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Schutzhülle für ausziehbare Bauteile, insbesondere für Kippvorrichtnngen
Die Erfindung betrifft eine Schutzhülle für ausziehbare Bauteile, insbesondere für Kippvorrichtungen. Es sind Schutzhüllen z. B. für Stossdämpfer bekannt, die entsprechend dem verhältnismässig geringen Hub derartiger Stossdämpfer aus einem Faltenbalg bestehen. Derartige Faltenbälge sind für Kippvorrichtungen, die einen grossen Hub aufweisen, nicht verwendbar. Bei derartigen Kippvorrichtungen treten daher immer noch die Nachteile auf, dass die ineinander verschiebbaren Zylinder und Druckkolben zum Heben der Pritsche leicht verschmutzen und versanden.
Hiedurch werden die Dichtungen im Zylinder und in den Kolben sehr bald undicht und es kann der Schmutz und der Sand durch die Kolben und Zylinder in die Ölleitung zur Pumpe und zum Sicherheitsventil am Führersitz gelangen, wodurch die Einrichtung bald reparaturbedürftig wird. Diese Nachteile werden durch die Schutzhülle nach der Erfindung vermieden.
Das wesentliche Merkmal der erfindungsgemässen Schutzhülle besteht darin, dass sie aus einem harmonikaartigen Balg besteht, der sich beim Zusammenschieben der Kippvorrichtung vollständig zusammenlegt. Ein weiteres Merkmal besteht darin, dass der Balg aus einzelnen Ringen gebildet ist, die an ihren inneren und äusseren Enden durch Streifen und Nähte miteinander verbunden sind. Ferner kann im Rahmen der Erfindung in dem Schlauch eine auf Zug wirkende Schraubenfeder angeordnet sein, die zum Einhalten des Abstandes der Kippvorrichtung dient und mittels der eine Falten- bildung erzielt werden kann.
Der harmonikaartige Balg nach der Erfindung besteht aus Leder, Stoff u. dgl. und ist mit seinem unteren Ende auf dem Zylinder der Kippvorrichtung und mit seinem oberen Ende auf dem vorstehenden Teil des Kolbens der Kippvorrichtung abnehmbar befestigt. Die Schutzhülle kann sich hiedurch der ausziehbaren Länge der
Kolben entsprechend dehnen und wieder vollständig zusammenlegen, wodurch der Zylinder und die Kolben vor jeder Verunreinigung geschützt werden und die Dichtungen der Kolben eine lange Lebensdauer erhalten. Ganz besonders wird das Eindringen von Schmutz und Sand in das Innere der Einrichtung vermieden. Hiedurch werden gleichzeitig die weiteren daraus entstehenden Schäden der Manschetten, Führungen und Begrenzungsventile, Saug-und Druckventile, Pumpe usw. durch Eindringen von Schmutz vermieden.
Auf der Zeichnung ist eine solche Kippvorrichtung für Lastwagen u. dgl. in einem Ausführungsbeispiel dargestellt u. zw. zeigt : Fig. l eine schematische Darstellung in Längsansicht der Einrichtung in Verbindung mit der Schutzhülle in Gebrauchsstellung, Fig. 2 die gleiche Einrichtung mit eingezogenem Kolben und ausgefalteter Schutzhülle, Fig. 3 einen teilweisen senkrechten Schnitt der Schutzhülle.
Zwischen dem Wagenrahmen ist der Zylinder a um Hohlzapfen schwingend gelagert, durch welche das Drucköl von der Pumpe m aus durch die Rohrleitung I in den Zylinder a gedrückt wird.
Der Ölbehälter r ist durch die Leitung q mit der Pumpe m verbunden, die durch Olleitungen p und n mit dem Sicherheitsventil o in Verbindung steht. Über dem Zylinder a und den teleskopartig ausziehbaren Kolben b, c, d ist die Schutzhülle e angeordnet, die mit ihrem unteren Ende durch die Manschette f und den Riemen g am Zylinder a abnehmbar befestigt ist. Das obere Ende h der Schutzhülle e ist mit dem Kolbenende in beliebiger Weise lösbar verbunden. Der äussere Kolben d ist durch ein Kugelgelenk i mit der Pritsche k od. dgl. gelenkig verbunden.
Sobald die Pumpe m vom Motor aus eingeschaltet wird, werden die Kolben b, c, d auseinander geschoben. Die Schutzhülle ist so beschaffen, dass sie sich gleichfalls entsprechend ausdehnen kann.
Nach der Zeichnung besteht die Schutzhülle aus einem harmonikaartigen Balg, wodurch sie sich leicht auseinanderziehen und zusammenlegen
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äusseren Enden t durch Streifen u miteinander verbunden sind. Das Verbinden der Streifen u mit den Ringenden t erfolgt zweckmässigerweise durch Nähte. An Stelle der balgartigen Schutzhülle könnte auch die Schutzhülle aus dehnbarem Material hergestellt werden, so z. B. könnte die Schutzhülle aus einem Gummischlauch bestehen. Zweckmässigerweise wird in dem Schlauch eine
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schraubengangförmige Feder unter Spannung eingelegt, die sich beim Ausdehnen des Schlauches auseinanderzieht und beim Zusammenziehen des Schlauches ebenfalls eine entsprechende Verkürzung erhält.
Die Schraubengangfeder gibt in diesem Falle den Abstand zu den Kolben, wodurch diese sich ungehindert auseinander und zusammenschieben können.
Die Ausführung der Einrichtung zum Heben und Senken der Pritsche kann beliebig sein.