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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17479. THOMAS GEORGE STEVENS IN ROTHERVILLE, KENT (ENGLAND).
Lastwagen mit Wägevorrichtung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine einfache und wirksame Anordnung von Federn für Lastwagen, Eisenbahnfahrzeuge u. dgl., wobei eine Vorkehrung getroffen ist, um mittels einer einfachen Einrichtung die Belastung des Fahrzeuges anzuzeigen. Diese Vorrichtung besteht bei einer Ausführungsform aus Gelenkhebeln, die untereinander und mit einer oder mehreren Federn derart verbunden sind, dass je ein Gelenkpaar mit einer besonderen Feder oder Federgruppe zusammenwirkt oder je eine Feder oder Federgruppe auf mehrere Gelenkhebel gemeinsam so einwirkt, dass sämtliche Gelenkhebel gleichzeitig beeinflusst werden.
Mittels dieser Vorrichtung und eines Zeigers, der mit einem Teil des Hebelsystems verbunden ist und sich Über eine in geeigneter Weise eingeteilte Skala bewegt, kann das Gewicht der in dem Fahrzeug enthaltenen Last abgelesen werden.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform sind an Stelle der Gelenkhebel starre Hebel an dem unteren Rahmen des Fahrzeuges drehbar angebracht, von welchen jeder an einem Ende mit der Achsbuchse und an dem anderen Ende mit einer gemeinsamen Feder oder Federgruppc in Verbindung steht.
In der beifolgenden Zeichnung ist
Fig. 1 eine Seitenansicht mit teilweisem Längsschnitt :
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Wagenuntergestell ;
Fig. 3 eine Endansicht eines Kippwagens.
Fig. 4 ist ein teilweiser Längsschnitt durch einen Eisenbahnwagen üblicher Art.
Fig. 5 zeigt die Erfindung in Anwendung bei einem zweirädrigen Strassenfahrzeug.
Fig. 6 und 7 zeigen in Seitenansicht und Grundriss das Wagenuntergestell eines Eisenbahnfahrzeuges mit einer abgeänderten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1, 2 und 3 ist der Kasten a des Kippwagens in Lagern b aufgehängt, die an Trägern c angebracht sind, welche mit dem Trägerrahmen d fest verbunden sind. Der Rahmen d ist mit dem Haupt-Gestellrahmen e durch Gelenk-
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sowie mit dem Trägerrahmen und dom Ilaupt-Gestellrahmon durch Bolzen l1, m1 erhalten. Die (gelenkhebel sind sämtlich von gleicher Länge, ihre Drehbolzen 11, i sind miteinander durch eine Stange und mit einer Feder o durch eine Stange p verbunden, welch letztere
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dem Haupt-Gestellrahmen e durch Ansätze s und den Drehzapfen t verbunden ist.
Bei einer Änderung der Belastung des Kastens a erfolgt auch eine entsprechende Änderung der Winkelstellung der Gelenkhebel zueinander und des Abstandes der beiden Rahmen d, e, wobei durch das Schliessen oder Öffnen der Gflenkhebol fine Vergrösserung oder Verminderung der auf die Feder o ausgeübten Kraftwirkung veranlasst wird. Jede Bewegung, die irgend-
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Stelle befindlichen l. äst eine entsprechende Kraftwirkung auf die Feder o ausgeübt wird, wobei durch die einheitliche Übertragung der Bewegung auf die Gelenkhebel der Rahmen d stets in paralleler Lage zu dem Rahmen e gehalten wird.
Um die Grösse der Betastung des Fahrzeuges festzustellen, ist es nur erforderiich, an einem geeigneten Teil der Übertragungsvorrichtung einen Zeigen anzubringen. Zu diesem
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Zwecke ist mit der Stange n eine quer gerichtete Stange w verbunden, an deren Enden Zeiger if angebracht sind, welche sich über je eine mit einer Teilung versehene Skala bewegen und hiedurch die Grösse der Belastung anzeigen.
Fig. 4 zeigt die Erfindung in Anwendung bei einem Eisenbahnwagen üblicher Art.
Bei dieser Ausführungsform ist der Gelenkhebel 11 mit dem Rahmen e und der Hebel gl mit der Achsbüchse z verbunden. Da das Wagenobergeste ! ! schon durch die Gabel l des Untorgestelles geführt wird, ist die Anordnung einer besonderen Führungsstange wie bei der Ausführung nach den Fig. 1 bis 3 nicht erforderlich.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind die Gelenkhebel 2, 3,4, 5 an ihren oberen Enden mit einem Träger 6 verbunden, der an dem Rahmen des Fahrzeugkastens fest angebracht ist. Die unteren Enden der Golenkbebel sind an ein Kreuzstück 7 angelenkt, das in wagerechter Lage fest auf der Achse 8 des Fahrzeuges sitzt, die Feder 9 ist mit dem mittleren Drehbolzen 10 der Gelenkhebel verbunden. Die Achse und die Gellenkhebelverbindung werden in Stellung gehalten und in nahezu senkrechter Richtung mittes einer Stange 11 geführt, deren eines Ende mit der Achse und dem Kreuzstück 7 verbunden und deren anderes Ende an den Trägern 12 durch einen Bolzen 13 angelenkt ist. Durch Umkehr der Winkelstellung der Gelenkhebel gegeneinander kann erreicht werden, dass die Feder 9 eine Zusammenpressung durch die Wirkung der Last erfährt.
Bei der Anordnung nach Fig. 6 und 7, welche einen vierrädrigen Eisenbahnwagen zeigen, ist ein Paar zweiarmiger, spiegelbildartig angeordneter Hebel mit den inneren Armen 14, 15 vorgesehen, welche Hebel an Trägern 16, 17 angelenkt sind. Die äusseren Arme 18 und 19 dieser Hebel sind an die Achsbüchsen 20, 21 angelenkt, während die inneren Arme durch Augen 22, 23 mit einem gabelförmigen Träger oder Kreuzstück 24 gelenkig verbunden sind, das ein Stück mit einer Spindel 25 bildet, die eine Scheibe 26 trägt. Die Spindel 25 ist durch den Hals 27 eines zylindrischen Gehäuses 28 hindurch geführt, das an dem Rahmen des Fahrzeuges fest angebracht ist und eine Feder 29 aufnimmt, die zwischen seinem Boden und der Scheibe 26 angeordnet ist.
Die Scheibe 26 ist auf der Spindel 25 durch eine Mutter 30 befestigt, mittels welcher die Anfangsspannung der Feder 29 regelbar ist. Die auf die Feder ausgeübte Kraftwirkung ist von der Verteilung der Last in dem Fahrzeuge unabhängig.
Um das Gewicht der Last in dem Fahrzeuge anzuzeigen, sind Hebel 31, 32 vorgesehen, die an einen quer gerichteten Bolzen 33 angelenkt und mit der Feder 29 in geeigneter Weise durch ein Gelenk 34 an dem Hebel 14 verbunden sind. Die Hebel 32 tragen an ihren freien Enden gezahnte Bogenstücke 35, welche in Zahnräder 36 eingreifen und hiedurch Zeiger 37 antreiben, die sich über Zifferblätter 38 bewegen, welche an den äusseren Seiten der seitlichen Rahmenteile des Fahrzeuges fest angebracht sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lastwagen mit Wägevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Wagenobergestell mit dem Untergestell durch eine oder mehrere schräg gerichtete Führungsstangen (v) und durch Kniehebel Cll, verbunden ist, die untereinander sowie mit einer oder mehreren Federn, die sämtliche Kniehebel gleichzeitig beeinflussen, und einem Zeiger verbunden sind, der sich über einer entsprechend eingeteilten Skala bewegt, zum Zwecke, das Belastungsgewicht des Fahrzeuges ablesen zu können, sowie durch die zur Gewichtsbestimmung dienende Feder bezw. Federn gleichzeitig die federnde Lagerung des Obergestelles zu erzielen.
2. Lastwagen mit Wägevorrichtung mit an dem Wagenobergestell angelenkten ungleicharmigen Doppelhebeln, dadurch gekennzeichnet, dass deren kürzere Arme (18, 19) mit den Achsbüchsen (20, 21) und deren längere Arme (14, 15) durch ein Kreuzstück (24) und eine Stange (25) mit einer Scheibe (26) verbunden sind, die auf eine Feder (29) in einem
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ihren Enden mit einer Gewichtsanzeigevorrichtung verbunden sind, derart, dass sich beim Senken des Obergestelles bei Belastung des Wagens die Scheibe (26) der Hebelübersetzung entsprechend mehr senkt als das Obergestell und dadurch die Feder (29) zusammendrückt.