AT16849B - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffextrakten und Lacken. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Farbstoffextrakten und Lacken.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Österreichische PATENTSCHRIFT Now 16849. ANTOINE EDOUARD PEYRUSSON IN LIMOGES (FRANKREICH). Verfahren zur Herstellung von Farbstoffextrakten und Lacken. Es ist eine bekannte Tatsache, dass sich bei der Herstellung von Farbstoffextrakten, Lacken etc. vegetabilischer oder animalischer Natur eine graue bis grauschwarze Substanz bildet, die den damit behandelten Gegenständen statt der dem eigentlichen Farbstoff ent- sprechenden lebhaften reinen Färbung einen fahlen, ins Graue bis Schwarze stechenden Ton erteilen, so dass derartig behandelte Gegenstände minderwertig, ja sogar unbrauchbar werden. Man hat nun schon durch verschiedene Methoden versucht, diese grau bis schwarz gefärbten Substanzen zu zerstören und dadurch die Farbstoffextrakte zu klären, was auch zum gewissen Grade gelang, jedoch mit dem Nachteil, dass mit der Beseitigung dieser Substanzen gleichzeitig ein grosser Teil des eigentlichen Farbstoffes mit niedergeschlagen wurde und verloren ging, so dass also die resultierende, für Farbzwecke zu verwendende Flüssigkeit eine wesentlich geringere Konzentration zeigte, als dies bei der gewöhnlichen Herstellung der Fall war, wobei es ausserdem nicht zu vermeiden war, dass die gefürchteten EMI1.1 der Farbstoffextrakte und Lacke in Gegenwart oder in Berührung mit gewissen Metallen. wie Aluminium, Zink, Blei, Zinn, erfolgt, wodurch dit'Bildung der grau bis schwarz gefärbten Substanzen überhaupt verhindert wird, ohne dass ein Niederschlag der eigentlichen im Extrakt vorhandenen Farbstoffe eintreten kann. Zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens ist es nur notwendig, Stangen, Bleche, Streifen oder Bruchstücke von Zinn, Aluminium, Zink oder Blei in einem oder in allen Kesseln oder Apparaten anzuordnen, in welchen die Extrakte hergestellt bezw. konzentriert werden sollen. Wie schon erwähnt, wird dadurch die Entstehung der gefürchteten grau bis schwarz gefärbten Substanzen durchaus vermieden, so dass eine spätere Zerstörung derselben, wie bisher üblich, überhaupt unnötig wird, ausserdem aber wird ein niederschlagen der aktiven Bestandteile der Extrakte, d. h. des eigentlichen Farbstoffes, verhindert. Die so behandelten Extrakte besitzen also dieselbe Konzentration, wie die nach der gewöhnlichcn Methode hergestellten Flüssigkeiten, und die dabei verbrauchte Menge an Zinn bezw. an anderen Metallen ist so unbedeutend, dass sie einen Einfluss auf die Herstellungskosten solcher Extrakte nicht ausüben kann. Gewöhnlich beträgt dieser Metallverbrauch nur einige Gramm für 1 hl, jedoch ändert sich dies entsprechend der Eigenart der in Behandlung benndlichcn Ftüssigkeiten. Bei der Durchführung dieses Verfahrens ist eine Änderung des bisher üblich gewesenen Apparates nirgends notwendig. Die Metalle werden, wie bereits erwähnt, in Form von Stangen oder Blechen gleichmässig in den Kesseln und anderen Apparaten verteilt, um eine grosse Berührnngsobernäche mit den Flüssigkeiten zu erzielen. Soll die beschriebene Wirkung, d. h. die Vermeidung der Bildung der gefürchteten grau bis schwarz gefärbten Substanzen, besonders kräftig und durchaus sicher sein, so kann eine geringe Menge irgendeiner Säure, z. B. einer mineralischen Säure, wie Schwefel-, Salpeter-, Chlorwasserstoff-und Phosphorsäure, oder sogar einer organischen Säure, wie Essig-, Milch-, Oxal- oder Weinsteinsäure etc., im Verhältnis zur Flüssigkeit selbst wie <Desc/Clms Page number 2> 1;2000 zugefügt werden. Dadurch wird unter allen Umständen die Bildung der graugefärbten Substanzen vermieden, jedoch eine geringe Menge der in den Extrakten wirksamen Stoffe (Farbstoffe) niedergeschlagen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Farbstoffextrakten und Lacken, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben während ihrer Herstellung der Einwirkung eines Metalles, wie Aluminium, Zink, Blei oder Zinn unterworfen werden, zum Zwecke, die Entstehung der grau bis schwarz gefärbten, die Flüssigkeit verunreinigenden Substanzen ohne Fällung wertvoller Bestandteile der Flüssigkeiten zu verhindern.
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