AT18251B - Schiffshebewerk mit in Seitenkammern angeordneten Verdrängern. - Google Patents

Schiffshebewerk mit in Seitenkammern angeordneten Verdrängern.

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AT18251B
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displacers
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Ferdinand Pokorny
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Ferdinand Pokorny
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Description


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   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Schiffshebewerk, welches auf dem Verd, rängen des zum Heben des Schiffes nötigen Wassers mittels einer Anzahl von um ihre horizontalen Achsen sich drehenden   Vordrängern aus   einer Seitenkammer in die mit ihr verbundene   Hohlkammer   beruht. 



   Das Schiffshebewerk ist in den Zeichnungen veranschaulicht. Fig.   l,   Fig. 2 und Fig. 3 zeigen das Schiffshebewerk mit bloss einer   Schiffskammer   im Querschnitt, im Längsschnitt und im Grundriss, während Fig. 4 und 5 ein dreistufiges, auf derselben Grundlage beruhendes Schiffsbebewerk im Querschnitt und Grundriss darstellen. 



   Auf der horizontalen Welle 1 (Fig. 1) ist neben der   Hebekammer   17 ein zylindrischer Verdränger drehbar gelagert, wobei er aus der nur um wenig tieferen, im unteren Teile ebenfalls zylindrischen Grube 4, in welche er mit möglichst kleinem, freien Zwischenraum eintaucht, nur um so viel herausragt, als sein   Gitterteil 3 beträgt. Der letztere bildet   einen Zylinderabschnitt, während der grössere Teil des Verdrängers 2 vollwandig aus versteiftem Blech oder dgl. hergestellt ist und einen geschlossenen Hohlkörper bildet.

   In der in Fig. 1 gezeichneten Lage, wo der gitterartige Segmentteil des Verdrängers unten ist, befindet sich auch der Wasserspiegel in der   llebekam1el'17   in seiner tiefstfn Lage, während, wenn der Verdränger so gedreht wird, dass der gedeckte Körperteil eintaucht und ler Gitterteil oben ist (Fig. 4), das Wasser aus der den   Verdr1ingerraum   bildenden Seitenkammer in die Hebekammer gedrängt wird, wobei sein Wasserspiegel bis zu dem höchsten Stand steigt. Damit der Verdränger nicht zu gross ausfalle, worden andere gleichgestaltete Verdränger, deren Achsen in einer und derselben Geraden liegen, in den Verdrängergruben 4 bis 15 neben der Hebekammer 17 angeordnet.

   Alle diese Gruben 4 bis 15 werden von den Wänden 16, 19 und den entsprechenden   Zwischenwänden   begrenzt, wobei eine jede dieser Gruben durch einen   Kanal 18   mit der   Hebekammcr J7 verbunden   ist. 



   Zur Vergrösserung der   hubhöhe   in der   Hebekammer   ohne Vergrösserung der Durchmesser der Verdränger werden mehrere Verdrängergruppen stufenweise nebeneinander und neben der gemeinschaftlichen   Hebckannner   angeordnet (Fig. 4 und 5). Die tiefste Ver- 
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 gelegenen Verdrängerräume, deren gemeinschaftliche Achse mit 21 bezeichnet ist, mit der Ilebekamlner 20 durch   abschiifssbaro   Kanäle 24 verbunden. Die höchst gelegenen Verdränger, deren gemeinschaftliche Achse mit 1 bezeichnet ist, tauchen in Gruben ein, welche Illit der Schiffskammer 20 mittels Kanälen 25 ohne   Abschliessvorrichtung   verbunden sind.

   In Fig. 4 ist die Anlage bei Höchstwasserstand in der   Hebekammer gezeichnet,   wobei die   Vordränger mit ihren   vollwandigen Teilen nach unten gekehrt sind. Bei niedrigstem Wasserstande in der Hebekammer sind die Verdränger hingegen mit ihren vollwandige Teilen ganz nach oben gekehrt und die Verbindungskanäle offen. Beim Heben der Schiffe wird dann zuerst die unterste Vendrängergruppe 22 mit dem vollwandigen Teile nach unten gedreht, so dass der Wasserstand in der   Hebekammer   bis zu der Höhe der Segmente der untersten Verdrängergruppe steigt, worauf die untersten Kanäle 23 geschlossen werden. 
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  Im   letl. tereu Falle geschieht   die Bewegung derselben mittels auf ihrem Umfang in beiden Richtungen aufgewickelten Drahtseilen 26, 27, die zu den Windwerktrommeln 28 führen, 
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 Befestigung der beiden Seilondenschlingen geschieht mit Spannschrauben, in deren Augen die Schlingen angehängt sind, indem diese Spannschrauben durch am Umfang der Verdrängerkörper befestigte Köpfe gesteckt und mit Muttern und Gegenmuttern in ihrer spannenden Stellung gesichert worden. Die Seile liegen auf dem   Verdrängerumfang   in Rinnen aus   U-Eisen,   welche über dem   Zylinderabschnitte   bloss auf dem Gerippe durchgeführt werden. 



   Für grössere Hubhöhen werden für einen Verdränger zwei Seile notwendig und   müssen hiefür die Rinnen an beiden Seiten angeordnet werden, um die Zugkraft möglichst gleichmässig zu verteilen.   

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   Behufs Ausführung des   Gegenstände     muss beachtet worden, dass einerseits die angestrebte   Förderhöhe   dem Durchmesser des die Sehne des Kreisabschnittes   tangentierenden,   mit dem Umfange des Verdränger konzentrischen Kreises und andererseits der dem 
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 nahe am Umfang und dem leeren Segmente   gegenüberliegend,   ein Gegengewicht Z angebracht. Diese Momente lassen sich noch weiter verringern durch Anbringung eines kleinen Gegengewichtes   K   auf der beim Tauchen sinkenden Seite in der Mitte zwischen den Scheiteln des leeren und vollen Verdrängcrteiles, also   900   von beiden Scheiteln entfernt und wieder möglichst nahe am Umfang.

   Ein weiteres Gegengewicht kann zum Zwecke der Ausgleichung der auf die Achsen wirkenden Kraft, ohne auf die Bewegung Einfluss zu nehmen, angebracht werden. Die weitere Bestimmung dieser Gegengewichte und eventuelle Vereinigung derselben iu ein oder mehrere resultierende Gewichte ist Sache der Berechnung und Konstruktion. 



   Die Wahl der Betriebskraft hat auf den Gegenstand der Erfindung keinen Einfluss. 



  Es kann bei Mangel von Wasserkraft entweder der Dampfbetrieb, und zwar bei einzelnen Anlagen, oder die elektrische Kraft, diese hauptsächlich bei mehreren näher aneinander liegenden   Hebewerkstufen, mit Vorteil   in Anwendung kommen. Ist dagegen Wasserkraft vorhanden, so kann auch diese zum Antriebe der Anlage benutzt werden. Da bei mehrstufigen Hebewerkeu das Wasser alle   Stufon   durchläuft, kann es auch in allen zur Arbeit   herangezogen werden und bleibt die Hubhöhe daher auf die nötige Wassermenge ohne Einfluss.   



   Für grössere Leistungen kann das beschriebene Hebewerk auch als   Doppelhebewerk   ausgebildet werden, welches aus zwei einfachen, symmetrisch gebauten Hebewerken besteht, wobei die   Hebekammern   an den Aussenseiten angeordnet worden und die die beiden Taucherkammorn voneinander trennende Wand zugleich als Sockel der gemeinsamen Betriebsmaschine benutzt wird. Die Antriebsseile beider Seiten wickeln sich auf gemeinschaftliche   Windentrommcln,     deron Jtreite verdoppelt worden muss,   so dass die wirkenden   Kraftmomonte   hier sich gegenseitig   beeinflussen.

   Ms können   dann beide Seiten gleichzeitig gehoben oder gesenkt werden, wobei sich die Momente addieren ; oder aber kann die eine Seite das Wasser heben bei gleichzeitigem Senken der zweiten Seite, wobei sich die Momente ganz bedeutend verringern. Für breite Hebekammern, welche durch grosse Schliffe bedingt werden, lässt man beide Seiten gleichzeitig heben oder senken, ordnet aber eine ihnen gemeinschaftliche, doppelt breite   Hebekammer   an, indem in der die beiden   Verdrängerrilume   trennenden Wand Öffnungen für den Durchfluss des Wassers geschaffen werden. Dadurch kann man die grossen Durchmesser der   Verdränger   in einer Gruppe durch die doppelte   Anzahl von VerJrängern mit bedeutend   geringerem Durchmesser ersetzen. 



   Die Witterung, Wärme und Kälte üben durch Dimensionsänderungen keinen nachteiligen   Ausfluss   aus. Dem Winde werden keine namhaften Flächen zur Ausübung seiner Wirkung   entgegengesteHt.   Beim Eintreten von starkem   Frostwetter,   welches den Schiffsverkehr einstellt, werden die Vordränger aus dem Wasser gestellt und die Gegengewichte, falls sie aus   Wasserfüllungen   bestehe', entleert. 
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 in   die Scitenkammorn eingebaut,   diese mit freiem Spiele ausfüllen und mit entsprechenden Gegengewichten (Z, K) zur möglichsten Ausgleichung der Drehmomente versehen sind.

Claims (1)

  1. 2. Schiffshebewerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch stufenweise übereinander angeordnete Verdränger (1, 21, 22) zur Überwindung grosser Hubhöhen.
AT18251D 1903-10-02 1903-10-02 Schiffshebewerk mit in Seitenkammern angeordneten Verdrängern. AT18251B (de)

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