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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18403. BERNARD GROEDEL VON GYULAFALVA IN GYULAFALVA (UNGARN).
Vorrichtung zum Festhalten und Auslösen von Kipprungen.
Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand in verschiedenen Ansichten und Schnitten dar, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine Stirnansicht des Drehschemelendes mit in aufrechter Lage festgestellter Runge, Fig. 2 eine Seitenansicht des Drehschemelendes, die herabgekippte Stellung der Runge in strichpunktierten Linien veranschaulichend ; Fig. 3 und 4 sind zwei Horizontalschnitte durch die Einrichtung nach der Linie A A'bezw. B B'von Fig. 1, Fig. 5 uud 6 Einzelteile der Einrichtung in Draufsicht und Seitenansicht, Fig. 7, 8 und 9 drei verschiedene Ansichten des Auslösehebels ; Fig. 10 bis 12 zeigen in drei verschiedenen Projektionen die Art der Auslösung der Rungensicherung mittelst des in Fig. 7 bis U dargestellten Auslösers.
Der in bekannter Art aus Fassoneisen hergestellte Drehschemel a besitzt an jedem Ende auf der Oberseite eine Platte b, die entsprechend dem Abstande der beiden den Schemel bildenden U-Eisen auf entsprechende Länge geschlitzt ist, um die um einen gleichzeitig die U-Eisen des Schemels miteinander verbindenden Holzen drehbare (kippbare) Runge f in aufrechte Stellung empordrehen zu können. Die Enden der durch die
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gekehrte Stirnflächen schräg verlaufen, so dass zwischen ihnen eine nach aussen sich lieil- förmig verjüngende Ausnehmung gebildet wird. In diese Ausnehmung passt der keilförmige
Fortsatz i einer auf der Runge f aufgeschobenen und auf derselben längsverschiebbaren Platte h, soferne die Runge f in aufrechte Stellung gebracht ist.
Durch diese Einrichtung ist ein kräftiges Widerlager für die Runge f geschaffen und insbesonders der Drehholzen d derselben bedeutend entlastet. Die Anordnung der keilförmigen Verlängerung i gewährt auch den Vorteil, dass der Drehschemelarm weiter nach aussen angeordnet und so die Ladefläche des Drehschemels verbreitert werden kann, u. zw. um das durch die punktierte Linie in
Fig. 5 angedeutete Mass. x. Der gleiche Zweck ist auch erreichbar durch unmittelbare Anordnung'der Backen 9 auf der Oberseite des Schemels unter Hinweglassung der sie verbindenden Platte b. Das Herabfallen der Keilplatte t, i bei herabgekippter Runge/ von dieser wird durch eine Verstärkung des freien Rungenendes verhindert.
Das Feststellen der Runge f in aufrechter Lage erfolgt mittelst eines Vorsteckers k, der durch eine Bohrung 111 gesteckt wird, welche die Runge knapp oberhalb der auf der Schemeloberfläche ruhenden Platte h durchzieht. Um eine selbsttätige Sicherung des Vor- steckers k-zu erzielen, ist nachstehende Einrichtung getroffen : An die Bohrung M schliesst sich eine seitliche schlitzartige Ausnehmung zu an, welche bei aufrechtstehender Runge schräg nach aufwärts verläuft. In diese Ausnehmung passt eine am Vorstecker angeordnete bartartige Zunge o, die das Einführen des Vorsteckers k in die Bohrung nur in bestimmter Lage ermöglicht.
Der Vorstecker k selbst ist nach der Seite der Zunge gekröpft, so dass, wenn
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gesteckt wird, bis der Bartansatz o auf der anderen Rungenseito ausgetreten ist, die ein- seitige Gowichtsverteilung zur Wirkung gelangt, welche den Vorstecker -so verdreht, dass seine Kröpfung sich flach auf die Oberseite (les Schemels auflegt. Dabei gelangt aber der Ansatz o ausser Bereich dos Schlitzes 11- und der Vorstocker ist gegen ein selbsttätiges
Herausfallen gesichert.
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Behufs Entladens des Wagens werden, wie erwähnt, die Rungen f herabgekippt, zu welchem Zwecke der Vorstecker nach entsprechender Verdrehung aus der Bohrung m, n entfernt wird. Trotz der Entfernung des Vorsteckers bleibt aber durch die Wirkung der Backen y und der Platte h unter dem Einflusse des Seitendruckes der verladenen Hölzer die Runge f in aufrechter Lage. Um dieselbe nun zum Herabkippen zu bringen, muss die
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dem er auf die Schemeloberseite bezw. eine der Backen 9 aufgelegt werden kann, während sein vorderes Ende r in den Schlitz zwischen die beiden U-Eisen des Schemels reicht und die Platte h untergreift (Fig. 10-12).
Eine Ausnehmung s und Kröpfung des das Ende r mit dem übrigen Teil verbindenden Steges ermöglichen, den Hebelp in der erforderlichen Weise ansetzen und in drehendem Sinne um sein Auflager q bezw. die eine Backe 9 be- wegen zu können. Hiebei hebt das Zende lez mit etwas Spiel auf der Runge bewegliche
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die Runge unter der Wirkung des Seitendruckes der Last von selbst herabkippt. Da die Drehschemel der eweglichkeit wegen stets an den Enden der von ihnen zu tragenden Hölzer angeordnet sind und mit vorstehender Einrichtung die Auslösung der Rungen von der Stirnseite des Wagens aus erfolgt, ist keinerlei Gefahr vorhanden, dass der Bedienungsmann von etwa herabfallenden Hölzern getroffen wird.
Der Vorstecker k wird, um ihn gegen Verlust zu sichern, zweckdienlich durch Ketten oder dgl. mit dem Drehschemol des Wagens verbunden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Festhalten und Auslösen von Kipprungen mit einem an der Runge angeordneten, bei aufrechter Stellung der letzteren sich gegen Backen der Drehschemelenden legenden und dadurch die Runge festhaltenden Stellstück, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellstück aus einer auf der Runge längsverschiebbaren, rahmenförmigen P ! atte besteht, die sich bei aufgestellter Runge mit einem nach aussen gerichteten keilförmigen Ansatz (ï) in einen von den Backen (, q) eingeschlossenen, keilförmigen Schlitz einlegt, zum Zwecke, einerseits den Seitendrl1cl\ auf starre Teile zu übertragen,
andererseits mit dem Drehschemelarm soweit als möglich nach aussen rücken und damit die Ladefläche des Drehschemels verbreitern zu können.