AT17463B - Verfahren zur Gewinnung von Fettsäuren aus Fettsäureestern. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Fettsäuren aus Fettsäureestern.

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   Österreichische PATENTSCHRIFT   ?   17463. FIRMA   VEREINIGTE CHEMISCHE WERKE AKTIENGESELLSCHAFT  
IN CHARLOTTENBURG. 



   Verfahren zur Gewinnung von Fettsäuren aus Fettsäureestern. 



   Das Vorhandensein fettspaltender Fermente in ölhaltigen   Pnanzensamen   ist von Green (Proceedings of the Royal Society, 20. September 1890, S. 370 ff,   Green-Windisch Die   Enzyme" Berlin 1901, S. 230) und   von Sigmund (#Monatshefte für Chemie" 1890,   S. 272 und Sitzungsberichte der Wiener Akademie der   Wissenschaften"1891,   Band   I,   S. 328) bei ihren wissenschaftlichen, auf die Ergründung pflanzenphysiologischer Fragen gerichteten   Untersuchungen     beobachtet   worden.

   Diese Autoren stellten beim Verreiben ölhaltiger Samen mit Wasser das allmähliche Auftreten von Säure fest, welches sie darauf   zurückführen,   dass ein in den Samen vorhandenes Ferment die gleichfalls in den Samen vorhandenen neutralen Fette zum Teile in freie Fettsaure und Glycerin zerlege. Sie geben an, dass das Ferment durch die anwesenheit geringer Mengen Alkali oder Säure unwirksam wird. Nach 
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 selbst hervorheben, die Spaltung stets nur bis zu einem   mässigen Grade   fortschreiten, so dass unter   Innehaltung   der von ihnen bekanntegegebenen Arbeitsbedingungen eine technische Durchführung der Spaltung der Fettsäureester nicht möglich ist. 



   Wir haben nun gefunden, dass die Spaltung der Fette durch die in vielen Pflanzen, besonders in den Euphorbiaceen, speziell den Ricinusarten, vorhandenen Fermente in technisch vollständiger Weise zu   ermöglichen   ist, wenn man im Gegensatz zu den von Green und   Sigmund     mitgeteilten Beobachtungen   nicht in neutraler, sondern in saurer Lösung die Einwirkung der   Fermente     \ 01'sich   gehen lässt.   Hiedurch   erreicht man ausser der annähernd quantitativen Spaltung der Ester auch nach folgender Richtung hin bessere Resultate :

   In saurer   Lösung werden hauptsächlich   die wichtigeren höheren Fettsäureester angegriffen, während bei den von Green und Sigmund innegehaltenen Arbeitsbedingungen nur die Ester der technisch unwichtigeren niederen Fettsäuren teilweise gespalten werden. 



   Die Benutzung der angeführten Beobachtungen zur technischen Spaltung der Fett- 
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 spaltenden Fette in Gegenwart einer von Anfang an zugesetzten Säuremenge, z. B. Schwefel-   säure stattfindet. Die am besten innezuhaltenden Bedingungen   sind die folgenden :
1.   Innebaltung einer   nicht zu hohen Temperatur,   zirka 10-400   C. 



     2. Gegenwart geringer Mengen Säure   in verdünntem Zustande. Es hat sich besonders   Schwefelsäure in der Konzentration   von   1/10 normal   und Salzsäure als geeignet erwiesen, es würde aber auch eine organische Säure anwendbar sein. Diese kann man entweder sofort dem Fettansatz künstlich   hinzufügen   oder aber sich selbst durch den Spaltungs-   prozel3   entwickeln lassen.

   Wenn man nämlich den   Fettansatz ohne sofortigen Säurozusatx   macht, so tritt   allmählich eine goringe   Spaltung der niedrigen Fettsäureester ein, aber erst nach tagelangem Warten wird   hiedurch   genügende Menge Säure frei, um die energische 
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 so kann man bereits nach zirka 1/2 Stunde einen Säuregrad von   1'2     ci)   NormalNatronlauge feststellen, nach   zweitägigem   Stehen hat sich die Säuremenge etwa verdoppelt (2'3 cm3 1/10 Na OH) ; nach vier Tagen endlich hat die allmählich langsam sich ver- 

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 hätte man anstatt in vier Tagen bereits in wenigen Stunden hervorrufen können, wenn man sofort zu der   Ricinussamen-Wasser-Emulsion   ein Quantum   1/10   n.

   Schwefelsäure hinzugegeben hatte. Green und   Sigmund   sind bei ihren Versuchen aus dem Grunde zu so äusserst unbefriedigenden Resultaten gelangt, weit sie von der falschen Ansicht ausgingen, dass 
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 wo eine energische Wirkung wegen Säuremangels nach gar nicht eingetreten sein konnte. 



   3. Die Anwesenheit von Wasser in mindestens der theoretischen Menge, die sich aus der allgemeinen Gleichung: R COO R1 + H2 0 =   RC     OOH+ Ri OH   ergibt. 



   4. Von besonderer Wichtigkeit für die Ausführung des Verfahrens ist, dass die zu zerlegenden Fette in emulgiertem Zustande vorhanden sind. Die Emulsion kann z. B. dadurch hergestellt werden, dass man das zu zerlegende Fett mit den   Pflanzenteilen   und Wasser verreibt. 



   Bei Innehaltung dieser Bedingungen gelingt es leicht, z. B. durch Zusammenbringen von 6 kg entölten Ricinussamen, 100 kg Talg (Palmöl), Tran oder eines anderen Neutralfetts), 20 kg Wasser und 100   9   konzentrierter Schwefelsäure, Verrühren der Masse zu einer Emulsion und Stehenlassen der letzteren, innerhalb 24 Standen eine annähernd quantitative Spaltung des Neutralfettes zu erzielen. Die in der üblichen Weise z. B. durch Pressen, Filtrieren und so weiter isolierten Spaltungsprodukte (Fettsäure und Glycerin) sind dabei von einer so grossen Reinheit, wie sie sonst nur durch Anwendung besonders kostspieliger Reinigungsverfahren erzielt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Spaltung von   Fettsäureestern   in Fettsäuren und Alkohole, dadurch gekennzeichnet, dass die Fettsäureester in Gegenwart von Säure der Einwirkung fettspaltender   Pssanzenfermente   ausgesetzt werden. 

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Claims (1)

  1. 2. Die Ausführungsform des unter 1 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass die Fermente auf eine Emulsion von Fettsäureestern einwirken. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT17463D 1902-04-21 1902-10-24 Verfahren zur Gewinnung von Fettsäuren aus Fettsäureestern. AT17463B (de)

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