DE295223C - - Google Patents
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- DE295223C DE295223C DENDAT295223D DE295223DA DE295223C DE 295223 C DE295223 C DE 295223C DE NDAT295223 D DENDAT295223 D DE NDAT295223D DE 295223D A DE295223D A DE 295223DA DE 295223 C DE295223 C DE 295223C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L29/00—Reversing-gear
- F01L29/02—Reversing-gear by displacing eccentric
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Schiffsmaschinen für solche Verwendungszwecke,
bei denen es mehr auf möglichste Einfachheit der ganzen Anordnung als auf rationelle Dampfausriutzung ankommt, bei-S
spielsweise bei den Rheindampfern, ist vielfach eine Steuerung in Gebrauch, bei der die
Exzenter für den Hochdruck- und den Niederdruckzylinder auf einer auf der Welle der
Maschine drehbaren Buchse sitzen, die in einer
ίο anderen, achsiäl auf der Welle verschiebbaren
Buchse gelagert ist. Die Umsteuerung kann dann einfach dadurch erfolgen, daß die letztgenannte
Buchse achsial verschoben und dadurch die erstgenannte, mit den Exzentern,
gedreht wird. Diese bekannte, seit vielen Jahren gebräuchliche und in hunderten von
Ausführungen auf dem Rhein in Gebrauch befindliche Steuerung ist in Fig. ι der beiliegenden
Zeichnung schematisch dargestellt.
Auf einer Buchse c, die sich auf der Maschinenwelle g drehen kann, sitzen die beiden Exzenter
ix und iz, von denen das eine, beispielsweise
i1, zur Steuerung des Hochdruckzylinders — und zwar zur Steuerung sowohl des
Einlasses wie des Auslasses — und das zweite, i%, zur Steuerung des Niederdruckzylinders
dient — ebenfalls des Einlasses sowohl wie des Auslasses. Auf der Maschinenwelle g ist
ferner eine Buchse d angebracht, die die Buchse c teilweise umfaßt und vermöge der
Anordnung von Längskeilen e undrehbar, aber verschiebbar auf der Maschinenwelle t sitzt.
Die Buchse c ist mit Kurvennuten h versehen, in die Stifte auf der Buchse d eingreifen.
Wird die Buchse d also in der Längsrichtung verschoben — was der Maschinist mit Hilfe
eines Handhebels direkt oder, bei größeren Ausführungen, unter Zwischenschaltung eines
Schneckengetriebes bewirkt —, so wird dadurch die Buchse c und damit die Exzenter i1 und i2
verdreht, so daß bei genügend großer Verschiebung der Buchse d die Maschine nach
Belieben für Vorwärts- oder Rückwärtsgang eingestellt werden kann.
Diese bekannte Steuerung ist, wie ersiehtlieh,
überaus einfach und verdankt diesem Umstand ihre große Verbreitung. Sie besitzt aber den Nachteil, daß durch sie eine Füllungsänderung
im Hochdruckzylinder während des Ganges der Maschine überhaupt nicht, und auch
sonst nur schwer erreicht werden kann. Eine Änderung der Leistung während des Ganges
kann daher nur durch Drosselung des Dampfes, also nur auf eine recht unökonomische Weise,
erzielt werden.
Gegenstand der Erfindung ist es, diese Unvollkommenheit der Steuerung in der Dampfausnutzung
zu vermeiden und dabei doch die geradezu vorbildliche Einfachheit der Anordnung beizubehalten. Das geschieht in der
Weise, daß demjenigen der beiden auf der Buchse c festsitzenden Exzenter, das den
Hochdruckzylinder steuert —· bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel also dem Exzenter
i1 — nur noch die Steuerung des Auslasses des Hochdruckzylinders überlassen wird,
für die Steuerung des Dampfeinlasses des Hochdruckzylinders aber ein besonderes zusätzliches
Exzenter angeordnet wird.
Die Erfindung ist in den Fig. 2 bis 7 er-
läutert. Fig. 2 zeigt, wie den beiden auf der Buchse c sitzenden Exzentern i1 und i2 noch
ein weiteres Exzenter f zugeordnet ist, das gemäß Vorstehendem nur die Einlaßorgane
des Hochdruckzylinders steuert, während das Exzenter i1 die Auslaßorgane dieses Zylinders
und das Exzenter i2 nach wie vor Ein- und Auslaß des Niederdruckzylinders steuert.
Der Antrieb des Einlaßorgans für den Hochdruckzylinder erfolgt zweckmäßig in der schematisch
aus Fig. 3 ersichtlichen Weise. Die zum Exzenter f gehörige Exzenterstange k greift
an einem Hebel α an, der auf einer' Welle
aufgekeilt ist, die auch den Hebel b trägt.
Letztere bewegt die Stange I, die zum Schieber
oder dem sonstigen Einlaßorgan des Hochdruckzylinders führt.
Eine Änderung der Füllung könnte selbstverständlich hier durch Verdrehung des Exzenters
f auf der Buchse c erfolgen. Jedoch bietet der dargestellte Steuerantrieb viel bessere
und einfachere Möglichkeiten, eine Füllungsänderung zuzulassen. Man kann nämlich den
Angriffspunkt der Exzenterstange k auf dem Hebel α verschiebbar anordnen, wie in Fig. 4
dargestellt ist. Bei einem Antrieb dieser Art kann dann das Exzenter f auf der Buchse c
befestigt werden, und so gelangt man zu einer überaus einfachen Anordnung, die dennoch
eine genügende Füllungsänderung ermöglicht. Zum weiteren Verständnis von Einzelwirkungen
sind zwei Anordnungen der Steuerung in Fig. 6 und 7 gegenübergestellt. Die Stellung
m des Angriffspunktes der Exzenterstange k bedeutet in beiden Fällen die Stellung für
kleinste Füllung, die Stellung η die Stellung für die größte Füllung. Die Verschiebung des
Angriffspunktes' der Exzenterstange von m nach η ist in beiden Fällen in ihrer Wirkung
auf die Schieberbewegung gleichbedeutend mit einer Änderung des Voreilwinkels zwischen
Kurbel und Exzenter um den Winkel α und zwar bedeutet sie bei der Drehrichtung der
Maschine, die der Pfeil andeutet und die in diesem Falle dem Vorwärtsgang der Maschine
entspricht, eine Verkleinerung des Voreilwinkels. Nun bewirkt jede Verkleinerung des
Voreilwinkels eine Vergrößerung der Füllung. Bei der Anordnung Fig. 6 tritt nun bei dieser
Verschiebung von m nach η außer der Verkleinerung
des Voreilwinkels als Nebenwirkung eine Verkürzung des Angriffshebels von Om
auf On ein, und dies bedeutet, da der Exzenterhub derselbe bleibt, einen größeren Hub der
Schieberstange bzw. des Schiebers.
Im Falle der Fig. 7 tritt mit der Verschiebung des Angriffspunktes von m nach η eine
Verlängerung des Hebelarmes ein, und dies bedeutet eine Verkleinerung des Schieberhubes.
Da nun bei gleichem Voreilwinkel eine Vergrößerung des Schieberhubes eine Vergrößerung
der Füllung zur Folge hat, so vergrößert im Fall 6 diese Nebenwirkung den gewollten Erfolg
der Füllungsvergrößerung, während im Falle 7 der gewollte Erfolg durch die Verkleinerung
des Schieberhubes herabgemindert wird. Es ist also von den beiden Anordnungen die Anordnung 6 diejenige, die den
größten Erfolg gewährleistet, da hier die beiden Mittel zur Änderung der Füllung sich addieren,
während sie sich im Falle 7 in ihren Wirkungen subtrahieren.
Wie ersichtlich, bewirkt die Verschiebung des Exzenterstangen-Angriffspunktes auf dem
Hebel α (Fig. 4) nach der Drehachse des Hebels zu eine Füllungsvergrößerung zunächst infolge
der Verkleinerung des Voreilwinkels. Diese Anordnung bietet den Vorteil, daß gleichzeitig
der Schieberhub trotz des gleichbleibenden Exzenterhubes sich bei Vergrößerung der Füllung
ebenfalls vergrößert und bei Verkleinerung der Füllung verkleinert. Allerdings ändert
sich bei der Verstellung auch die Voreinströmung, und weiter wird die Füllungsänderung
auf beiden Kolbenseiten nicht gleich, aber so geringfügig, daß die Änderung gegenüber der
Einfachheit der Ausführung der geraden Kulissen keine Bedeutung hat. Auch diesen
Nachteil kann man jedoch vermeiden, wenn man die Verstellung des Angriffspunktes der
Exzenterstange k auf dem Hebel α statt, wie
gezeichnet, auf einer geraden Linie auf einem um das Exzentermittel gekrümmten Kreisbogen
vor sich gehen läßt.
Die Füllungsänderung läßt sich auch in der Weise erreichen, daß man bei feststehendem
Angriffspunkt der Exzenterstange k am Hebel α
den Angriffspunkt der Exzenterstange I am Hebel b verändert, wie in Fig. 5 erläutert.
Durch die bei dieser Verstellung eintretende Änderung des Schieberhubes wird dann bei
gleichbleibendem Voreilwinkel eine Füllungsänderung bewirkt, wenn auch nur in engeren
Grenzen. Übrigens läßt sich zur Erzielung des gewünschten Zweckes auch eine Vereinigung
der beiden Verstellungsmöglichkeiten nach Fig. 4 und 5 vornehmen.
Verzichtet man auf die Vereinfachung, die in der Befestigung des Exzenters f auf der
Buchse c liegt, und ordnet man das Exzenter drehbar und in beliebigen Stellungen feststellbar
an — was in Fig. 2 durch eine punktiert gezeichnete Stellschraube angedeutet ist ·—, so
kann man dadurch den Bereich der Füllungsverstellung verschieben. Wenn diese beispiels-
weise bei einer bestimmten Stellung des Exzenters f zwischen 20 und 55 Prozent möglich
ist, so kann man durch Drehung des Exzenters ζ. B. die Verstellungsmöglichkeit auf
etwa 35 bis 70 Prozent verschieben.
Es mag auch noch erwähnt werden, daß man auch die Niederdrucksteuerung auf zwei
Exzenter verteilen könnte, wie vorstehend für
die Hochdrucksteuerung beschrieben, um auch für den Niederdruckzylinder die Vorteile der
getrennt gesteuerten Einlaß- und Auslaßorgane und die Möglichkeit einer Füllungsänderung
zu ermöglichen. Indessen wird dies nur selten erwünscht und zweckmäßig sein, weil die
hierdurch erzielten Vorteile in der Dampfökonomie wesentlich geringer sind als wie beim
ίο Hochdruckzylinder und meistens, besonders bei
kleineren Maschinen, die Nachteile der komplizierter werdenden Steuerung nicht wett machen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Umsteuerung an Dampfmaschinen, bei der die Umkehr der Drehrichtung durch Verdrehen der Steuerungsexzenter erfolgt, gekennzeichnet durch die Teilung des Hochdruckexzenters in ein Exzenter (/") für den Einlaß und ein Exzenter (i1) für den Auslaß.
- 2. Umsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Exzenterstange (k) und die Schieberstange (I) für den Hochdruckeinlaß ein Winkelhebel (a, b) eingeschaltet ist, an dem der Angriffspunkt der Exzenterstange (k) zwecks Änderung der Füllung durch Änderung des Voreilwinkels in an sich bekannter Weise verstellbar ist.
- 3. Umsteuerung nach Anspruch 1 und 2, bei der die Verschiebung des Angriffspunktes der Exzenterstange auf dem Antriebshebel (a) der Hochdruckeinlaßsteuerung derart erfolgt, daß der Hebelarm kürzer wird, wenn zwecks Füllungsvergrößerung eine Vergrößerung des Voreilwinkels stattfindet.
- 4. Umsteuerung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine lösbare Befestigung des Hochdruckeintritts-Exzenters (f) an dem anderen Exzenter (i1), daß ersteres sich um den gemeinsamen Wellenmittelpunkt drehen läßt, so daß man zwecks Verschiebung des Bereiches der Füllungsverstellung den Winkel, den dieses Exzenter (f) mit den anderen Exzentern bildet, ändern kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295223C true DE295223C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT295223D Active DE295223C (de) |
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|---|---|
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