AT16722B - Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Erdalkalimetallen, namentlich von Calcium. - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Erdalkalimetallen, namentlich von Calcium.Info
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Description
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Österreichische PATENTSCHRIFT N 16722.
ELEKTROCHEMISCHE WERKE G. M. B. H. IN BITTERFELD.
Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Erdalkalimetallen, namentlich von Calcium.
Die elektrolytische Darstellung von Erdalkalimetallen war bisher mit Schwierigkeiten verbunden, welche durch die Einhaltung der zur Abscheidung dieser Metalle notwendigen Temperatur- und Stromverhältnisse bedingt sind. Dieselbe gelingt bekanntlich nur dann, wenn eine hohe kathodische Stromdichte (etwa l Amp. pro 1 mm2) und zugleich eine solche Temperatur in unmittelbarer Nähe der Kathode angewendet wird, dass das ent- stehende Metall zu kugelförmigen Tropfen zusammenschmilzt. Bei geringerer Stromdichte und niedrigerer Temperatur erhält man ein mehr oder weniger voluminöses Schwamm- gebilde von Erdalkalimetall, welches von dem betreffenden Elektrolyten durchsetzt ist. Da
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Metallgewinnung auf diesem Wege nicht durchführbar erscheint.
Dies gilt insbesondere für die bisher bei der elektrolytischen Gewinnung der Erdalkalimetalle übliche Arbeitsweise, wobei das sich bildende geschmolzene Metall in kleineren oder grösseren Tropfen einzeln aus dem schmelzflüssigen Elektrolyt entfernt werden muss. Hiebei ist ein Verweilen des entstehenden Metalles in der Schmelze, wenn auch für kurze Zeit, notwendig, da die Tropfen aus praktischen Gründen immer erst eine gewisse Grösse erreicht haben müssen. Während dieses Verweilens in der Schmelze erfolgen nun die erwähnten Verluste durch Auflösung des Metalles. Eine weitere Einbusse an Metall entsteht ferner beim Umschmelzen der so erhaltenen, l1. it anhängender Schmelze verunreinigten Brocken zu Barren oder Stangen.
Diese Ubelstände werden bei vorliegendem Verfahren beseitigt und das Metall wird zugleich unmittelbar in einer besonders gut verwertbaren Form (Stangenform) gewonnen. Das an der Kathode entstehende Metall wird mit Ililfe der ersteren stetig aus der Schmelze entfernt, wobei das gebildete Metall allmählich erstarrt und dann selbst die Rolle der Kathode übernimmt. Zugleich bedeckt sich das erstarrte Metall durch Adhäsion mit einer dünnen Schicht des Elektrolyten, wodurch dasselbe in einfacher Weise vor jeder Oxydation durch den Sauerstoff der Luft geschützt wird.
Bei dieser Arbeitsweise wird, wie leicht ersichtlich, das gebildete Metall, so wie dasselbe auftritt, aus der Schmelze entfernt und abgekühlt, so dass dio Verluste durch Auflösung desselben in dem Elektrolyt praktisch beseitigt sind.
Mit diesem Verfahren werden deshalb nahezu theoretische Stromausbeuten erzielt.
Soll nach diesem Verfahren beispielsweise metallisches Caicium dargestellt werden, so wird Calciumchlorid oder ein anderes geeignetes calciumsalz entwässert und geschmolzen und die schmelzflüssige Masse in ein Elektrolysiergefäss gegossen. Die Kathode wird mit Vorteil an ihrem unteren Ende wagerecht gestaltet und taucht dann nur mit dieser ebenen Fläche in das Schmelzniveau (Berührungselektrode). Die Grösse der wirksamen Kathodenflächo ergibt sich aus der bekannten Stromdichte. Kurze Zeit nach Stromschluss entsteht an der
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das gebildete Calcium als metallische Säule nachzieht.
Diese Bewegung kann entweder mit ) der Hand oder durch mechanische Vorrichtungen, wie Schraube ohne Ende, Zahnstange etc. selbsttätig erfolgen. Um das erste Anhaften des Metalles und das Erstarren desselben an
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flache nicht allzu hoch steigen zu lassen. Dies kann sowohl durch geeignete Wahl von Form und Material der Kathode, wie auch dcrch künstliche Kühlung des eingetauchten Telles derselben bewirkt werden, ist jedoch zur Durchführung des Verfahrens nicht unbedingt nötig.
Sobald die erste Menge des Caleiummetalles in Form eines an der Kathode erstarrten Säulchens gebildet ist, übernimmt dasselbe die Rolle dieser Elektrode ; der zu Deginn des Prozesses hiezu dienende Leiter besorgt nunmehr nur die Stromxuführung und die mechanische Befestigung der gebildeten Calciumelektrode. In der untenstehende Zeichnung ist der Vorgang zum besseren Verständnis dargestellt. Das Bild vergegenwärtigt die Verhältnisse, welche kurze Zeit nach Beginn der Elektrolyse herrschen. Die Elektrode a, welche ursprünglich das Schmelznivean b berührte, ist von diesem bereits um die Höhe der Caiciumsäule c entfernt worden, welch letztere von einer dünnen Hülle d aus erstarrtem Elektrolyt schützend umgeben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Erdalkalimetallen, namentlich von EMI2.2 von Berübrungskathoden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode während des Verfahrens ganz allmählich stetig angehoben wird, so dass das abgeschiedene Metall zu einem sich stets vergrössernden festen Körper anwächst, der im weiteren Verlaufe des Prozesses als Berührungskathode dient. EMI2.3
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| AT16722T | 1903-09-25 |
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