindelkopf 12 ausgehende Spindelteil 18 nur kurz gehalten ist und auf ihm die eigentliche längere Spindel 17 mit Verstärkungsring 19 gleitet, die nach Art der Fig. 1 gestaltet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Webschützenspindel mit loser, auf der eigentlichen Spindel (11) unter Feder- wirkung gleitender Spulenträger-Muffe (17), dadurch gekennzeichnet, dass die Feder 15 in dem Spindelschwingkopf angeordnet ist und an einem an der Muffe (1'1) angelenkten
Zwischenglied (16) angreift.