AT166047B - Verfahren zum Herabsetzen des Quellwertes von Fasern, Fäden, Filmen und anderen Gebilden aus Cellulosehydrat - Google Patents
Verfahren zum Herabsetzen des Quellwertes von Fasern, Fäden, Filmen und anderen Gebilden aus CellulosehydratInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Herabsetzen des Quellwertes von Fasern, Fäden, Filmen und anderen Gebilden aus Cellulosehydrat EMI1.1 gebundenem zu adsorptiv gebundenem Wasser statt, da bereits ein Teil der monomolekularen Wasserschicht nicht mehr als Hydrat gebunden ist. Der Punkt, wo die monomolekulare Wasserschicht in eine dickere Schicht übergeht, und durch welchen der günstigste Wassergehalt für ein verfahrensgemäss zu behandelndes Gebilde bestimmt ist, wird weiter mit Übergangspunkt" bezeichnet und kann auf verschiedene Arten bestimmt werden, von denen unten vier Beispiele gegeben werden, ohne dass die Anzahl von Möglichkeiten damit erschöpft ist. 1. Durch Zeichnen und Interpretation der Sorption- und Desorptionsisot. hermen wird der Zusammenhang zwischen der relativen Feuchtigkeit der Atmosphäre und dem Wassergehalt des zu behandelnden Gebildes festgelegt. Der günstige Feuchtigkeitsgehalt ist dann die Grenze, zu der der Feuchtigkeitsgehalt eines Fadens in feuchter Luft von 99-9" relativer Feuchtigkeit steigen wurde. Dieser Wert wird durch Extrapolation des zu der Dampfdruckachse hin gewendeten konkaven Teiles der Sorptionskurve erhalten. 2. Der Übergangspunkt tritt auch hervor, wenn man einen vollkommen trockenen Faden Feuchtig- keit aufnehmen lässt. Zuerst findet eine gewisse Kontraktion statt, wodurch das Volumen der quellenden Faser weniger zunimmt als das Volumen des aufgenommenen Wassers ausmacht Beim Übergangspunkt und darüber entspricht die Volumenzunahme dem Volumen des aufgenom- menen Wassers. Es tritt dort somit ein Knick in der graphischen Darstellung auf, wodurch der ÜbergMngspunkt bestimmt werden kann. 3. Anstatt mittels des spezifischen Volumens, wie unter 2., ann der Übergangs punkt auch durch Messung des scheinbaren spezifischen Gewichtes der Fasern in einer organischen Flüssigkeit, z. B. mit Nitrobenzol gemischtem Tetrachlorkohlenstoff bestimmt werden. Der Übergangspunkt ergibt sich dann als der niedrigste Wassergehalt, wobei das scheinbare spezifische Gewicht, das im Anfang wegen der unter 2. genannten Kontraktionen relativ hoch ist, bis zu demselben Wert abge- nommen hat, den man durch einfache Berechnung aus dem in Wasser bestimmten spezifischen <Desc/Clms Page number 2> Gewichte der Fasern und dem spezifischen Gewichte des Wassers nach der Mischregel finden kann. 4. Zur Bestimmung des Übergangspunktes und somit des günstigsten Wassergehaltes kann weiters auch die Darstellung und Interpretation der Elastizitätskurven in ihrer Abhängigkeit vom Wassergehalt des zu behandelnden Materials dienen. Bei zunehmendem Wassergehalt bis zum Übergangspunkt nimmt die Elastizität zu, danach nicht mehr. Auf eine der angegebenen Bestimmungsarten kann somit der günstigste Wassergehalt für ein Gebilde, dessen Quellwert herabgesetzt werden muss, bestimmt werden. Cellulosehydratfäden, von denen der günstigste Wassergehalt mit 20% ermittelt worden war, wurden in einen abgeschlossenen Behälter gebracht und dieser ganz mit den Fäden gefüllt. Nach einstündigem Erhitzen des Materials auf 110 C war der Quellwert des Materials auf un- EMI2.1 lang bei 110 C in einer mit Wasserdampf gesättigten Atmosphäre erhitzt, wonach man einen Quellwert von noch ungefähr 90 fand. Es ist klar, dass man die Behandlungszeit durch Erhöhung oder Herabsetzung der Behandlungstemperatur verlieren kann. Man wird jedoch die Temperatur nicht zu hoch wählen, da dann neben der Erzielung des herabgesetzten Quellwertes zugleich die Fadensubstanz angegriffen wird. Wählt man die Temperatur zu niedrig, so tritt der erwünschte Effekt erst nach so länger Zeit auf, dass diese Zeit für technische Anwendung unbrauchbar ist. Zeit und Temperatur müssen gut aufeinander abgestimmt werden und im allgemeinen wird eine Erhitzungsdauer von einer halben bis zu einer ganzen Stunde bei ungefähr 115 C für die meisten Zwecke sehr geeignet sein. Das erfindungsgemässe Verfahren kann nicht nur auf Fasern und Fäden, sondern auch auf aus Fasern und Fäden hergestellte Filme und andere Gebilde angewendet werden. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Herabsetzen des Quellwertes von Fasern, Fäden, Filmen und anderen Gebilden aus Cellulosehydrat, dadurch gekennzeichnet, dass man den Übergangspunkt des CellulosehydratGebildes, d. h. den Punkt wo chemisch gebundene Wassermoleküle in adsorptiv gebundene übergehen, bestimmt, hierauf das Gebilde auf diesen Wassergehalt bringt und dann in einem abgeschlossenen Raum derart erhitzt, dass der Wassergehalt während der Erhitzung praktisch derselbe bleibt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Wassergehalt des Gebildes auf einen Wert zwischen 17 und 25% bringt und dann das Gebilde während einer halben Stunde bis zu einer ganzen Stunde auf 115 C erhitzt, ohne dass der Wassergehalt sich bedeutend ändert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT166047T | 1946-11-26 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT166047B true AT166047B (de) | 1950-05-25 |
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ID=34200133
Family Applications (1)
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| AT166047D AT166047B (de) | 1946-11-26 | 1946-11-26 | Verfahren zum Herabsetzen des Quellwertes von Fasern, Fäden, Filmen und anderen Gebilden aus Cellulosehydrat |
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|---|---|
| AT (1) | AT166047B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1007288B (de) * | 1953-03-11 | 1957-05-02 | Courtaulds Ltd | Verfahren zur Verminderung der Wasseraufnahme von regenerierten Celluloseprodukten |
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1946
- 1946-11-26 AT AT166047D patent/AT166047B/de active
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