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Verfahren zur Herstellung von mit einer Anzahl isolierter Metallteile versehenen Gegen- ständen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die mit einer Anzahl gegeneinander isolierter Metallteile versehen sind, und besonders auf die Herstellung elektrischer Entladungsröhren.
Solche Gegenstände, z. B. Entladungsröhren, die eine grosse Anzahl gegeneinander isolierter Stromzuführungsleiter haben, wurden bisher in der Weise hergestellt, dass die zu isolierenden Metallteile gesondert in einer Lehre angeordnet und darauf in Isoliermaterial eingeschmolzen wurden. Dieses Verfahren ist jedoch umständlich und zeitraubend.
Durch die österr. Patentschrift Nr. 103182 ist zwar auch schon ein Verfahren bekannt geworden, nach dem die Träger für die Elektroden von Entladungsröhren aus einem Stück Blech ausgestanzt und teilweise getrennt in den Lampenfuss eingeschmolzen werden, wobei aber an jeden Zacken des ausgestanzten Bleches ein eigener Durchführungsdraht angeschweisst werden musste.
Diese Nachteile werden bei dem erfindunggemässen Verfahren dadurch vermieden, dass die Metallteile ause inem einzigen Metallblech durch
Stanzen, Biegen bzw. Schneiden gebildet werden, so zwar, dass zunächst die Leiter durch Stanzen von Einschnitten nur teilweise voneinander getrennt werden, ausserhalb der Einschnitte aber miteinander verbunden bleiben, worauf die Einbettung der getrennten Teile der Leiter im Isoliermaterial erfolgt und die Leiter in dem anschliessenden Arbeitsgang durch Abschneiden des Verbindungsteiles vollständig getrennt werden und ihre endgültige Form erhalten. Hiebei ist es im Sinne der Erfindung wesentlich, die nach dem Stanzen nur teilweise getrennten Leiter so in das Isoliermaterial einzubringen, dass sie auf beiden Seiten aus ihm herausragen, um auf der einen Seite als Elektrodenträger, auf der anderen
Seite hingegen als Kontaktorgane zu dienen.
Eine grosse Anzahl von Kontaktstreifen kann z. B. als Ganzes aus einem Metallband gestanzt und gegebenenfalls in Form eines Zylinders gebogen und eingeschmolzen werden, so dass ein Ring aus Kontaktstreifen entsteht. Die Metallstreifen können selbst auch in geeigneter Weise gebogen werden, wie es für Kontaktorgane erforderlich ist. Da die streifenförmigen Teile vor dem Einschmelzen miteinander verbunden sind, ist es nicht nötig, diese gesondert in einer Lehre zu halten, so dass das Einschmelzen sehr schnell und einfach durchführbar ist.
Es ist weiter möglich, die Kontaktstreifen zu ringförmigen oder zylindrischen Elektroden zu formen ; diese Elektroden werden dabei durch den Verbindungsstreifen während des Einschmelzens im richtigen Abstand gehalte'1. Auch kann der Verbindungsteil selbst in Form einer Elektrode oder eines zylindrischen Körpers gestaltet sein.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der die Herstellung eines Bodens für eine elektrische Entladungsröhre als Beispiel dargestellt ist. Es zeigen Fig. 1, 2 und 3 Beispiele streifenförmig ausgestanzter Metallbänder, Fig. 4 A und B und Fig. 7 erfindungsgemäss hergestellte Entladungsröhren, Fig. 5 und 6 in Form von Kontaktorganen gebogene Metallstreifen und die Fig. 8,9 und 10 Beispiele von in Form von Elektroden gebogenen Metall- streifen.
In Fig. l sind die gegeneinander zu isolierenden
Metallstreifen mit 21, der verbindende Rest des
Metallbandes mit 22 bezeichnet. Dieses Band 22 kann entlang der Halbierungslinie 20 durchschnitt- kann entlang der Halbierungslinie 20 durch- schnitten und in Form eines Zylinders nach Fig. 2 gebogen werden. Die Enden werden bei 25 miteinander verbunden, worauf die Streifen 21 in eine z. B. aus Glas bestehende Scheibe ein- geschmolzen werden können. Danach wird das
Band 22 bzw. 24 abgeschnitten und die Enden 32 (Fig. 4 A) werden so gebogen, wie es für ihre
Funktion als Kontaktorgane zweckmässig erscheint.
Damit sich beim Ausstanzen kein Materialverlust ergibt, können die Metallteile nach Fig. 3 mäander- artig ausgestanzt werden, wobei zwei durch
Bänder 37 bzw. 36 zusammengehaltene Streifen- sätze 38 und 39 entstehen.
Die Fig. 4 A und 4 B stellen Entladungsröhren dar, die erfindungs- gemäss eingeschmolzen Kontaktorgane enthalten.
Das Band mit Streifen nach Fig. 2 ist hiebei zwischen einem Glaszylinder 26 und der Kolben- wand 29 eingeschmolzen, nachdem das Elektroden-
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system 30 mittels der Haltedrähte 31 mit dem Kontaktstreifen 21 verbunden wurde. Zwei oder mehr Zungen 32 können einwärts gebogen und an einer metallenen Bodenscheibe 27 angeschweisst sein. Die Bodenscheibe ist mit einem Entlüftungsröhrchen 28 versehen.
Nach den Fig. 5 und 6 werden die Streifen 45 an einem Ende 54 abgebogen und mit einer in der entgegengesetzten Richtung umgebogenen, ausgeschnittenen Zunge 46 versehen. Das Ende 47 ist mit dem Verbindungsstreifen 68 verbunden, der in diesem Falle scheibenförmig ist und mit einem als Entlüftungsröhrchen 53 geformten, eingepressten Teil versehen ist. Die Streifen 45 sind an der Stelle 49 leicht gekröpft.
Ein Glaszylinder 52 (Fig. 7) wird nun auf die Scheibe 68 aufgebracht, die Streifen 45 aufwärts gebogen, bis die Teile 54 über den Rand des Zylinders 52 vorstehen, worauf das Elektrodensystem 56 an den Teilen 54 mittels der Haltedrähte 55 befestigt wird. Dann wird der Kolben 57 über das System 56 gestülpt und mit dem Glaszylinder verschmolzen. Die Streifen 45 werden nun an der Stelle der ausgebogenen Teile 49 abgeschliffen, so dass sie gegeneinander und gegen die Bodenplatte 68 isoliert werden. Die abge- bogenen Teile 46 dienen als Kontaktorgane für die Röhre, und das Entlüftungsröhrchen 53 kann zugleich als Suchemocken und Zentrierorgan ausgeoudet sein. JLle Merstellung des Kohren- bodens mit Kontakten kann somit sehr schnell und einfach durchgeführt werden.
Gewünschtenfalls können zusammengesetzte, plattenförmige Streifen verwendet werden, die z. B. aus zwei oder mehr Platten aus Chromeisen oder einem anderen an Glas gut haftenden Metall mit dazwischen angeordneten Platten aus gut leitendem Metall, z. B. aus Kupfer, bestehen, um den elektrischen Widerstand zu verringern.
Wie in Fig. 8 dargestellt, können die streifenförmigen Teile auch als Elektroden ausgestaltet sein, z. B. in Form von Zylindern 31, 32, 39 usw., die gegebenenfalls mit einem Drahtgitter 33, 34 versehen sind, wie bereits in der österr. Patentschrift Nr. 103182 angegeben. Nach Drehung um 90'können diese zylindrischen oder ringförmigen Elektroden gleichachsig hintereinander angeordnet werden, worauf z. B. an Streifen 35,
36, 37 und 41 noch andere Hilfselektroden be- festigt werden können. Die Elektroden werden vom Verbindungsband 30 während des Ein- schmelzens der streifenförmigen Teile 35, 3 ? ss, 37, 38, ,-C und 41 usw. im richtigen gegenseitigen Abstand gehalten, worauf das Band 30 entfernt wird.
In Fig. 9 weist der Verbindungskörper selbstwie gleichfalls in der österr. Patentschrift Nr. 103182 erwähnt-die Form eines Zylinders 95 auf, der mittels der Zungen 90 bis 94 eingeschmolzen wird, nachdem diese Zungen, wie in Fig. 10 dargestellt, radial umgebogen worden sind. Durch Entfernen der Verbindungsstellen 101-105 werden die Zungen 90-94 gegen den Zylinder 95 isoliert, der als Wand einer Entladungsröhre dienen kann, während die Teile 90-94 mit Stromzuführungsleitem 96-100 eines Elektrodensystems verbunden werden können. Die Zungen 90-94 können als Kontaktorgane ausserhalb der Röhre wirksam sein. Der Zylinder 95 kann am anderen Ende mittels eines, mit einem Ent- lüftungsröhrche-i versehenen scheibenförmigen Deckels verschlossen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die eine Anzahl durch Isoliermaterial gegeneinander isolierter metallischer Leiter enthalten, welche aus einem einzigen Metallblech durch Stanzen, Biegen bzw. Schneiden gebildet werden, so zwar, dass zunächst die Leiter durch Stanzen von Einschnitten nur teilweise voneinander getrennt werden, ausserhalb der Einschnitte aber miteinander verbunden bleiben, worauf die Einbettung der getrennten Teile der Leiter im Isoliermaterial erfolgt und die Leiter anschliessend durch Abschneiden des Verbindungsteiles vollständig getrennt werden und ihre endgültige Form erhalten, insbesondere zur Herstellung elektrischer Entladungsröhren, dadurch gekenn- zeichnet, dass die nach dem Stanzen nur teilweise getrennten Leiter so in das Isoliermaterial ein- gebracht werden, dass sie auf beiden Seiten aus ihm herausragen,
um auf der einen Seite als
Elektroden oder Elektrodenträger und auf der anderen Seite als Kontaktorgane zu wirken.