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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 1 751 2. BERNARD LOENS IN KÖLN.
Schnell-und Selbstentladewagen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Schnell-und Selbstentladewagen, bei welchem die Entladung durch Verschieben dos Wagenkastens erfolgt, u. zw. kennzeichnet sich derselbe im wesentlichen dadurch, dass die bei der Entladung sich öffnenden Seitenklappen in der Schlussstellung durch Auflegen auf den Boden des Wagenuntergestells gehalten werden, beim Verschieben des Wagenkastens von ersterem altgleiten und sich unter dem Druck des Materials selbsttätig öffnen. Der Wagen kann auch so ausgebildet sein, dass die bei der Entladung sich öffnenden Seitenklappen in geschlossener Lage auf dem Boden des Wagenuntergestells bezw. auf Querträgern eventuell unter Zuhilfenahme von Gleitrollen winklig zusammenstossen, so dass dieselben den Druck des Materials aufnehmen.
Eine derartige Ausbildung bezweckt, das seitliche Verschieben dos Wagenkastens zu erleichtern und ein schnelles Entleeren des ganzen Wagenkastens beim Öffnen der Klappen ohne weiteres zu ermöglichen. In beiden Fällen wird die Einrichtung so getroffen, dass die unter dem Druck des Materials sich öffnenden Seitenklappen sich unter dem Einfluss von Federn nach erfolgter Entleerung wieder selbsttätig schliessen. Um nun zu vermeiden, dass dieser Schluss zu früh erfolgt, ist zweckmässig für jede Klappe eine Schnappvorrichtung
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fängt und so die Klappe in geöffnetem Zustand erhalt.
Das Ausrücken der Fangvorrichtung erfolgt dann selbsttätig bei einem weiteren kurzen seitlichen Vorschub des Wagenkastens dadurch, dass ein beliebig ausgebildeter Hebelmechanismus durch Anschlag am Rahmen des Wagenuntergestells derart betätigt wird, dass die Fangvorrichtung ausgelöst wird, worauf dann die Klappe tinter dem Einfluss der Federn in die Schlussstellung zurückkehrt.
Um nicht gezwungen zu sein, dabei so starke Federn benutzen zu müssen, dass die Kraft der Federn allein in der Lage ist, die zuriickschwingende Klappe in der Schlussstelle zu halten, namentlich aber um zu vermeiden, dass dieselbe beim Einschnappen in die Schlussstellung wieder abprallt, ist eine zweite Fangvorrichtung angeordnet, die im Augenblick des Zurückschwingons der Klappe diese in der Schlussstellung fängt und sich beim Zurückkehren des Wagenkastens in die Ladestellung wieder selbsttätig auslöst.
Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Entladewagens ist in der Zeichnung in Fig. 1 im Schnitt und Ladestellung zur Darstellung gebracht. Fig. 2 und 3 zeigen im kleineren Massstabo den Wagen nach Fig. 1 in verschiedenen Stellungen bei der Entladung. Fig. 4 zeigt ein abgeändertes Beispiel nach Fig. 1, gleichfalls in Ladestellung. Fig. 5 zeigt den Wagen nach Fig. 4 in der Entladestellung. Fig. 6 stellt eine Ausführungsform der Fangvorrichtung für die Klappe dar.
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dem Untergestell b nach beiden Seiten hin durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Kurbelmechanismus verschoben werden kann.
Der Kastenrahmen a besitzt an seinen beiden Längsseiten k k1 drehbar angeordnete Klappen c c1, die in ladefähiger Lage des Kasten- rahmons a nach unten hin auf der oberen als Kastenboden bestimmten Fläche d des Unter-
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ein Entladen nach rechts erfolgen (Fig. 2), so wird der Kastenrahmen nach dieser Richtung verschoben, wobei die Klappe c ihren Stützpunkt verändern muss und sich unter des
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Druckes auf den Kastenrahmen a und den Boden d durch weiteres Verschieben des Kasten- rahmens mit einem verringerten Zeit-und Kraftaufwand erfolgen (Fig. 3). Am Wagen-
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deren Zweck ohne weiteres verständlich ist.
Soll eine vollständige Entladung herbeigeführt werden, sobald sich eine Seitenldappo öffnet, so erhält der ganze Wagen zweckmässig die Form der Fig. 4. Hier stossen die Klappen c cl in geschlossener Lage auf dem Boden d des Wagens winklig zusammen. Der Wagenkasten ist auch hier seitlich verschiebbar gelagert und wird derselbe aus der Stellung der Fig. 4 in diejenige der Fig. 5 gebracht, so öffnet sich die Klappe c unter dem Druck des Materials und die Entleerung erfolgt, da die entgegengesetzte Klappe an der Bodenkante der Entladeseite steht, vollständig. Statt des Bodens, d können hier auch einfache Querträger benutzt werden, auf welche sich die Klappen in der Schlussstellung auflegen.
Um nun zu ermöglichen, dass sich die Klappen c cl nach erfolgter Entleerung wieder selbsttätig schliessen, sind dieselben zweckmässig durch Stangen A verbunden, die der Deutlichkeit halber in den Fig. 1 bis 5 weggelassen sind, u. zw. greifen diese Stangen, wie Fig. 6 zeigt, im Drehpunkt h1 der Klappen an. Zwischen den beiden Stangen A einer jeden Klappe wird durch eine Spiralfeder i Verbindung hergestellt und ausserdem auf die Stangen ein Spannschioss k aufgesetzt. Die Klappen werden also unter dem Einfluss der Feder i stets
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der Feder i vorzeitig zurückfällt, ist an der Klappe eine durch den Zahnkranz 0 gebildete Fangvorrichtung vorgesehen.
Dieser Zahnkranz o geht beim Öffnen der Klappe durch die Versteifungsrippe m der Seitenwandungen hindurch und fängt sich auf einem Schieber n, der in der in Fig. 6 ausgezogen gezeichneten Stellung durch eine nicht besonders dargestellte Feder gehalten wird, also das Bestreben hat, sich in einem Zahne des Zahnkranzes zu fangen. Dadurch wird dann die Klappe in der punktiert gezeichneten Stellung gehalten.
Damit nach erfolgter Entleerung die Klappe wieder selbsttätig in ihre Schlussstellung zurückkehren kann, ist auf einer Achse s ein Hebel t und ein Hebe 1t vorgesehen. Wird der Wagenkasten weiter nach der Seite verschoben, so legt sich der Hebel M gegen einen am Untergestell befestigten Anschlagstift v und dreht die Achse s und damit den Hebel t, an welch letzterem eine Klinke tu angeordnet ist. Diese schiebt dann den Schieber 11 von dem Zahnkranz der Fangvorrichtung ab, so dass die Klappe unter dem Einfluss der Spiralfeder i in die Schlussstellung zurückkehren kann.
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drehbaren Anschlagarm q in federnder Verbindung steht. Beide Teile nehmen für gewöhnlich die in Fig.
G ausgezogen gezeichnete Stellung ein. Wird der Wagenkasten so weit nach der Seite verschoben, dass der Hebel lt behufs Ausrückens der Fangvorrichtung durch den Anschlag p gedreht wird, so wird in demselben Moment auch der Anschlagarm q durch
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punktiert gezeichnete Stellung ein. Schlägt nun die Klappe c zu, so wird ein an derselben im Lager y angeordneter Fangbolzen z sich im Hebel p fangen und die Klappe in ge- schlossener Stellung erhalten. Geht nun der Wagenkasten in die Schlussstellung wieder zurück, so werden die Teile p und q selbsttätig wieder in die in Fig. 6 ausgezogen gezeichnete Stellung sich zurücklegen und dadurch den Faugbolzen z wieder freigeben.
Die l)lappe selbst wird dann wieder durch Auflegen auf den Hoden des Wagens in geschlossener Lage erhalten.
Naturgemäss ist der verschiebbare Wagenkasten mit Gleitrollen versehen, um das soitliche Vorschieben zu erleichtern. Diese Gleitrollen erscheinen in der Zeichnung nicht dargestellt, sondern ist nur in Fig. 6 durch die Rolle A eine Klappenrolle angedeutet.
Erwähnt sei noch, dass die Stangen mit der Feder i in einem Gehäuse geschützt gegen den Wageuinhalt untergebracht sind, so dass ein Verstauben bezw. Verschmutzen ausgeschlossen ist.
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