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Österreichische
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Vorliegende Erfindung betrifft aufschweisshare Hufeisengriffe und Verstählungsplatten der Grifflöcher von Steckgriffeisen. Durch diese Erfindung wird eine ausserordentlich erhöhte Haltbarkeit, des Hufeisengriffes erzielt. Ein Herausfallen oder Abbrechen des Griffes ist unmöglich gemacht ; auch werden die Herstellungskosten erheblich verringert. Ein weiterer Vorteil ist die Verstärkung des Zehenteiles, wodurch eine viel stabilere Zehenkappe aus dem Material des Hufeisens ausgeschmiedet werden kann, was für den Schmied selbst eine bedeutende Erleichterung ist.
Bei den bislang gebräuchlichen Griffen war es nicht selten, dass dieselben, sobald die Pferde zwischen die Fugen des Steinpflasters eintraten, an der Verschweissungsstelle vom Hufeisen abbrachen und so die Ursache von Huf- und Beinschäden wurden. Das Abbrechen der früheren Hufeisengriffe kam umsomehr zur Geltung, wenn dieselben wiederholt angewärmt wurden zwecks Scharfmachens und Zuspitzens in der Wint rzeit. Da dies mit dem Hammer geschehen muss und Prellschläge nicht ausgeschlossen sind, so lockert sich sehr leicht der auf einer schmalen Fläche mit dem Hufeisen verbundene Griff und geht sehr leicht verloren, besonders dann, wenn er schon ziemlich abgelaufen ist.
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des Hufeisens abbrechen konnte.
In der Zeichnung stellt dar :
Fig. 1 den gewalzten Griffstahl, aus welchem die Hufeisengriffe gefertigt werden. in perspektivischer Ansicht ; Fig. 2 eine Seitenansicht derselben : Fig. 3 den Griffstahl mit eingewalzter Nute ; Fig. 4 den Griffstahl, die Herstellung der Zapfen zeigend ; Fig. n den Hufeisengriff (von vorn gesehen) in das Hufeisen eingetrieben ; Fig. G den eingetriebenen Hufeisengriff, seitlich gesehen ; Fig. 7 den Griffstahl Bach gewalzt in mehreren, verschiedenen zusammenhängenden Stangen ; Fig. 8 denselben hochkantig gewalzt : Fig. 9 eine Aufschweissplatte in mehreren, verschiedenen zusammenhängenden Stangen, perspektivisch von vorn gesehen.
Der zur Herstellung des Hufeisengriffes dienende Griffstahl a besteht aus beliebigen, hiefür geeigneten, hochkantig oder flach (Fig. 7 und 8) gewalzten Profilen. Der Teil (il des Profils stellt den Kopf des Griffes dar, während die nach einer oder beiden Seiten vorstehenden und in der Längsrichtung verlaufenden Rippen oder Leisten b zur Vergrösserung
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zapfen Widerhaken zu geben, die ein Herausfallen dos Griffes unbedingt verhindern.
Bei den hochkantig gewalzten Griffen (Fig. 8) entsteht die Spitze e aus scharf zu- laufend gewalzten Streifen, von denen einer oder mehrere (Fig. 9) vorhanden sein können. um den Griffen eventuell vier und mehr Zapfen geben zu könner. Bei diesen Griffen wird die Schweissfläche c noch dadurch weiter vergrössert, dass rechts und Jinks neben und eventuell zwischen den Streifen zwei oder mehrere Rillen und entsprechende Erhöhungen h eingewalzt sind. Diese Rillen dienen hier gleichzeitig dazu, die Schweissfläche c nicht flach zu lassen, sondern wellenförmig zu gestalten, was auch zur Erleichterung der Schweissung
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dient. Die für die zweiteilig scharfe Grifform notwendige Spaltung des Kopfes (Fig. 8) wird durch eine von oben eingewalzt tiefe Rille k bewerkstelligt.
Diese gleiche Rille dient andererseits zur Aufnahme von Gummi oder Holz, welches das Ausgleiten der Pferde verhindert oder von einem Stück Gussstatl. welches eingekeilt und verschweisst wird, um dem Griff eine längere Verwendbarkeit zu geben.
Stücke 1, 2, 3 (Fig. 4) werden auf der Presse mittelt Schnittstempel aus dem Profilstahl ausgeschnitten und hierauf bei l und m die Hufeisengriffe vom Profilstahl abgeschnitten, wodurch bei jedem Pressdruck ein, zwei oder mehrere Griffe gleichzeitig hergestellt werden. Die beiden äusseren Zapfen n und nl können eine beliebige Winkelstellung erhalten. Am vorteilhaftesten wäre die Form des rechtwinkeligen Dreieckes, u. c zw. der rechte Winkel nach innen gerichtet (Fig. 4).
Durch diese Anordnung wird bezweckt, dass sich die Zapfen in das eigentliche Hufeisen nach Art der Widerhaken fest einhaken (Fig. 5), den Griff mit dem Hufeisen verbinden und so eine innigere und stabilere Schweissung ermöglichen. Ein Verlieren oder Ausfallen des Griffes ist durch diese, ähnlich wie das Gewinde einer Schraube wirkende Verbindungsart völlig ausgeschlossen, selbst in dem Falle, dass die Schweissung nicht gut gemacht sein sollte.
Der ganze Vorderteil des Hufeisens wird durch die vorbeschriebene und im Gesenk ausgeführte Verschweissung erheblich verstärkt und verbreitert, was bei den bisher angewandten Griffen nicht der Fall war, indem sich der Griff ohne diese Rippen b in das Hufeisen im rot-oder weissglühenden Zustande eindrückte, das Eisen schwäche und dieses an der goschwächten Stelle entzwei ging. Im übrigen gewähren diese Rippen b auch einen Widerstand gegen das Aus-und Abbrechen oder auch Abstossen der Griffe, sei es während des Richtens des Hufeisens oder beim späteren Gebrauch des Hufeisens durch das Pferd selbst.