DEP0026536DA - Mit isolierten Metallteilen versehene Gegenstände und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Mit isolierten Metallteilen versehene Gegenstände und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die mit einer Anzahl gegeneinander isolierter Metallteile versehen sind, und zwar besonders auf die Herstellung elektrischer Entladungsröhren.
Solche Gegenstände, z.B. Entladungsröhren, die eine grosse Anzahl gegeneinander isolierter Stromzuführungsleiter haben, wurden bisher stets in der Weise hergestellt, das die zu isolierenden Metallteile gesondert in einer Lehre angeordnet und darauf in Isoliermaterial eingeschmolzen wurden. Dieses Verfahren ist jedoch umständlich und zeitraubend.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäss in Vorschlag gebrachten Verfahrens zur Herstellung von Gegenständen, die eine Anzahl durch Isoliermaterial gegeneinander isolierter Metallteile haben, wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass die Metallteile aus einer Metallplatte, z.B. durch Stanzen, derart gebildet werden, dass sie miteinander metallisch verbunden sind, wobei die Verbindungsstellen nach Anbringung des Isoliermaterials entfernt und so die Metallteile gegen einander isoliert werden. Das Isoliermaterial wird in diesem Fall derart angebracht, dass die Verbindungsstellen der Metallteile aus dem Isoliermaterial vorspringen und abgeschnitten werden können, sodass darauf die Metallteile gegeneinander isoliert sind. Eine grosse Anzahl von Kontaktstreifen kann nun z.B. als Ganzes aus einem Metallband gestanzt und gegebenenfalls in Form eines Zylinders gebogen und eingeschmolzen werden, sodass ein Ring aus Kontaktstreifen entsteht. Die Metallstreifen können selbst auch in beliebiger Weise gebogen werden, sodass sie mehr in Form von Kontaktorganen gestaltet werden. Da die streifenförmigen Teile vor dem Einschmelzen miteinander verbunden
sind, ist es nicht nötig sie gesondert zu halten; das Einschmelzen ist also sehr schnell und einfach durchführbar.
Es ist weiter möglich, die streifenförmigen Teile derart auszubilden, dass sie z.B. in Form ringförmiger oder zylindrischer Elektroden gebogen werden können; diese Elektroden werden dabei durch den Verbindungsstreifen während des Einschmelzens im richtigen Abstand gehalten. Auch kann der Verbindungsteil selbst in Form einer Elektrode oder einen zylindrischen Körpers gestaltet sein.
Die Erfindung wird an Hand einer zeichnung näher erläutert, in der die Herstellung eines Bodens für elektrische Entladungsröhren als Beispiel dargestellt ist. In der Zeichung stellen
Fig. 1, 2 und 3 ausgestanzte, streifenförmige Metallteile dar, während die
Fig. 4A und B und Fig. 7 erfindungsgemäss hergestellte Entladungsröhren darstellen;
Fig. 5 und 6 zeigen in Form von Kontaktorganen gebogene Metallstreifen und die
Fig. 8, 9 und 10 Beispiele von in Form von Elektroden gebogenen Metallstreifen.
In Fig. 1 sind die gegeneinander zu isolierenden Metallteile mit 21, der Verbindungsstreifen mit 22 bezeichnet. Dieser Streifen wird in der Länge gemäss 20 durchgeschnitten und in Form eines Zylinders nach Fig. 2 gebogen. Die Enden werden bei 25 aneinander befestigt, worauf die Zungen 21 in eine z.B. aus Glas bestehende Scheibe eingeschmolzen werden. Darauf wird der Verbindungsstreifen 24 abgeschnitten, wobei die Enden 32 (Fig. 4A) so gebogen werden, dass sie als Kontaktorgane wirken können. Damit sich beim Ausstanzen der streifenförmigen Teile mit Verbindungsstreifen kein Materialverlust ergibt, wird der Metallstreifen zweckmässig nach Fig. 3 aus einem Metallband ausgestanzt.
Dabei entstehen zwei Streifensätze 38 und 39, die durch die Streifen 37 bzw. 36 verbunden sind. Fig. 4A stellt eine Entladungsröhre dar, die erfindungsgemäss eingeschmolzene Kontaktorgane enthält.
Das Band mit Streifen nach Fig. 2 ist hierbei zwischen einem Glaszylinder 26 und der Kolbenwand 29 eingeschmolzen, nachdem das Elektrodensystem 30 mittels der Haltedrähte 31 mit den Kontaktstreifen 21 verbunden worden ist. Zwei oder mehr Zungen 32 können einwärts gebogen und an einer metallenen Bodenscheibe 27 angeschweisst sein. Die Bodenscheibe ist mit einem Entladungsröhrchen 28 versehen. Darauf wird der Verbindungsstreifen 24 entfernt, sodass die Streifen 21 gegeneinander isoliert werden. (Fig. 4B)
Gemäss den Fig. 5 und 6 werden die Streifen 45 an einem Ende 54 abgebogen und mit einem abgebogenen, ausgeschnittenen Teil 46 versehen. Das Ende 47 ist mit dem Verbindungsstreifen 68 verbunden, der in diesem Fall scheibenförmig ausgebildet und mit einem in Form eines Entlüftungsröhrchens 53 gestalteten, eingepressten Teil 67 versehen ist. Die Streifen 45 sind an der Stelle 49 etwas ausgebogen.
Ein Glaszylinder 52 (Fig. 7) wird nun auf die Scheibe 68 aufgebracht und die Zungen 45 werden aufwärts gebogen bis die Teile 54 über den Rand des Zylinders 52 vorstehen; darauf wird das Elektrodensystem 56 an den Teilen 54 mittels der Haltedrähte 55 befestigt. Anschliessend wird der Kolben 57 über das System 56 gestülpt und mit dem Glaszylinder verschmolzen. Die Streifen 45 werden dann an der Stelle der ausgebogenen Teile 49 abgeschliffen, sodass sie gegeneinander und gegen die Bodenplatte 68 isoliert werden. Die abgebogenen Teile 46 dienen als Kontaktorgane für die Röhre. Das Entlüftungsröhrchen 53 kann zugleich in Form eines Suchernockens und Zentrierorgans ausgebildet sein. Die Herstellung des Röhrenbodens mit Kontakten kann somit sehr schnell und in einfacher Weise durchgeführt werden. Gewünschtenfalls können zusammengesetzte,
plattenförmige Streifen verwendet werden, die z.B. aus zwei oder mehr Platten aus Chromeisen oder sonstigem gut an Glas haftenden Metall mit einer oder mehreren zwischen ihnen vorgesehenen Platten aus gut leitenden Metall, z.B. Kupfer, bestehen, um den elektrischen Widerstand zu verringern.
Wie in Fig. 8 dargestellt ist, können die streifenförmigen Teile auch in Form von Elektroden gestaltet sein, z.B. in Form von Zylindern 71, 72, 79 usw. die gegebenenfalls mit einem Drahtgitter 73, 74 versehen sind. Nach Drehung um 90° werden diese zylindrischen oder ringförmigen Elektroden gleichachsig hintereinander angeordnet, worauf z.B. an Streifen 75, 76, 77, 78, 80 und 81 noch andere Hilfselektroden befestigt werden können. Die Elektroden werden von Verbindungsstreifen 70 während des Einschmelzens der streifenförmigen Teile 75, 76, 77, 78, 79, 80 und 81 usw. im richtigen gegenseitigen Abstand gehalten, worauf der Streifen 70 entfernt wird.
In Fig. 9 ist der Verbindungskörper selbst in Form eines Zylinders 95 gestaltet, der mittels der Zungen 90 bis 94 eingeschmolzen wird, nachdem diese Zungen, wie in Fig. 10 dargestellt, radial gebogen worden sind. Durch Entfernen der Verbindungsstellen 101 und 105 werden die Zungen 90 bis 94 gegen den Zylinder 95 isoliert, der als Wand einer Entladungsröhre dienen kann, während die Teile 90 bis 94 mit den Stromzuführungsleitern 96 bis 100 eines Elektrodensystems verbunden werden können. Die Zungen 90 bis 94 können als Kontaktorgane ausserhalb der Röhre wirksam sein. Der Zylinder 95 wird am anderen Ende mittels eines scheibenförmigen Deckels verschlossen, der gegebenenfalls mit einem Entlüftungsröhrchen versehen ist.
Die Erfindung ist in allen Fällen verwendbar, in denen eine grosse Anzahl aus plattenförmigem Material herzustellender, gegeneinander isolierter Einzelteile in einem Isolierkörper angebracht werden
sollen, besonders wenn diese Einzelteile in geringem Abstand voneinander anzuordnen sind.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die mehrere durch Isoliermaterial gegeneinander isolierte Metallteile enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallteile aus einer Metallplatte z.B. durch Stanzen gebildet werden und zwar derart, dass sie metallisch miteinander verbunden sind, wobei die Verbindungsstellen nach Anbringung des Isoliermaterials entfernt und so die Metallteile gegeneinander isoliert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial derart angebracht wird, dass die Verbindungsstellen der Metallteile aus dem Isoliermaterial vorspringen und abgeschnitten werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass während des Stanzvorganges Teile des plattenförmigen Körpers ausgeschnitten und abgebogen werden, um nach dem Anbringen des Isoliermaterials als Kontaktorgane zu wirken.
4. Durch das Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3 hergestellte Gegenstände, besonders elektrische Entladungsröhren.
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