AT123670B - Verfahren zur Herstellung von in trocknenden Ölen und in flüchtigen organischen Lösungsmitteln leicht löslichen, völlig homogenen Trockenstoff-Extrakten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in trocknenden Ölen und in flüchtigen organischen Lösungsmitteln leicht löslichen, völlig homogenen Trockenstoff-Extrakten.

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AT123670B
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   Die gemäss den deutschen Patenten   Nr. 353356   und   395646   zur Herstellung von Sikkativen, Lein-   ölfirnis-Ersatz   für oxydierende Leinöle dienenden   naphtensauren Saixe des Kobalts, Mangans, Bleis.   Zinks und Kalzium, die sich wegen ihrer hervorragenden trocknungsbeschleunigenden Eigenschaften in der Firnis-und Lackindustrie bewährt und eingeführt haben, konnten bisher nur in festem Zustande oder gelöst in flüchtigen   organischen Lösungsmitteln,   wie   Laekbenzin.   Terpentinöl, Benzol usw. auf den Markt gebracht werden, wo sie unter   dem Namen.. Soligene" bekannt   sind. 



   Zum Auflösen der festen Trockner in den   flüchtigen Lösungsmitteln werden   die ersteren in einem Kessel bei 100 bis 160  C zunächst geschmelzen, worauf das flüchtige Lösungsmittel zugegeben wird. 



  Die Durchführung dieses   Löseverfahrens   ist vielen Verbrauchern aus feuerpolizeilichen Gründen nicht gestattet. Wird das Lösen vom Erzeuger der Trockenstoffe vorgenommen, so entsteht durch die Verpackung und den Versand, gegebenenfalls im Feuerzug, eine nicht unerhebliche Verteuerung des Produktes. Ausserdem lassen sich die Trockner in Form dieser Lösungen nicht allgemein verwenden, da flüchtige Lösungsmittel für viele Zwecke, wie für die Herstellung beispielsweise von Firnissen, Druckfarben, Linoxyn usw. nicht erwünscht sind, zum Teil sogar nachteilig wirken. Für die Herstellung von Lösungen dieser Stoffe in Leinöl muss dieses auf obengenannte Temperaturen erhitzt werden, um die festen Trockner in Lösung zu bringen, was vielen abnehmer erhebliche Schwierigkeiten bereitet. 



   Der Versuch, die festen, als   Soligene bekannten Trockenstoffe zur leichten   und bequemen Hand- 
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 dass der grösste Teil der in der Wärme gelösten Trockenstoffe allmählich beim Abkühlen und Stehenlassen wieder ausfällt und sich am Boden des Lösegefässes festsetzt und erhärtet. 



   Es wurde nun gefunden, dass diese Nachteile verhindert werden können, wenn an Stelle der genannten Öle deren freie Fettsäuren verwendet werden. Diese besitzen ein so hervorragendes   Lösevermögen   für Naphtenate, besonders für die des Kobalts, Mangans und   Kobaltmangans.   dass sich damit beliebig hohe Konzentrationen von Lösungen dieser Trockner herstellen lassen. Dieses überraschende Lösevermögen war in keiner Weise vorauszusehen. 



   Die Herstellung der Extrakte erfolgt auf einfachste und   bequemste   Weise dadurch, dass beim Entwässern der festen Trockner unter Einschmelzen der   Naphtenate   die erforderliche   Menge Leinölsäure   je nach der gewünschten Konzentration zugesetzt wird, wobei durch kurzes Schmelzen unter gutem   Rühren   mühelos ein völlig   homogener   Extrakt erhalten werden kann. Das Schmelzen erfolgt dabei schon bei bedeutend niedrigerer Temperatur als beim festen Trockner. 



   Die so hergestellten Extrakte der Schwermetallnaphtenate stellen klare,   leichtflüssige   bis hochviskose, aber völlig homogene Produkte dar, die gegenüber den festen   Naphtenaten eine Reihe sehr beacht-   licher Vorzüge aufweisen. Sie sind sowohl in   trocknenden   Ölen, als auch in den gebräuchlichsten organischen 
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  Auch zeigen diese Firnisse, Druckfarben und Lacke eine bedeutend hellere Farbe als die mit festen Trocknern   hergestellten und weisen unmittelbar nach ihrer Herstellung eine vorzügliche Trockenwirkung auf. was vermutlich darauf zurückzuführen ist. dass in den Extrakten der Dispersitätsgrad der Sikkativmetalle   

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 ein weit höherer ist, als in den festen Trocknern. Die Naphtenatextrakte sind in der Wärme. ebenso auch bei Temperaturen unter 0  C unbegrenzt haltbar. Zersetzungen und   Veränderungen   durch Oxydation   oder Gelatinieren   treten bei ihnen nicht ein. 



   Beispiel l : 1000 Gewichtsteile technisch reine Naphtensäure werden bei Kochtemperatur je nach der Säurezahl mit 200-210 Gewichtsteilen   Ätznatron unter   Rühren verseift, die klare Seifenlösung wird mit einer Lösung von etwa 630-650 Gewiehtsteilen Kobaltsulfat ausgefällt, der entstandene 
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 2 : 1,4 : 1 usw. 



   Beispiel 2 : 1000 Gewichtsteile Naphtensäure werden nach Beispiel 1 verseift, die klare Seifenlösung zuerst mit einer Lösung von 40 Teilen   Mangansulfat   versetzt und die restliche Naphtenseife mit einer Lösung von 100-110 Teilen Kobaltsulfat quantitativ ausgefällt, und wie oben ausgewaschen. Während der Entwässerns durch Schmelzen gibt man je nach der gewünschten Konzentration 1000 Gewichtsteile bzw. 500 Gewichtsteile, bzw. 250 Gewichtsteile usw. Leinölsäure,   Holzölsäure   usw. zu, wodurch ein völlig homogener   Kobalt-Manganextrakt   erhalten wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von in trocknenden Ölen und in flüchtigen organischen Lösungsmitteln leicht löslichen,   völlia ; homogenen Trockenstoff-Extrakten   aus der Gruppe der Schwermetall- und Erdalkalisalze der Naphtensäuren, einzeln oder in Mischung untereinander und in beliebiger Konzentration, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel die Fettsäuren trocknender oder halbtrocknender   Öle.   wie von Leinöl, Holzöl, Sojaöl,   Molinöl   u. a. verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Herstellung der Lösungen un- mittelbar an die Herstellung der Trockenstoffe in einem Arbeitsgang angeschlossen wird.
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