AT114037B - Verfahren zur Klärung von durch Kalksuspension getrübtem entwässertem Alkohol. - Google Patents

Verfahren zur Klärung von durch Kalksuspension getrübtem entwässertem Alkohol.

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    Verfahren zur Klärung   von durch   Iíalksuspension     getrübtem   entwässertem Alkohol. 



   Eine Methode zur Alkoholentwässerung besteht bekanntlich darin, dass der Alkohol mit Kalk ohne oder mit Anwendung von Druck einige Zeit erhitzt und nach erfolgter Entwässerung abdestilliert wird. Dabei gelingt es, wenn man langsam destilliert, einen Teil des Destillates klar zu erhalten. Gegen Ende der Destillation geht der Alkohol trotz aller Vorsicht trübe über und muss noch einmal destilliert werden. Diese wiederholte Destillation, welche naturgemäss einen Mehrverbrauch an Dampf bedingt, könnte man nun dadurch vermeiden, dass man zu dem durch die Kalksuspension getrübten Alkohol Zusätze gibt, welche mit dem Kalk in Alkohol unlösliche Verbindungen bilden und auf diese Weise eine Klärung der Flüssigkeit herbeiführen.

   Diese an und für sich naheliegende Arbeitsweise hat sich nun aber tatsächlich nicht einbürgern können, und der trübe   Alkoholrückstand   ("blauer Heinrich") bildet nach wie vor einen schweren Übelstand bei der   Alkoholel1twässerung.   Der Grund, warum die erwähnte Methode in der Technik keinen Eingang fand, ist folgender : Um eine vollkommene Klärung herbeizuführen, benötigt man   natürlich   die dem Kalk entsprechende   stöchiometrische   Menge an Niederschlagsmittel, vorzugsweise Schwefelsäure. Bei der Ausführung dieses Verfahrens wird nun der Alkohol sauer und mit   löslichen,   sich bildenden Reaktionsprodukten verunreinigt, derart, dass der Reinheitsgrad des Alkohols nur verschlechtert wird.

   Die mehrfach erwähnte Arbeitsweise, insbesondere der Zusatz von Schwefelsäure, galt daher in der einschlägigen Industrie bereits als vollkommen undurchführbar. 



   Gemäss der Erfindung zeigte es sieh nun wider Erwarten, dass die Klärung mit Hilfe von Zusätzen, welche mit dem Kalk schwer   lösliche   Verbindungen bilden, unter Vermeidung der unangenehmen Begleiterscheinungen durchführbar ist, wenn man weniger als die theoretisch notwendige Menge an Nieder-   sehlagsmitteln   verwendet. Als   Niederschlagsmittel   kommen beispielsweise Oxalsäure und Schwefelsäure in Frage. Im Falle der Schwefelsäure arbeitet man vorteilhafterweise mit 25 bis 65% der errechneten Menge Schwefelsäure (Sp. G. 1,84). Der Alkohol wird auf diese Art vollkommen und schnell geklärt, ohne dass seine Reinheit im geringsten beeinträchtigt wird.

   Die Erklärung für diese Erscheinung dürfte darin zu suchen sein, dass sich bei Zugabe der Säure momentan Flocken der schwer   löslichen   Caleiumverbindung bilden, die langsam herabsinken und dabei die noch in Lösung befindlichen   Kalkteilchen   mit niederreissen. 



   Beispiel : Zu 3000   entwässerten   Alkohols, welche 160 Kalk enthalten (festgestellt durch Titration   mit 2 0-Salzsäure)   werden 110 g Schwefelsäure (Sp. G. 1,84) gegeben. Obwohl die theoretische Menge Schwefelsäure 220 g beträgt, so ergibt sich trotzdem innerhalb weniger Stunden eine vollkommene Klärung des ursprünglich trübe und in der Durchsicht blau und rötlich opalisierenden Alkohols ; der so behandelte Alkohol ist in keiner Weise verunreinigt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Klärung von durch Kalksuspension getrübtem entwässertem Alkohol, wie er nach dem Kalkverfahren oder   Kalkdruckverfahrel1   gewonnen wird, durch Zugabe von Verbindungen, welche mit dem Kalk schwer lösliche Niederschläge bilden, dadurch gekennzeichnet, dass man von diesen Niederschlagsmitteln weniger als die theoretische Menge zur Anwendung bringt. 

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Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 unter Anwendung von Schwefelsäure als EMI1.1 Schwefelsäure anwendet.
    Druck der Östorrcichischen Staatsdruckerei in Wien. 2o5 29 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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