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WILLIAM GRIFFITHS UND BENJAMIN HARRY BEDELL,
BEIDE IN LONDON.
Oberflächenkontakt für elektrische Bahnen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Oberflächenkontakt für elektrische Bahnen solcher Art, bei welchen der elektrische Strom von einem in einem geschlossenen Rohre angeordneten, aus magnetisierbarem Material bestehenden, stromführenden Kabel mittels eines am Fahrzeuge befindlichen Magneten beim Hinüberfahren des Fahrzeuges über den Oberflächenkontakt demselben zugeführt wird, und kennzeichnet sich im wesentlichen durch einen unter dem Oberflächenkontakte angeordneten und mit diesem in leitender Verbindung stehenden Stengel aus magnetisierbarem Materiale, in dessen unterem, dem magnetisierbaren Kabel zugewendeten, gabelförmigen Ende ein im normalen Zustande durch eine Feder emporgezogen gehaltenes, auf und ab bewegliches Stromschlussstück angeordnet ist, welches,
sobald der am Fahrzeug befindliche Magnet über dem Oberflächenkontakte steht, von dem hiebei magnetisierten Kabel unter Spannung der Feder angezogen wird und dadurch den Stromübertritt zum Oberflächenkontakte ermöglicht, nach der durch Entfernung des Fahrzeugmagneten eintretenden Entmagnetisierung des Kabels jedoch unter dem Einflusse der genannten Feder wieder in seine normale Ruhelage zurückkehrt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Oberflächenkontaktes gemäss vorliegender Erfindung dargestellt u. zw. ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch die Achse des Oberflächenkontaktes senkrecht zur Schienenrichtung und Fig. 2 ein senkrechter Schnitt in der Schienenrichtung.
An dem Oberflächenkontakte b ist ein Stengel a mittels der Öse c eines Bolzens befestigt, 30 dass die obere Fläche des Kontaktes b mit der Strassenoberfläche selbst dann bündig liegt, wenn der Stengel a nicht senkrecht am Kontakte b befestigt ist. Dass die beiden Teile getrennt sind, bietet den weiteren Vorteil, dass der Kontakt erneuert werden kann, wenn er abgenutzt ist, ohne dass der verhältnismässig kostspieligere, nur wenig der Abnutzung unterworfene Stengel n. nebst Ausschalter entfernt zu werden braucht. Der Stengel a besteht aus vielen übereinander liegenden Eisen-oder Stahlplatten oder-Blechen, die teilweise voneinander isoliert und an beiden Enden durch Nieten d d fest verbunden sind.
Einige mittlere Platten sind oben abgeschnitten, um die Öse c des Bolzens aufnehmen zu können, der mit den anderan Platten durch den Stift e verbunden ist. Das obere Ende des Stengels a ist rund abgeschnitten und mit dem Kontakte b in gut leitender Verbindung. Auch das untere Ende des Stengels a bildet eine Gabel, indem die mittleren Platten kürzer gehalten sind. Die beiden Zinken y der Gabel treten etwas auseinander, so
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schlussstückes h greift ein Messingstift o, dessen schwächere Enden in zwei Öffnungen der Gabelzinkfn/sitzen und dort vernietet sind. Die stärkere Mitte des Stiftes o hält die beiden Zinken der Gabel auseinander und dient dem Stromschlussstück h zur Führung.
Die Feder k ist mit einem isolierenden Stifte p an dem Stromschlussstück h befestigt, indem
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Verbindung ; da der Stift p aus nicht, leitendem Stoffe besteht, so kann kein elektrischer Strom durch die Feder k fliessen. Die Spannung der Feder k ist so gross, dass sie das Stromschlnssstück h in seiner höchsten Lage festhalten kann, so lange sich kein Fahrzeug mit seinem Magnet über dem Kontakte b befindet.'
Der Stengel a mit dem daran hängenden Stromschlussstück h befindet sich in einem Steinzeugrohr r, das eine senkrechte Abzweigung eines geschlossenen, wagrechten Steinzeugrohros s bildet. In diesem lagert das Kabel t, das den elektrischen Strom den Ober- nachenkontakten b zuführt, von wo der Strom durch den Stromabnehmer des Wagens abgenommen wird.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Kabel nicht bekleidet und besteht dasselbe aus Eisen-oder Stahldraht. Unmittelbar unter jedem Oberflächenkontakte liegt das Kabel t auf einer Rolle ii aus nicht leitendem Material, die sich um den in dem Rohr s lagernden Metallstift v drehen kann. Der Stift v tritt durch eine wasserdichte Abdichtung auf einer Seite aus dem Rohre s heraus. Die hervorstehenden Enden sämtlicher Stifte v sind miteinander und mit den Schienen durch Metallstreifen verbunden. Die Oberflächen der isolierenden Rollen u sind möglichst gross, indem sie wellenförmig gestaltet sind, um der Elektrizität möglichst viel Widerstand entgegenzusetzen, wenn ein seitliches Ausströmen auftreten sollte.
Sollte die Elektrizität trotzdem ihren Weg über die Rolle 11 finden, so wird sie von dem Stifte v aufgenommen und gelangt nach der Schiene, wodurch es ausgeschlossen ist, dass die Oberflächenkontakte geladen werden. Infolge dieser Massregeln kann ein Oberflächenkontakt nur solange mit Strom versehen werden, als er sich unter dem Wagen befindet. Die Verschrnälerung w des Steinzeugrohres r kann mit einer Verpackung ausgefüllt und der darüber befindliche Raum mit Bitumen oder dgl. ausgegossen werden. Bei der einfachen Form des Oberflächenkontaktcs b lassen sich zwei Granitblöcke x x leicht so zuhauen, dass sie ineinanderpassen und den Ober- flächenkontakt umgebend, diesem als Stütze dienen.
Bei starkem Verkehr wird also eine grössere Dauerhaftigkeit erzielt, als dies bei einem zusammengesetzten Stein möglich wäre.
Bei der vorliegenden Ausführungsform lässt sich der Oberflächenkontakt leicht heraus- nehmen, um ihn nachsehen und ausbessern zu können, wenn man die Oberfläche vorher etwas erhitzt hat, um den Bitumen etwas/u erweichen.
Die zur Herstellung der Stromzuführung erforderliche Berührung des Stromschluss- stückes A mit dem Kabel t wird durch die Einwirkung eines auf dem Fahrzeuge bc-
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duzierten Magnetismus beginnt am Pole des Magneten oberhalb des Oberflächenkontaktes, geht durch den Stengel a, das Stromschlussstilck h, überspringt den Zwischenraum nach dem Kabel und schliesst sich über das Kabel, die Rohre, Erde und Luft nach dem anderen
Pole des Magneten am Fahrzeug. Wird die Entfernung zwischen dem Stromschlussstück h und dem Kabel t geringer, so vermehrt sich dadurch die Leitfähigkeit des magnetischen
Kraftlinienkreises, so dass das Stromschlusssttiek h durch das Kabel t nach unten gezogen wird.
Die Abwärtsbewegung des Stromscblussstückes h wird durch die Feder k zunächst kaum verhindert, da deren Spannung sein Gewicht eben ausgleicht. Dehnt sich aber die
Feder, so nimmt ihre Zugkraft zu, noch schneller aber die nach unten ziehende Kraft.
Wird die Ursache der magnetischen Erregung beseitigt, indem der Wagen mit seinem Magneten weiterfährt, so erlischt der induzierte Magnetismus. Die gespannte Feder zieht das Stromschlussstück h wieder nach oben, während noch genügend induzierter Magnetismus vorhanden ist, um ein Auslöschen von Funken zu bewirken, die sonst leicht auftreten würden. Die Kupferstreifen in in verhindern, dass das Eisen mit Eisen in Berührung tritt unri erleichtern die Trennung.
Bei grossen Fahrgeschwindigkeiten ist die zur Erregung der magnetischen Induktion zur Verfügung stehende Zeit nur gering. Es ist daher erforderlich, die magnetischen Ver- zögerungen, die durch Wirbelströme hervorgerufen werden, so weit als möglich zu ver- ringern, indem der Stengel a und das Stromschlussstück h aus einzelnen Lagen von Blech oder einzelnen Platten zusammengesetzt werden.
Bei der vorliegenden Ausführungsform kann das unbekleidete, auf isolierenden Rollen liegende Kabel leicht in seine Steinzeugleitung eingeführt oder herausgenommen werden, falls es nachgesehen, ausgebessert oder ersetzt werden sollte. Auch kann man das Kabel leicht etwas nach einer Seite ziehen, wenn es eine zeitlang gebraucht worden ist, um so einen neuen, bisher ungebrauchten Teil desselben unter den Oberflächenkontakt zu bringen. t Dasselbe gilt für die Rolle, die das Lager für das Kabel bildet und von diesem etwas mitgedreht wird. Ein in der angegebenen Weise verlegtes Kabel kann leicht gegen Zutritt von Wasser geschützt werden, indem Kammern in bestimmten Zwischenräumen im Kabel-
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