AT17024B - Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff aus Eisencyanverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff aus Eisencyanverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.   17024. 



     WALTHER   FELD IN HOENNINGEN A. RH. 



  Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff aus Eisencyanverbindungen. 



   Es ist bekannt, dass   Quecksilberoxyd lösliche   wie   unlösliche   Eisencyanverbindungen (Gmelin   Kraut, Organische Chemie", 4. Auflage, l. Band (1842),   S. 346 Nr. 7 und S. 374 Nr.   16)   und dass Quecksilberoxydsulfat lösliche Ferrocyanverbindungen unter Bildung von Cyanquecksilber zersetzt (Gmelin Kraut, Ebda., S. 374 Mitte und S. 410). Das Quecksilberoxyd zersetzt aber sowohl lösliche wie unlösliche Eisencyanverbindungen nur sehr langsam und ein Teil desselben wird bei der Gegenwart von Ferrocyanverbindungen zu Quecksilberoxydul   reduciert. Letzteres   zerfällt zum Teil in Quecksilberoxyd und metallisches Quecksilber, zum Teil zerstört es ebenfalls unter Abscheidung von Quecksilber einen Teil des Cyanwasserstoffes durch Oxydation.

   Das Quecksilbersulfat ist nur in   beschränktem Umfange   zur Zersetzung von Eisencyanverbindungen anwendbar, nämlich in neutraler Lösung und nur   filr     lösliche   Ferrocyanverbindungen, und besitzt ebenfalls den Nachteil, metallisches Quecksilber bei der Reaktion auf Ferrocyanverbindungen auszuscheiden. In saurer Lösung ist Quecksilberoxydsulfat aber überhaupt zur Zersetzung von   Eisencyanverhindungen   nicht 
 EMI1.1 
   Quccksilberoxyd   mit den eben angegebenen Nachteilen ein. Alit   Rücksicht   auf die gekenn-   zeichneten Ühelstände konnten die angeführten Reaktionen nicht   zur Gewinnung von Cyanwasserstoffsäure aus Eisencyanverbindungen benutzt werden. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass Quecksilberchlorid zur Darstellung von Cyanwasserstoff aus   Eisoncyanverbindungen sowohl löslichen wie   unlöslichen bedeutend geeigneter ist. 



  Einerseits ist die   Zersetzung wesentlich vollkommener, andererseits   wird kein metallisches Quecksilber ausgeschieden, indem bei der Zersetzung   von Ferricyanverbindungen überhaupt   keine Reduktion eintritt, während bei der Zersetzung von Ferrocyanverbindungen das Quecksilborchlorid nur zu Quecksilberchlorür, nicht aber zu metallischem Quecksilber reduziert wird. Das Verfahren ist auf   alle Eisencyanverbindungen   enthaltende Massen z. B. Gasreinigungsmasse, Berliner Blau, Felro-Ferricyanverbindungen u. dgl. anwendbar. 



  Es ist gloichgiltig, ob die Verbindungen löslich oder unlöslich sind, oder ob zuvor aus letzteren lösliche Verbindungen hergestellt worden. 



   Man gibt zu der aufzuschliessenden Masse die entsprechende Menge Quecksilberchlorid hinzu, vorteilhaft in Lösung. Hierauf erwärmt man. Die Umsetzung erfolgt am schnellsten bei Kochtemperatur. Die stattfindenden Umsetzungen können durch die folgenden Reaktionsgleichungen veranschaulicht werden : 
 EMI1.2 
 gebildeten Quecksilbercyanid direkt während des Aufschliessens0   Cyanwasserstoffsäure.   Liegen unlösliche   Eisencyanverbindungen,   z.   B.   Berliner Blau vor, so ist es   zweckmässig,   die unlöslichen Eisencyanverbindungen zunächst durch Behandlung mit Alkali oder Erdalkali- 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Bei. der Verarbeitung alkalischer Massen, wie solche z.

   B. beim, Aufschliessen von Berliner Blau erhalten werden, müssen dieselben durch Zusatz von   Sauren'neutral öde !'   
 EMI2.1 
 Hydrate, Oxyde oder Carbonate aus der Quecksilberchloridlösung Quecksilber oder Quecksilberverbindungen nicht auszuscheiden vermögen. Derartige Salze sind diejenigen des Magnesiums, Zinks, Aluminiums, Mangans. 



   Die Hydroxyde, Oxyde oder Carbonato der gekennzeichneten Salze fällen kein Quecksilberoxyd aus dem Quecksilberchlorid, besonders dann nicht, solange noch unzersetztes Salz vorhanden ist. Man vermischt die Salze mit der   eiseneyanhaltigen   Masse oder man löst das Quecksilberchlorid in einer solchen Salzlösung auf, oder gibt die Salze zu der Lösung des Quecksilberchlorides. Die Menge des Salzzusatzes muss derartig bemessen, sein, dass durch dieselbe die freien Alkali- oder Erdalkalihydrate, Oxyde oder Carbonate gebunden werden. 
 EMI2.2 
 = 6 Hg CY2 + Fe2 (OH) 6 + 12 Mg Cl2 + 6 K Cl. 



   Die Umsetzung erfolgt wiederum in der Wärme, vorteilhaft beim Kochen. Sobald die Umsetzung vollendet ist, wird soviel Säure zugesetzt, dass das gesamte Quecksilbercyanid unter Entwicklung von Cyanwasserstoff zersetzt wird. Fügt man die Säure zu früh hinzu, ehe die Umsetzung. vollendet ist, d. h. ehe alles Cyan an Quecksilber gebunden ist, und ehe alles Eisenoxydulsalz auf Kosten des Quecksilbers zu Eisenoxydsalz oxydiert ist, so kann sich Berliner Blau bilden, welches sich aus der Flüssigkeit ausscheidet und in den Niederschlag geht und welches nur langsam durch das überschüssige Quecksilbersalz zersetzt wird. 
 EMI2.3 
 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Eine Ausführungsform des unter 1 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass die Eisencyanverbindungen enthaltenden Massen, falls sie alkalisch reagieren, mit dom Quecksilberchlorid in Gegenwart solcher Salze, wie die Haloidsalze des Magnesiums, Aluminiums, Zinks oder Mangans, behandelt werden, deren Hydrate, Oxyde oder Carbonate, aus Quecksi1berchloridlösnngen kein Quecksilber bezw. unlösliche Quecksilberverbindungon abzuscheiden vermögen, worauf nach Zersetzung der Eisencyanverbindungen die Austreibung des Cyanwasserstoffes in bekannter Weise durch Destillation mit einer Säure erfolgt.
    3. Eine Ausführungsform des'unter l und 2 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der Verarbeitung von Ferrocyanverbindungen die nach Ausreibung des Cyanwasserstoffes verbleibende saure Flüssigkeit mit Oxydationsmitteln behandelt wird, zum Zwecke, die ausgeschiedenen Quecksilberverbindungen aufzulösen, worauf nach eventueller Ausfällung der in der Lösung enthaltenen Eisensalze die Flüssigkeit wieder zur Zersetzung von Eisencyanvorbindungen nach Anspruch 1 bezw. 2 benutzt wird.
AT17024D 1901-10-28 1901-10-28 Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff aus Eisencyanverbindungen. AT17024B (de)

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