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Österreichische PATENTSCHRIFT Nos 18423.
WLADISLAW WICHERSKI UND MARYAN ROHINSKI
IN KROTOSCHIN (PREUSZEN, PROV. POSEN).
Vorrichtung zur Bildung der Nasen von Dachziegeln, die in Form eines hohlen Stranges ausgepresst werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden der Nasen von Dachziegeln, die zu drei oder mehreren aus einem Mundstück in einem hohlen Strange von poligonaler Form herausgepresst werden und besteht dem Wesen nach darin, dass die vor den Nasenöffnungen am Mundstück beweglichen Schieber direkt oder indirekt von dem den herabhängenden Strang stützenden, beweglichen Tisch in der erforderlichen Weise betätigt werden, wodurch die Herstellung der Nasen von der Geschicklichkeit des Arbeiters unabhängig gemacht ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. 1 und 2 das Mundstück und die Vorrichtung zur Nasenbildung in Seiten- bezw. Unteransicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 2, wobei sich die Nasenöffnungen in geschlossener Stellung befinden,
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Fig. 5 einen der Fig. 3 entsprechenden Schnitt nach der Linie c-d der Fig. 4.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform der Nasenbildevorrichtung in Unteransicht,
Fig. 7 hiezu einen Schnitt nach der Linie e-f der Fig. 6.
Fig. 8 veranschaulicht eine anderf Stellung der Schieber dieser Ausführungsform und
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie y-/ ; der Fig. 8.
Fig. 10 zeigt in Seitenansicht ein weitere Ausführungsform der Nasenbildevorrichtung.
Fig. 11 ist eine Ansicht der Vorrichtung von unten,
Fig. 12 eine der Fig. 11 entsprechende Ansicht in einer anderen Stellung,
Fig. l ? ein Schnitt nach der Linie i-k der Fig. 11.
3-ist der zur Zuführung des Gutes dienende Zylinder, in welchem am unteren Ende das Mundstück 1 angeordnet ist. Das Verschliessen der beispielsweise auf der Innenseite des Tonstranges angeordneten Nasenöffnungen 2 erfolgt durch Schieber 4, die nach der Mitte zu in ihrer Bewegung durch Anschläge 5 begrenzt werden. Gegen Seitenverschiebung worden die Schieber 4 durch Führungen 6 geschützt. Die hin und her gehende Bewegung der Schieber. J wird von der Platte 7 ausgeführt, die sich unter Wirkung einer Feder 8 befindet und mit den Schiebern 4 durch Stangen 9 in Verbindung steht. Die Feder 8 umschliesst einen Bolzen 10, der durch einen Bügel 11 am Mundstück 1 befestigt ist.
Wird die Platte 7 in nachstehend beschriebener Weise entgegen der Wirkung der Feder 8 herabgedrückt, d. h. dem Kern des Mundstücks genähert (Fig. 3), so werden die Schieber 4 vorgeschoben (Fig. 2), so dass die Nasenöffnungen 2 verschlossen sind und ein Austreten des Nasenstranges verhindert wird. Um die Schieber 4 in dieser Stellung zu sichern, ist das freie Ende des Bolzens 10 geschlitzt und dient zur Aufnahme einer scherenartigen Sicherung 13, die unter Wirkung einer Feder 14 steht. Wird die Platte 7 genügend herabgedrückt, so können sich die beiden Glieder 15, 16 der Sicherung unter Wirkung der Feder 14 auseinander spreizen und halten somit die Platte 7 in der in Fig. 3 gezeigten Stellung fest.
Werden die Glieder der Sicherung 13 zusammengepresst,
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Zur Betätigung der Sicherung wird die Hülse, wenn sich die Platte 7 in der in Fig. 5 gezeigten Stellung befindet, durch den hochgehenden Tisch auf den Bolzen 10 wieder aufgeschoben, so dass die Platte 7 mitgenommen wird, bis die Enden 1. S, 16 der Sicherung in obenerwähnter Weise Platte 7 festhalten (Fig. 3)..
Die jetzt auseinander gespreizten entgegengesetzten Enden der Sicherung liegen in dem breiteren Teil der Hülse 17. Das Aufstecken der Hülse 17 auf den Bolzen 10 erfolgt bei dem selbsttätigen Heben des Tisches in der Ruhestellung der Maschine, wenn ein neuer Ziegelstrang hergestellt werden soll. Die Nasenöffnungen 2 sind verschlossen, so dass beim Gang der Maschine immer nur der glatte Teil der Dachziegel austritt. Der mit Führung 20 versehene, an der Stange 18 auf und ab schiebbare Tisch 19 hat den heraustretenden Tonstrang aufzufangen und zu unterstützen. Entsprechend dem Austreten des Stranges bewegt sich der Tisch 19 unter dem Gewicht des Tonstranges langsam herab, bis die Führung 20 die Stellschraube 21 berührt.
In diesem Augenblick wird die Stange J ! S, deren Hülse 17 bisher von den Sicherungsgliedern festgehalten wurde, durch Auftreffen der Führung 20 auf die Stellschraube 21 herabgezogen, wobei Hülse 17 durch ihren engeren Teil die Sicherung 13 zusammenpresst, bis die Platte 7 plötzlich frei wird und vorschnellt (Fig. 5). Die Stange 18 fällt mit der Hülse 17 frei durch die Führung 20 des Tisches 19 herab. Durch das Vorschnellen der Platte 7 sind die Nasenöffnungen 2 von den Schiebern 4 freigelegt worden, wobei der Nasenstrang gebildet wird. Ist der Tonstrang mit der Nase ein genügende Stück ausgetreten, so hält die Maschine selbst an und wird nunmehr der Tonstrang abgeschnitten. Der Tonstrang ist mithin fertiggestellt.
Ehe die Maschine wieder-in Betrieb gesetzt wird, wird die Stange 18 zusammen mit dem Tisch selbsttätig hochgehoben, wodurch die Hülse 17 wieder auf den Holzen 10 aufgesteckt wird, bis die Platte 7 unter Verschluss der Nasenöffnungen 3 von der Sicherung 13 in ihrer unteren Stellung festgehalten wird. Die Länge der Ziegel und Nasen kann durch Änderung der Stellung der Stellschraube 21 beliebig abgeändert werden.
In den Fig. 6-9 ist eine Abänderung der Vorrichtung zum Vor-und Zurückschieben der Schieber 4 dargestellt. Hier werden die Schieber 4 unmittelbar durch die Federn betätigt.
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gestaltete Federn 32 vorgesehen. An jedem freien Ende derselben ist einer der Schieber 4 befestigt, so dass, je nachdem die Enden der Federn auseinander gespreizt und zusammengezogen sind, die Schieber die Nasenöffnungen verdecken oder freilegen. Die Bewegung der Federn erfolgt durch einen an der Stange 18 befestigten, kegelförmigen Kopf 23. Wird die Stange 18 in heschriebener Weise zusammen mit dem Tisch hochgehoben, so tritt die Spitze des
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so dass die Schieber 4 die Nasenöffnungen 2 verschliessen.
Um den kegelförmigen Kopf 23 in dieser Stellung zu sichern, sind an dem Kern 12 eine Anzahl kleinerer Federn 24 befestigt, d : e an ihrem freien Ende derart umgebogen sind, dass sie hinter einen Vorsprung 25 des Kopfes 23 treten. und diesen und damit die Stange festhalten. Tritt der Tonstrang, ohne dass Nasen gebildet werden, heraus, so wird die Stange 18 durch das Gewicht des Tonstranges bei der gewünschten Länge mit heruntergezogen, bis das Gewicht des Stranges die Spannkraft der Federn 24 übersteigt. In diesem Augenblick werden die Federn 2.
J durch den Vorsprung 25 des t'egetförmigen Kopfes 23 zurückgedrückt und die Stange fällt durch die im Tisch 19 vorgesehene Öffnung herunter. Damit worden auch die Federn 22, die bisher durch Vorsprung 25 in gespreiztem Zustande gehalten wurden, frei und schnellen mit den Schiebern 4 zurück, so dass die Nasen ip geschilderter Weise gebildet werden.
Da der Kopf 23 bei einer derartigen Anwendung der Ernndung kegelförmig oder konisch gehalten sein muss, um die Federn 22 auseinander zu drücken, so würde diese Form des Kopfes zur Folge haben, dass beim Herunterfallen der Stange 18 die Federn 22 auf der Peripherie des Kegels verhältnismässig langsam entlang gleiten und im entsprechenden Tempo die Schieber 4 zurückziehen. Dadurch würde die Auflagerfläche der Nase nicht genau gerade, sondern gekrümmt geformt werden. Um dieses zu verhindern, wird der Kopf 23 aus zwei Teilen hergestellt (Fig. 7). An der Stange 18 ist der Teil 26 fest angeordnet, während der Teil 27, der gegen eine Mutter 28 auf der Stange 18 anliegt, lose ist und unter Wirkung einer im Teil 27 liegenden Schraubenfeder 29 steht.
Die Wirkungsweise ist hiebei folgende :
Wird der Tisch mit der Stange 18 zwecks Versethiebens der Schieber 4 zwischen die Enden der Federn 2-3 eingeführt, so liegt der bewegliche Teil 27 des Kopfes 23 gegen die Mutter 28 auf der Stange 18 an und bildet eine gleichmässige kegelförmige Fläche mit
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wirkende Gewicht des Tonstranges auch der bewegliche Teil 27 von den Federn 24 befreit wird und nunmehr die Stange 18 vollkommen frei herabfallen kann.
In den Fig. 10-13 ist eine Abänderung der Erfindung dargestellt, indem hier die Nasen nicht an der Innen-, sondern an der Aussenseite des Tonstranges gebildet werden. Die die Nasenöffnungen 2 verdeckenden Schieber 4 werden durch Winkelhebel 31, 32 betätigt, welche unter Wirkung der Federn 33 stehen, die das Bestreben haben, die Winkelhebel 1 31, 32 um ihren Drehpunkt 34 auseinander zu bewegen. Die freien Enden der Hebel 31, 32 tragen Zapfen 35,36, die in den Schlitzen 37, 38 einer Kulisse 39 arbeiten.
Wird diese Kulisse aus der Stellung von Fig. 12 vermittelst der Stange 40 in der nachstehend beschriebenen Weise in eine der Stellungen von Fig. 11 gedreht, so müssen die Zapfen 35,36, die in Fig. 12 in den äussersten Ecken der Schlitze liegen, sich einander nähern (Fig. 11), folgedessen auch die Hebel 31, 32 derart, dass die Schieber 4 die Nasenöffnungen 2 vollständig verdecken. Führungen 41 dienen zur genauen Führung der Hebel 31, 32. Beispielsweise im Punkte 42 ist eine Stange 43 fest verbolzt und bewegt sich mit dem Hebel 31 vor und zurück, je nachdem Kulisse 39 eine Drehung erhält.
Die Stange 43 ist an einem entsprechenden Punkte mit einem Vorsprung 44 versehen (Fig. 13), der als Klinke wirkt und die beiden Hebel 31, 32, wenn sie sich genügend einander genähert haben, festhält, indem die Klinke 44 hinter den Hebel 32 einfällt. Die Drehung der Kulisse erfolge durch den bei Ziegelpressen vorhandenen A)'- schneideapparat beliebiger Konstruktion, der in der Zeichnung nicht zur l) arstellung ge- kommen ist. Die die Abschneidedrähte haltenden Seitenstangen der Abschneidevorrichtung sind an einer Seite mit einem Ansatz versehen, der bei der Hin und Herbewegung der Ab- schneidevorrichtung jedesmal den Hebel 40 betätigt, d. h. in eine der Stellungen von
Fig. 11 bringt.
Ist eine dieser Stellungen erreicht, so kann der Tonstrang ohne Nasen- bildung aus dem Mundstück heraustreten, weil die Nasenöffnungen durch die Schieber 4 verdeckt werden. Um nun die Nase zu bilden, wird der Hebel 43 im gegebenen Augen- blick herabgezogen, so dass der Hebel 32 von der Klinke 44 frei wird und sich die
Hebel 31, 32 unter Wirkung der Federn 33 schnell auseinander bewegen und die Nasen- öffnungen freilegen (Fig. 12), wobei auch Kulisse 3 in ihre Ruhestellung zurückgelangt.
Diese Ausriegelung erfolgt von dem Tisch 19. Ist nämlich der Tonstrang bis auf den Ablegotisch heruntergekommen und zieht die an entsprechender Stelle vorgesehene Klinke 45 und die mit dieser Klinke durch eine Stange, Kette oder dgl. in Verbindung stehende und am Maschinengestell befestigte Feder 46, welche ständig auf Stange 43 aufliegt, herab, so wird auch Stange 43 nach unten gezogen und die Verriegelung zwischen dem Hebel 32 und der Nase 44 aufgehoben, so dass die erwähnte Wirkung eintreten kann.
Um die Nasen in der erforderlichen Länge herzustellen, wird die Abschneidevor- richtung in bekannter Weise vorbewegt, wobei einerseits der Tonstrang abgeschnitten wird
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deckt werden, um ein weiteres Austreten der Nasen zu verhindern.
An Stelle der dargestellten Schieber 4, die die Nasenöffnungen zeitweise verdecken, können auch gewöhnliche kleine Abschneidedrähte vorgesehen werden, die in einer Ebene mit der Aussen-resp. Innenseite der Ziegel liegen und an den Hebeln 9 resp. 31, 32 oder
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Nasenstrang mitgebildet, jedoch sofort von dem eigentlichen Tonstrang getrennt. Zum Bilden der Nase werden die Drähte, ebenso wie die vorbeschriebenon Schieber, zurückgezogen und dadurch die bisher losgelöste Nasenrippe vollständig durch diesen Querschnitt von dem Tonstrang getrennt, während die weiter herabkommonden Nasenrippen fest an dem Tonstrang angeordnet sind, da das trenneudo Element, der Draht, vollständig aus dem Bereich der Naseuöffnungen 2 entfernt ist.
Werden die Drähte wieder über die Nasenöffnungen gebracht, so bewirken sie erst wieder einen Querschnitt durch die Nasenrippe und gleiten beim weiteren Austreten an der Aussen-oder Innenseite des Tonstranges entlang, bis wieder eine Nase gebildet werden muss, worauf sich das Spiel wiederholt. Selbstverständlich können auf diese Weise auch Ziegel statt mit einer Nase mit zwei und mehr Nasen gebildet werden.
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