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Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Schiffshebewerk, welches auf dem Verd, rängen des zum Heben des Schiffes nötigen Wassers mittels einer Anzahl von um ihre horizontalen Achsen sich drehenden Vordrängern aus einer Seitenkammer in die mit ihr verbundene Hohlkammer beruht.
Das Schiffshebewerk ist in den Zeichnungen veranschaulicht. Fig. l, Fig. 2 und Fig. 3 zeigen das Schiffshebewerk mit bloss einer Schiffskammer im Querschnitt, im Längsschnitt und im Grundriss, während Fig. 4 und 5 ein dreistufiges, auf derselben Grundlage beruhendes Schiffsbebewerk im Querschnitt und Grundriss darstellen.
Auf der horizontalen Welle 1 (Fig. 1) ist neben der Hebekammer 17 ein zylindrischer Verdränger drehbar gelagert, wobei er aus der nur um wenig tieferen, im unteren Teile ebenfalls zylindrischen Grube 4, in welche er mit möglichst kleinem, freien Zwischenraum eintaucht, nur um so viel herausragt, als sein Gitterteil 3 beträgt. Der letztere bildet einen Zylinderabschnitt, während der grössere Teil des Verdrängers 2 vollwandig aus versteiftem Blech oder dgl. hergestellt ist und einen geschlossenen Hohlkörper bildet.
In der in Fig. 1 gezeichneten Lage, wo der gitterartige Segmentteil des Verdrängers unten ist, befindet sich auch der Wasserspiegel in der llebekam1el'17 in seiner tiefstfn Lage, während, wenn der Verdränger so gedreht wird, dass der gedeckte Körperteil eintaucht und ler Gitterteil oben ist (Fig. 4), das Wasser aus der den Verdr1ingerraum bildenden Seitenkammer in die Hebekammer gedrängt wird, wobei sein Wasserspiegel bis zu dem höchsten Stand steigt. Damit der Verdränger nicht zu gross ausfalle, worden andere gleichgestaltete Verdränger, deren Achsen in einer und derselben Geraden liegen, in den Verdrängergruben 4 bis 15 neben der Hebekammer 17 angeordnet.
Alle diese Gruben 4 bis 15 werden von den Wänden 16, 19 und den entsprechenden Zwischenwänden begrenzt, wobei eine jede dieser Gruben durch einen Kanal 18 mit der Hebekammcr J7 verbunden ist.
Zur Vergrösserung der hubhöhe in der Hebekammer ohne Vergrösserung der Durchmesser der Verdränger werden mehrere Verdrängergruppen stufenweise nebeneinander und neben der gemeinschaftlichen Hebckannner angeordnet (Fig. 4 und 5). Die tiefste Ver-
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gelegenen Verdrängerräume, deren gemeinschaftliche Achse mit 21 bezeichnet ist, mit der Ilebekamlner 20 durch abschiifssbaro Kanäle 24 verbunden. Die höchst gelegenen Verdränger, deren gemeinschaftliche Achse mit 1 bezeichnet ist, tauchen in Gruben ein, welche Illit der Schiffskammer 20 mittels Kanälen 25 ohne Abschliessvorrichtung verbunden sind.
In Fig. 4 ist die Anlage bei Höchstwasserstand in der Hebekammer gezeichnet, wobei die Vordränger mit ihren vollwandigen Teilen nach unten gekehrt sind. Bei niedrigstem Wasserstande in der Hebekammer sind die Verdränger hingegen mit ihren vollwandige Teilen ganz nach oben gekehrt und die Verbindungskanäle offen. Beim Heben der Schiffe wird dann zuerst die unterste Vendrängergruppe 22 mit dem vollwandigen Teile nach unten gedreht, so dass der Wasserstand in der Hebekammer bis zu der Höhe der Segmente der untersten Verdrängergruppe steigt, worauf die untersten Kanäle 23 geschlossen werden.
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Im letl. tereu Falle geschieht die Bewegung derselben mittels auf ihrem Umfang in beiden Richtungen aufgewickelten Drahtseilen 26, 27, die zu den Windwerktrommeln 28 führen,
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Befestigung der beiden Seilondenschlingen geschieht mit Spannschrauben, in deren Augen die Schlingen angehängt sind, indem diese Spannschrauben durch am Umfang der Verdrängerkörper befestigte Köpfe gesteckt und mit Muttern und Gegenmuttern in ihrer spannenden Stellung gesichert worden. Die Seile liegen auf dem Verdrängerumfang in Rinnen aus U-Eisen, welche über dem Zylinderabschnitte bloss auf dem Gerippe durchgeführt werden.
Für grössere Hubhöhen werden für einen Verdränger zwei Seile notwendig und müssen hiefür die Rinnen an beiden Seiten angeordnet werden, um die Zugkraft möglichst gleichmässig zu verteilen.
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Behufs Ausführung des Gegenstände muss beachtet worden, dass einerseits die angestrebte Förderhöhe dem Durchmesser des die Sehne des Kreisabschnittes tangentierenden, mit dem Umfange des Verdränger konzentrischen Kreises und andererseits der dem
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nahe am Umfang und dem leeren Segmente gegenüberliegend, ein Gegengewicht Z angebracht. Diese Momente lassen sich noch weiter verringern durch Anbringung eines kleinen Gegengewichtes K auf der beim Tauchen sinkenden Seite in der Mitte zwischen den Scheiteln des leeren und vollen Verdrängcrteiles, also 900 von beiden Scheiteln entfernt und wieder möglichst nahe am Umfang.
Ein weiteres Gegengewicht kann zum Zwecke der Ausgleichung der auf die Achsen wirkenden Kraft, ohne auf die Bewegung Einfluss zu nehmen, angebracht werden. Die weitere Bestimmung dieser Gegengewichte und eventuelle Vereinigung derselben iu ein oder mehrere resultierende Gewichte ist Sache der Berechnung und Konstruktion.
Die Wahl der Betriebskraft hat auf den Gegenstand der Erfindung keinen Einfluss.
Es kann bei Mangel von Wasserkraft entweder der Dampfbetrieb, und zwar bei einzelnen Anlagen, oder die elektrische Kraft, diese hauptsächlich bei mehreren näher aneinander liegenden Hebewerkstufen, mit Vorteil in Anwendung kommen. Ist dagegen Wasserkraft vorhanden, so kann auch diese zum Antriebe der Anlage benutzt werden. Da bei mehrstufigen Hebewerkeu das Wasser alle Stufon durchläuft, kann es auch in allen zur Arbeit herangezogen werden und bleibt die Hubhöhe daher auf die nötige Wassermenge ohne Einfluss.
Für grössere Leistungen kann das beschriebene Hebewerk auch als Doppelhebewerk ausgebildet werden, welches aus zwei einfachen, symmetrisch gebauten Hebewerken besteht, wobei die Hebekammern an den Aussenseiten angeordnet worden und die die beiden Taucherkammorn voneinander trennende Wand zugleich als Sockel der gemeinsamen Betriebsmaschine benutzt wird. Die Antriebsseile beider Seiten wickeln sich auf gemeinschaftliche Windentrommcln, deron Jtreite verdoppelt worden muss, so dass die wirkenden Kraftmomonte hier sich gegenseitig beeinflussen.
Ms können dann beide Seiten gleichzeitig gehoben oder gesenkt werden, wobei sich die Momente addieren ; oder aber kann die eine Seite das Wasser heben bei gleichzeitigem Senken der zweiten Seite, wobei sich die Momente ganz bedeutend verringern. Für breite Hebekammern, welche durch grosse Schliffe bedingt werden, lässt man beide Seiten gleichzeitig heben oder senken, ordnet aber eine ihnen gemeinschaftliche, doppelt breite Hebekammer an, indem in der die beiden Verdrängerrilume trennenden Wand Öffnungen für den Durchfluss des Wassers geschaffen werden. Dadurch kann man die grossen Durchmesser der Verdränger in einer Gruppe durch die doppelte Anzahl von VerJrängern mit bedeutend geringerem Durchmesser ersetzen.
Die Witterung, Wärme und Kälte üben durch Dimensionsänderungen keinen nachteiligen Ausfluss aus. Dem Winde werden keine namhaften Flächen zur Ausübung seiner Wirkung entgegengesteHt. Beim Eintreten von starkem Frostwetter, welches den Schiffsverkehr einstellt, werden die Vordränger aus dem Wasser gestellt und die Gegengewichte, falls sie aus Wasserfüllungen bestehe', entleert.
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in die Scitenkammorn eingebaut, diese mit freiem Spiele ausfüllen und mit entsprechenden Gegengewichten (Z, K) zur möglichsten Ausgleichung der Drehmomente versehen sind.