<Desc/Clms Page number 1>
Überlagerungsempfänger mit Einknopfabsstimmung
Die Erfindung betrifft einen Überlagerungsempfänger mit Einknopfabstimmung, bei dem der Oszillatorkreis die üblichen Schaltelemente insbesondere einen festen Reihenkondensator zur Herstellung einer nahezu gleichbleibenden Frequenzdifferenz zwischen dem Oszillatorkreis und den Vorkreisen enthält und in Reihe mit einem Sperrkondensator in den Anodenkreis des Oszillatorsystems eingefügt ist, wobei die erforderliche Gleichspannung der Oszillatoranode über einen Speisewiderstand zugeführt wird.
Die Erfindung bezweckt die Konstanz der Frequenzdifferenz bei der Abstimmung über einen breiten Wellenbereich, besonders über den mittleren Wellenbereich, zu verbessern. Es ist bekannt, zu diesem Zwecke dem Oszillatorkreis ausser dem üblichen Reihen-und Parallelkondensator noch zusätzliche Schaltelemente zuzusetzen, denen u. a. Ohmsche Widerstände angehören. Obgleich hiedurch eine wesentliche Verbesserung des Gleichlaufes möglich ist, geben die erforderlichen Ohmschen Widerstände Anlass zu einer erheblichen Dämpfung des Oszillatorkreises, wodurch der Wirkungsgrad des Oszillators sinkt.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, diesen Nachteil zu beheben, und Mittel zur Verbesserung des Gleichlaufes zu schaffen, die keine zusätzliche Dämpfung des Ozsillatorkreises hervorrufen.
Erfindungsgemäss wird in Reihe mit dem Speisewiderstand ein Schwingungskreis, bestehend aus der Parallelschaltung einer Selbstinduktionsspule und eines Kondensators angeordnet, der so bemessen ist, dass die Abweichungen von der erwünschten gleichbleibenden Differenz zwischen den Abstimmfrequenzen des Oszillatorkreises und des Vorkreises verringert werden ; zu diesem Zwecke ist der erwähnte Schwingungskreis auf jene Oszillatorfrequenz abgestimmt, bei der die Frequenzdifferenz zwischen dem Oszillatorkreis und den Vorkreisen (beim Fehlen der erfindunggemässen Schaltelemente) wenigstens angenähert dem Sollwert entspricht. Die Anwendung der Erfindung hat besondere Vorteile im Mittelwellenbereich und vor allem bei Empfängern, in denen eine hohe Zwischenfrequenz (in der Grössenordnung von 450 kHz angewendet wird.
Bei einer Frequenz, welche höher ist als die Abstimmfrequenz des erfindungsgemässen Schwingungskreises verhält sich dieser wie eine
Kapazität, die parallel zum Oszillatorkreis ge- schaltet ist und somit die Abstimmfrequenz dieses
Kreises erniedrigt ; bei einer niedrigeren Frequenz verhält er sich dagegen als parallel zum Oszillator- kreis geschaltete Selbstinduktion und erhöht die
Oszillatorfrequenz. In dieser Weise kann erreicht werden, dass der Unterschied zwischen der Ab- stimmfrequenz der Vorkreise und der Oszillator- frequenz über den Abstimmbereich nahezu voll- ständig gleichbleibend ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung ist die Oszillatorstufe eines Überlagerungempfängers dargestellt, bei welcher der Oszillatorkreis 1 in Reihe mit einem Sperr- kondensator 2 in den Anodenkreis eines in Form einer Dreipolröhre 3 ausgebildeten Oszillator- systems eingefügt ist. Die erforderliche Gleich- spannung wird der Anode dieses Oszillator- systems über einen Speisewiderstand 4 zugeführt.
Der Oszillatorkreis 1 enthält einen Abstimm- kondensator 5, der in üblicher Weise mechanisch mit den in der Zeichnung nicht dargestellten Ab- stimmkondensatoren der Vorselektionskreise ge- kuppelt ist, sowie eine Selbstinduktionsspule 6, die mit einer im Gitterkreis der Dreipolröhre 3 liegenden Spule 7 induktiv rückgekoppelt ist.
Zur Erzielung einer zumindest annäherungs- weise gleichbleibenden Differenz zwischen der
Abstimmfrequenz des Oszillatorkreises und der- jenigen der Vorselektionskreise sind in üblicher
Weise ein Reihenkondensator 8 und ein Parallel- kondensator 9 vorgesehen.
Zur Erzielung einer Verringerung der Ab- weichung zwischen der erwähnten Differenz der
Abstimmfrequenzen und der Abstimmfrequenz des Zwischenfrequenzverstärkers ist erfindungs- gemäss in Reihe mit dem Speisewiderstand 4, die Parallelschaltung einer Selbstinduktionsspule
10 und eines Kondensators 11 angeordnet.
Eine besonders vorteilhafte Wirkung ergibt sich bei- spielsweise bei der Verwendung des Triodenteiles einer ECH 21-Röhre als Oszillatorsystem, wenn der Speisewiderstand 4 einen Wert von zirka
15.000 Ohm besitzt, und der von der Selbst- induktionsspule 10 und dem Kondensator 11 gebildete Schwingungskreis auf jene Oszillator- frequenz abgestimmt ist, die bei der Abstimmung des Empfängers auf eine im Mittelwellenbercich
<Desc/Clms Page number 2>
liegende Signalfrequenz auftritt, für welche die Differenz zwischen den Abstimmfrequenzen des Oszillatorkreises und der Vorkreise beim Fehlen der Elemente 10 und 11 gleich dem Sollwerte d. h. gleich der Zwischenfrequenz ist. Diese Signalfrequenz liegt in der Regel in der Mitte des Mittelwellenbereiches, also z. B. bei 1000 kHz.
Die Wirkung der Erfindung ergibt sich aus Fig. 2, in der die Kurve I die Abweichungen der erwünschten Differenz zwischen den Abstimmfrequenzen beim Fehlen der Schaltelemente 10 und 11, und die Kurve II diese Abweichungen bei der Anwendung der Erfindung darstellt.
Die Erfindung ist besonders beachtlich bei Empfängern mit hoher Zwischenfrequenz (z. B.
450 kHz), weil bei solchen Empfängern bei Abweichungen vom erwünschten Gleichlauf häufig erhebliche Verzerrungen auftreten. Die Erfindung bietet den besonderen Vorteil, dass sich der verbesserte Gleichlauf unter Vermeidung einer zusätzlichen Dämpfung ergibt.
EMI2.1