AT18238B - Verfahren zur Herstellung von Zündpillen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zündpillen.

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AT18238B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   ?   18238. 



   ADOLF MARTINI IN BERLIN. 



  Verfahren zur Herstellung von Zündpillen. 
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 mit Nutzen anzuwenden ist, wenn seine löslichen Teile ausgeschieden sind, so hat   man   dies in verschiedener Weise bewerkstelligt. In dur deutschen Patentschrift Nr. 104035 wird ein Verfahren beschrieben, weiches gestattet, den mit Platinsalzen getränkten Meerschaum- 
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 der löslichen Teile des Meerschaums bequemer vollzogen werden als bei dem in der deutschen Patentschrift Nr. 104035 geschilderten Verfahren, welches sehr vorsichtig Be-   handlung     erfordert.

   aber   der bei dem zweiten Verfahren gewonnene Vorteil, wlecher sich aus der vorherigen Entfernung der   löslichen'i'eile des Meerschaums   und Schaffung eines feinen Skeletts ergibt, wird teilweise wieder aufgehoben durch das sich daran   schliessende   Erhitzen der Pillen bis zur Rotglut. Sind auch die das Skelett bildenden Teile nicht   mehr     säureloslicb.   so sintern sie doch in der Rotglut zusammen und es verschwinden die feinsten   Zwischenräume,     wenn sie nicht   durch einen dritten Körper ausgefüllt sind.

   Nach vorliegendem Verfahren werden zwar auch von vornherein die   säure-und wasserlöslichen   Teile des   Meerschaums   entfernt, aber nachdem dies geschehen ist, wird das Zündpillenskelett, zum   Unterschiede   von den bekannten Verfahren, ohne dasselbe vorher zu trocknen, imprägniert. 



  Hiedurch bleiben die   feinsten Zwischenraume   desselben intakt, so dass die feinste Verteilung des Platins und damit eine Erhöhung der   Zündwirkung   ermöglicht wird. Solange die Pillen noch feucht sind, wird denselben das erforderliche Platinsalz inkorporiert ; das Salz muss in   möglichst   konzentriertem Zustande eingeführt werden. Die Pillen werden dann lufttrocken   gemacht   und reduziert. 



   Eine Modifikation des vorher geschilderten Verfahrens besteht darin, dass man wiederum durch Entfernung der säure- und wasserlöslichen Teile ein   Meerschaumskelett   herstellt und dasselbe   langsam nicht   ganz   lufttrocken   macht. Auf diese Weise werden auch hier die feinsten Zwischenräume erhalten. Alsdann führt man in das Innere ein Salz ein, welches während des Reduktionsprozesses lediglich als Stützmaterial des feinen Skeletts und zur 
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 nitrat, jedoch unter der Bedingung, dass bei der Reduktion die Temperatur nicht so stark erhöht wird, dass das   eingeführte wasserlösliche   Salz sich in das Oxyd verwandelt. 



  Man hatte sonst den Nachteil, dass   das Thoroxyd behufs schliesslicher   Entfernung durch Anwendung von Säuren wieder in ein   wasserlösliches   Salz umgewandelt worden müsste. 



  Die Gefahr der Umwandlung des Thornitrats in Oxyd wird jedoch bei gleichzeitiger Benützung von Platinchlorid wesentlich dadurch herabgemindert, dass das naszierende Chlor den löslichen Zustand des Thoriums begünstigt. Obgleich man in-die Pille als 

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 Thorium als bestes Material, weil bei nicht vollständiger Reinigung der Zündpillen das Zurückbleiben kleiner   Quantitäten von Thoriumsalz   in denselben. keinen Schaden verursacht, was beispielsweise von löslichen Magnesiumsalzen nicht gesagt werden kann. 



   Ist nach beendigter Reduktion der   als, Stützmaterial   dienende Körper wieder entfernt, so findet man in dem, Skelett der   : M : eorschaumpille   das   Platinmohr   in   alterfeinster Ver-   teilung, die um so vollkommener ist, je mehr Thoriumsalz verwendet worden ist. Auch für die Aussenseite der Pille wirkt der Thoriumzusatz äusserst günstig, weil durch seine Entfernung alle feinsten Eingangskanäle für das Gas geöffnet werden.

   Es ist selbstverständlich, dass man das   Einführen   eines während der Reduktion als Stützmaterial dienenden Körpers, der nach beendigter Reduktion wieder entfernt werden soll, auch bei Zündpillen, die nicht aus einem Meerschaumskelett bestehen, anwenden kann, wobei es gleichgiltig ist, ob das Material, welches zur Aufnahme des Stützmaterials und des   Platinsalzes   dient, ein   natürliches   Mineral oder ein Kunstprodukt ist. 



    PATENT-ANSPRÜCHE.-   
1. Verfahren zur Herstellung von Zündpillen für Gasselbstzünder aus Meerschaum, dem in bekannter Weise die leichter   löslichen   Bestandteile entzogen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das   Meerschaumskolett in   noch feuchtem Zustande mit   Platin]ösung   getränkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform des im Anspruch 1 genannten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass dem seiner löslichen Teile beraubten und nicht vollständig getrockneten Meerschaumskelett Thoriumnitrat oder ein anderes wasserlösliches Salz inkorporiert wird, welches nach beendeter Reduktion des gleichzeitig zuzusetzenden Platinsalzes wieder zu entfernen ist.
AT18238D 1900-08-16 1904-02-27 Verfahren zur Herstellung von Zündpillen. AT18238B (de)

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