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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 17239. Aufzugsvorrichtung mit Fangvorrichtung und Seilentlastung für Bogenlampen.
Die vorliegende Aufzugsvorrichtung mit Fangvorrichtung und Seilentlastung für Bogenlampen zeichnet sich dadurch aus, dass die Auslösung der Sperrglieder beim Lüften der Last nicht durch Anstossen an Festpunkte, sondern durch das Lüften allein schon erfolgt.
Die in eingriffsbereiter Stellung mit der Kupplung emporgehenden Sperrglieder fangen sich bei gelindem Senken der etwas über die Ruhelage gehobenen Kupplung am Widerlager und werden nun in der Eingriffsstellung lediglich durch ihren Eingriff in das Widerlager erhalten, so dass sie von selbst in die unwirksame Stellung gelangen, wenn die Kupplung zum zweitonmale (vor dem Niederlassen der Lampe) etwas angehoben wird. Eine Aufzugsvorrichtung in dieser Ausführung ist auf der Zeichnung unter Fortlassung aller nicht der Seilentlastung dienenden Teile dargestellt. Als Widerlager dient der von oben etwas unterschnittene, ringförmige, innere Vorsprung er der Glocke b. Das Seil c trägt ausser der Befestigungsvorrichtung cl für die Lampe die Scheibe e mit den Lagerböckchen f.
An diesen schwingen um die Stifte 9 die von Federn auswärts gedrückten, stumpfwinkligen, zweiteiligen Arme h (vergl. auch Fig. 5). In den geschlitzen Armen h sind die in den Schlitzen mit Stiften i geführten Haken k begrenzt verschiebbar und dreh ar. Die Schlitze sind schräg gegen das Widerlager c gerichtet. Unten enthalten die Arme h einen Anschlag 1.
In der eingriffsbereiten Stellung (Fig. 1 und ) liegen die Schafte der schräg nach aussen gerichteten Haken auf der inneren Seite des Anschlages 1 auf. In dieser Stellung ragen die IIakenköpfe in den Bereich des Widerlagers hinein, so dass sie beim Emporziehen mit ihren Scbrägnacben auf den unteren Rand des Widerlagers treffen. Weil nun eine Drehung der Haken gegen die Arme/t einerseits durch Stift i, andererseits durch Anschlag 1 verhindert wird, so müssen die Haken mit den Armen einwärts (Fig. l) und nach dem Passieren des Widerlagers wieder auswärts (Fig. 2) schwingen.
Lässt man nun die Last wieder etwas nach, so greifen die Hakenköpfe über das Widerlager (Fig. 3), während die Last so weit sinkt, als es der Spielraum der Stifte i in den Schlitzen der Arme h ge- stattet. Bei der Senkung der Arme 71 gegen die Haken kommen diese aber aus dem
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die Last durch die Arme h und die Haken k am Widerlager a. In dieser wirksamen Stellung werden aber die Haken A'lediglich durch ihren Eingriff in das Widerlager erhalten : Sie würden niedersinken, soweit es die Schlitze zulassen und sich gleichzeitig durch Schwingung in die senkrechte Stellung aus dem Bereich des Widerlagers entfernen, wenn es das Ineinanderhaken von a und k nicht verhindern würde.
Wird nun die demnächst niederzulassende Last etwas gelüftet, so hört damit der Eingriff auf und es treten die besagten Bewegungen der Haken tatsächlich ein (Fig. 4). Die Auslösung erfolgt also ohne Anstoss lediglich durch das Lüften an sich. Die vorliegende Erfindung hat den besonderen Vorteil, dass ein zu starkes Anheben der Last heim Aufwinden den Eintritt der Entlastung niemals verhindern kann. Dies ist immer möglich, wenn die Auslösung beim Lüften vor dem Niederlassen der Last durch einen Anstoss herbeizuführen ist.
Denn bei dieser Anordnung kann der Anstoss bei Unachtsamkeit des Arbeiters leicht schon beim
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leitet den Arbeiter ferner zu einer mehr schonenden Behandlung der Aufzugsvorrichtung an, während das Bewusstsein, dass zur Entkupplung ein Anstoss erforderlich ist, leicht zu einer Seil und Vorrichtung gefährdenden Übertreibung verleitet.