<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 16931. FIRMA ORTENBACH & VOGEL iN BITTERFELD.
Expansionssteuerung für Duplexdampfpumpen.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Steuerung für Duplexpumpen, welche eine Veränderung des Füllungsgrades zwischen 00 und 50 Prozent bei Anwendung nur eines Schiebers mittels einer äusserst einfachen Vorrichtung gestattet.
Die Steuerung ist auf der Zeichnung dargestellt, u. zw. ist Fig. 1, 2 und 3 ein Flachschieber im Querschnitt und zwei Grundrissen, wie er bei der neuen Steuerung zur Anwendung kommen kann, während die Fig. 4 bis 6 einen Längsschnitt und zwei Querschnitte durch einen Kolbenschieber für die neue Steuerung zur Anschauung bringen. Die Fig. 7 und 8 sind Längsschnitt und Querschnitt durch die äusseren Steuerungsteile einer Duplexpumpe und die Fig. 9 und 10 sind zwei Ansichten eines bei der Steuerung gebrauchten Zwischenhebels.
EMI1.1
der Expansion bewirkt wird. Die Quer- oder Drf'hungsllewegl1ng des Schiebers, der. wie schon angedeutet, in den Fig. 4 bis 10 als Rund-oder Kolhenschieber angenommen ist, wird durch Drehung der Schieberstangen tÚ, tê hervorgerufen.
Die Längsbewegung des Schiebers wird direkt von den Kolbenstangen der Nachbarzylil1der abgeleitet, d. h. ohne Einschaltung von Zwischengliedern, indem die Schieberstange des einen Zylinders mit der Kolbenstange des zweiten Zylinders durch je einen Arm hl, h2 fest verbunden ist. Die Folge dieser Verbindung ist, dass die Schieber denselben Hub haben wie die Kolben. Da bei einer solchen Anordnung beide Schieber in gleichem Sinne bewegt werden, wie die Kolben der benachbarten Zylinder, so muss die notwendige Umkehrung der Bewegung des einen der Kolben durch entsprechende Anordnung der Dampfkanäle im Zylinderspiegel erreicht werden.
Da der Eintritt der Expansion nicht durch die Stellung des benachbarten Kolbens, sondern durch die Stellung des Kolbens in dem Zylinder, in welchem sie eintreten soll, bedingt ist, so muss auch die entsprechende Expansionsbewegung des Schiebers von seinem zugehörigen Kolben bezw. seiner Kolbenstange abgeleitet werden. Dies geschieht auf folgende Weise : Zwischen der Kolbenstange kl und der zugehörigen Schiebers tange tl, bezw. zwischen der Kolbenstange kê und der Schieberstange tê ist je eine Achse u1 bezw. u2 gelagert, um welche je ein Hebel pÚ bezw. pê schwingt. Die Schieberstangen, welche sich in den Köpfen der Arme hÚ, hê drehen können, tragen, fest mit sich verbunden, Hebel il deren freie Köpfe in einer geraden Nut der Zwischenhebel pl p2 gleiten.
Die Kolbenstangen, welche nicht drehbar sind, tragen Ansätze bezw. Rollen : , , welche in einer Nut, die, wie aus den Fig. 9 und 10 hervorgeht, an einer Stelle kurvenartig gekrümmt ist, gleiten bezw. rollen. Wird also die Kolbenstange bewegt, so wird ih'r Ansatz bezw. die Rolle bei der Längsbewegung eine der Kurvenform entsprechende Verdrehung des Zwischenhebels pl bezw. p2 hervorrufen und in weiterer Folge die zugehörige Schieberstange um einen bestimmten Winkel drehen. Der Eintritt dieser Drehung bezw. der Expansionsbewegung des Schiebers hängt von der Lage des Kurventeiles der Nut im Zwischenhebel
<Desc/Clms Page number 2>
ab, u. zw. bestimmt die eine Seite der Kurvennut die Expansion beim Hingang und die andere Seite die Expansion beim Hergang.
Um den Eintritt der Expansion veränderlich zu machen, ist der Zwischenhebel p bezw, pS ans zwei Teilen hergestellt, welche, wie aus den Fig. 9 und 10 hervorgeht, in der Richtung der Drehachse des Hebels voneinander entfernt bezw. einander genähert werden können, so dass die Kurvennuten die Gestalt entweder der Fig. 9 oder der Fig. 10 annehmen. Letztere Figur würde einem Füllungsgrad von etwa 50 Prozent entsprechen, während die Stellung der Hebelteile nach Fig. 9 einen grösseren Füllungsgrad bedingt.
Die Verstellung der beiden Hebelteile wird dadurch erreicht, dass beide mit Rechtsoder Linksgewinde auf die Achse gesetzt sind und durch Gegenmuttern darauf gesichert werden ; nach Lösung der letzteren ist es daher möglich, durch Drehung der Achse in der einen oder der anderen Richtung die Teile einander zu nähern oder voneinander zu entfernen, d. h. die Expansion einzustellen.
EMI2.1
Achse der Zwischenhebel verlängert, um bei einer Stellung der Hebelteile nach Fig. 9 den entstehenden Zwischenraum in den Nutseitenwänden zu überbrücken.
Die Fig. 1 bis 3 stellen die Kanalanordnungen im Zylinder-und Schieberspiegel dar, u. zw. ist der Deutlichkeit halber ein Flachschieber gewählt. A-B ist die Richtung der Längsbewegung des Schiebers, während die Pfeile 1 und 11 die Querbewegung andeuten. l und ?'sind die Zylinderkanäle, während der dazwischen liegende Auspuffkanal durch a bezeichnet ist. Es ergibt sich hierbei die Notwendigkeit, dem Schieber zwei Muscheln zu geben, die mit m bezeichnet sind, während n Durchbrechungen des Schiebers für den Eintritt des frischen Dampfes sind.
Die Stellungen der Fig. 2 und 3 sind die Seitenlage des Schiebers für Hin-und und Rückgang in der Mittelstellung. In der Fig. 1 ist noch angedeutet, in welcher Weise die Drehung der Schieberstange die Seitenbewegung des Schiebers bewirkt, indem ein Ansatz y, welcher fest mit der Schieberstange verbunden ist, zwischen Ansätze z des Schiebers greift.
Es ist klar, dass bei dieser Einrichtung eine Seitenbewegung des Schiebers genügt, um die Kanäle abzuschliessen, während andererseits der volle Kolbenhub vom Schieber durchlaufen wird, um die Dampfverteilung zu bewirken.
Die Fig. 4 bis 8 veranschaulichen einen Kolbenschieber, wie ein solcher im besonderen für Duplexpumpen ohne Drehbewegung Anwendung findet, bei welchen für den Ein-und Austritt nach den Zylinderenden besondere Kanäle (also im ganzen vier für jeden Zylinder) vorhanden sind, um einen harten Anschlag des Kolbens beim Hubwechsel zu verhindern, indem die Austrittskanäle von dem Kolben überlaufen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Expansionssteuerung für Duplexpumpen mit nur einem nach zwei Richtungen be- wegten Schieber, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Schieberkastens zwischen Schieber-und Kolbenstange ein Zwischenhebel (pl p2) um eine zu diesen Stangen parallele Achse schwingend angeordnet ist, welcher zu seiner Achse parallel eine gerade Nut hat, in der das freie Ende eines auf der zwecks Erzeugung der Seitenbewegung des Schiebers drehbaren Schieberstange sitzenden Hebels (il i2) gleitet und eine Kurvennut hat, in welcher ein Ansatz (v1 v2) der Kolbenstange gleitet.