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Die gemäss den deutschen Patenten Nr. 353356 und 395646 zur Herstellung von Sikkativen, Lein- ölfirnis-Ersatz für oxydierende Leinöle dienenden naphtensauren Saixe des Kobalts, Mangans, Bleis. Zinks und Kalzium, die sich wegen ihrer hervorragenden trocknungsbeschleunigenden Eigenschaften in der Firnis-und Lackindustrie bewährt und eingeführt haben, konnten bisher nur in festem Zustande oder gelöst in flüchtigen organischen Lösungsmitteln, wie Laekbenzin. Terpentinöl, Benzol usw. auf den Markt gebracht werden, wo sie unter dem Namen.. Soligene" bekannt sind.
Zum Auflösen der festen Trockner in den flüchtigen Lösungsmitteln werden die ersteren in einem Kessel bei 100 bis 160 C zunächst geschmelzen, worauf das flüchtige Lösungsmittel zugegeben wird.
Die Durchführung dieses Löseverfahrens ist vielen Verbrauchern aus feuerpolizeilichen Gründen nicht gestattet. Wird das Lösen vom Erzeuger der Trockenstoffe vorgenommen, so entsteht durch die Verpackung und den Versand, gegebenenfalls im Feuerzug, eine nicht unerhebliche Verteuerung des Produktes. Ausserdem lassen sich die Trockner in Form dieser Lösungen nicht allgemein verwenden, da flüchtige Lösungsmittel für viele Zwecke, wie für die Herstellung beispielsweise von Firnissen, Druckfarben, Linoxyn usw. nicht erwünscht sind, zum Teil sogar nachteilig wirken. Für die Herstellung von Lösungen dieser Stoffe in Leinöl muss dieses auf obengenannte Temperaturen erhitzt werden, um die festen Trockner in Lösung zu bringen, was vielen abnehmer erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
Der Versuch, die festen, als Soligene bekannten Trockenstoffe zur leichten und bequemen Hand-
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dass der grösste Teil der in der Wärme gelösten Trockenstoffe allmählich beim Abkühlen und Stehenlassen wieder ausfällt und sich am Boden des Lösegefässes festsetzt und erhärtet.
Es wurde nun gefunden, dass diese Nachteile verhindert werden können, wenn an Stelle der genannten Öle deren freie Fettsäuren verwendet werden. Diese besitzen ein so hervorragendes Lösevermögen für Naphtenate, besonders für die des Kobalts, Mangans und Kobaltmangans. dass sich damit beliebig hohe Konzentrationen von Lösungen dieser Trockner herstellen lassen. Dieses überraschende Lösevermögen war in keiner Weise vorauszusehen.
Die Herstellung der Extrakte erfolgt auf einfachste und bequemste Weise dadurch, dass beim Entwässern der festen Trockner unter Einschmelzen der Naphtenate die erforderliche Menge Leinölsäure je nach der gewünschten Konzentration zugesetzt wird, wobei durch kurzes Schmelzen unter gutem Rühren mühelos ein völlig homogener Extrakt erhalten werden kann. Das Schmelzen erfolgt dabei schon bei bedeutend niedrigerer Temperatur als beim festen Trockner.
Die so hergestellten Extrakte der Schwermetallnaphtenate stellen klare, leichtflüssige bis hochviskose, aber völlig homogene Produkte dar, die gegenüber den festen Naphtenaten eine Reihe sehr beacht- licher Vorzüge aufweisen. Sie sind sowohl in trocknenden Ölen, als auch in den gebräuchlichsten organischen
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Auch zeigen diese Firnisse, Druckfarben und Lacke eine bedeutend hellere Farbe als die mit festen Trocknern hergestellten und weisen unmittelbar nach ihrer Herstellung eine vorzügliche Trockenwirkung auf. was vermutlich darauf zurückzuführen ist. dass in den Extrakten der Dispersitätsgrad der Sikkativmetalle
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ein weit höherer ist, als in den festen Trocknern. Die Naphtenatextrakte sind in der Wärme. ebenso auch bei Temperaturen unter 0 C unbegrenzt haltbar. Zersetzungen und Veränderungen durch Oxydation oder Gelatinieren treten bei ihnen nicht ein.
Beispiel l : 1000 Gewichtsteile technisch reine Naphtensäure werden bei Kochtemperatur je nach der Säurezahl mit 200-210 Gewichtsteilen Ätznatron unter Rühren verseift, die klare Seifenlösung wird mit einer Lösung von etwa 630-650 Gewiehtsteilen Kobaltsulfat ausgefällt, der entstandene
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2 : 1,4 : 1 usw.
Beispiel 2 : 1000 Gewichtsteile Naphtensäure werden nach Beispiel 1 verseift, die klare Seifenlösung zuerst mit einer Lösung von 40 Teilen Mangansulfat versetzt und die restliche Naphtenseife mit einer Lösung von 100-110 Teilen Kobaltsulfat quantitativ ausgefällt, und wie oben ausgewaschen. Während der Entwässerns durch Schmelzen gibt man je nach der gewünschten Konzentration 1000 Gewichtsteile bzw. 500 Gewichtsteile, bzw. 250 Gewichtsteile usw. Leinölsäure, Holzölsäure usw. zu, wodurch ein völlig homogener Kobalt-Manganextrakt erhalten wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von in trocknenden Ölen und in flüchtigen organischen Lösungsmitteln leicht löslichen, völlia ; homogenen Trockenstoff-Extrakten aus der Gruppe der Schwermetall- und Erdalkalisalze der Naphtensäuren, einzeln oder in Mischung untereinander und in beliebiger Konzentration, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel die Fettsäuren trocknender oder halbtrocknender Öle. wie von Leinöl, Holzöl, Sojaöl, Molinöl u. a. verwendet werden.