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Vorrichtung zur Abgabe von Steuerimpulsen in Form von elektrischen Stromstössen Es bestehen verschiedene Vorrichtungen zur Abgabe von Steuerimpulsen in Form von elektrischen Stromstössen. Einige dieser Vorrichtungen besitzen einen Umdrehungskörper zum Antrieb eines endlosen Bandes bzw. einer gelochten Trommel und auf dieser Trommel aufgedrückte Schleifkontakte oder eine Lichtquelle zur Betätigung von Photozellen. Sobald nun ein Kontakt in eine Lochung des Bandes fällt oder ein Lichtstrahl durch eine solche Lochung hindurchgeht, wird ein elektrischer Stromkreis geschlossen, der im allgemeinen ein elektromagnetisches Relais speist.
Diese Vorrichtungen sind sehr gebräuchlich und bieten gewisse Vorteile, beispielsweise zur Steuerung einer Maschine mit ständig gleichbleibendem Arbeitszyklus. Solche Vorrichtungen bieten jedoch nur so lange einen Vorteil, als die betreffende Maschine nur eine beschränkte Anzahl von verschiedenen Arbeitszyklen ausführen muss.
Sobald die Maschine jedoch eine grosse Anzahl von verschiedenen Arbeitszyklen ausführen muss oder ein Arbeitszyklus nur während kurzer Zeit und dann uberhaupt nicht mehr benötigt wird, kann selbstverständlicherweise diese Vorrichtung den Ansprüchen nicht mehr genügen. Für jeden Arbeitszyklus muss dann nämlich ein neues Band gelocht werden, eine verhältnismässig grosse Arbeit für die kurze Zeit, während der das betreffende Band gebraucht wird. Ausserdem sind solche Vorrichtungen für sich über grosse Zeiten erstreckende, aber kurze Einzelvorgänge aufweisende Arbeitszyklen nicht brauchbar, denn es ist praktisch unmöglich, eine vorzeitige Wiederholung der Kurzvorgänge zu verhindern, da der Vorgang beendet ist, bevor die Lochung genügend weit fortgeschritten ist, um eine neuerliche Steuerung des betreffenden Vorganges zu verhindern.
Schliesslich wurden auch noch andere Steuerung Vorrichtungen vorgeschlagen, bei denen jede Verschiebung eines Organs in Elementarverschiebungen längs den Koordinatenachsen eines dreidimensionalen Systems zerlegt wird. Für jede Verschiebung eines jeden Organs gibt das Steuergerat so viele Stromstösse ab, als die Verschiebung Elementarverschiebungen aufweist. Diese Vorrichtungen waren angesichts der grossen Schwierigkeiten bei den zur Steuerung der Verschiebung eines Organs erforderlichen Steuerungsstromkreisen nicht zufriedenstellend.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Abgabe von Steuerimpulsen in Form von elektrischen Stromstössen. Diese Vorrichtung soll die erwähnten Nachteile dadurch beseitigen, dass sie Umdrehungskörper aufweist, von denen jeder dur' ei'ie gleiche Welle über Riegel, die die fela*' en \iukelstellungen der Um- drehungskörper zu einander festhalten, angetrieben wird, sowie dadurch, dass jeder Umdrehungskörper mindestens einen für die Steuerung eines elektrischen Stromkreises bestimmten Teil besitzt.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht schematisch und als Beispiel eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung, u. zw.
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht mit aufgeschnittenen Teilen, Fig. 2 eine Teil-Seitenansicht mit im Schnitt aufgezeigten Teilen, Fig. 3 eine
Seitenansicht mit im Schnitt aufgezeigten Teilen einer zweiten Ausführungsform, Fig. 4 eine Stirn- ansicht.
In der in den Fig. l und 2 der Zeichnung auf- gezeigten Ausführungsform enthält die Vor- richtung ringförmige Scheiben 1, die sich frei beweglich auf einer starr mit einer Welle 2 a verbundenen Nabe 2 drehen. Jede Scheibe trägt eine sich in bezug auf eine Marke 4 verschiebende
Skaleneinteilung 3. Diese Marke ist auf einem starr mit der Nabe 2 verbundenen Teil angebracht.
Jede Scheibe 1 wird über einen unter der Wirkung einer Feder 8 stehenden Riegel 5 durch die Welle angetrieben. Diese Feder soll den Riegel mit einer
Verzahnung 6, deren Teilung der Skaleneinteilung entspricht, im Eingriff halten. Jeder Riegel trägt ein Betätigungsorgan 7.
In der abgebildeten Ausführungsform sind die
Riegel und die Steuerungsorgane in in Ansätzen 9 der Nabe angebrachten Lagerungen befestigt, während jede Scheibe eine Verzahnung aufweist.
Natürlich können in einer Variante der Aus- führung dieser Vorrichtung die Verzahnungen mit den Ansätzen starr verbunden sein, während die
Riegel und die Steuerungsorgane in in den
Scheiben angebrachten Lagerungen befestigt sein können. Doch ist diese letztere Anordnung weit weniger praktisch.
Jede Scheibe weist auf ihrem Umfang einen Ein- schnitt 10 auf, mit dem ein auf einer zur Welle 2 a parallelen Achse 12 drehbar angeordneter Finger 11 zusammenwirkt.
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Dieser Finger steht unter der Wirkung einer (hier nicht abgebildeten) Feder, die ihn in den Einschnitt 10 eindringen lassen soll. Die Winkel-
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Stange 13. Zu diesem Zweck trägt der Finger 11 einen Arm 14, in den eine unter der Wirkung einer Feder 16'stehende Stange li eingebaut ist. Diese Stange trägt eine Rolle 17. Diese letztere wird durch die Feder 16 gegen die Stange 13 gedrückt, die in einer senkrecht zur Achse 12 in einer Stütze 18 angebrachten Bohrung gleitet. Diese Stange 13 trägt einen mit einer (hier nicht abgebildeten) Elektrizitätsquelle elektrisch verbundenen Kontakt 19 und steht unter der Wirkung einer Feder 2 (J, die den Kontakt 19 von einem zweiten mit der Quelle verbundenen Kontaktstück 21 entfernen soll.
Die Stange 13 besitzt einen Ansatz 22, der in seiner Normallage (die hier abgebildete Lage) auf der Rolle 17 ruht.
Die Arbeitsweise der im vorstehenden beschriebenen Vorrichtung ist folgende :
Wird die Welle 2 a in Uhrzeigenichtung angetrieben, so werden die Scheiben durch die im Eingriff mit den Verzahnungen 6 stehenden Riegel 5 angetrieben. Sobald der Einschnitt 10 einer Scheibe unter einem Finger 11 hindurchgeht, fällt dieser letztere auf eine Stufe 23. Diese Bewegung des Fingers bewirkt eine Verschiebung der Stange 13 entgegen der Wirkung ihrer Feder 20, d i. nach oben. Die Verschiebung der Stange 13 ist ausreichend, um den Kontakt 19-21 zu schliessen und dadurch in dem durch diesen Kontakt gesteuerten Stromkreis einen elektrischen Strom fliessen zu lassen.
Sobald sich die Welle 2a weiterdreht, gleitet der Finger 11 von der Stufe 23 ab und fallt auf den Boden des Einschnittes 10. Da sich nun der Kontakt 21 einer weiteren Verschiebung der Stange 13 widersetzt, gleitet die Rolle 17 vom Ansatz 22 ab, und die Stange 13 wird durch ihre Feder 20 zurückgeholt. Diese Verschiebung der Stange bewirkt die Trennung der Kontakte 19-21 und die Unterbrechung des
Stromes in dem durch sie gesteuerten Stromkreis.
Ein verstellbarer Anschlag 25 begrenzt den Hub der Stange 13. Dadurch wurde ein Steuerimpuls in Form eines elektrischen Stromstosses abge- geben. Sobald sich die Welle weiterdreht, wird der Finger 11 entgegen der Wirkung seiner Feder durch eine den Einschnittboden mit dem Scheiben- umfang verbindende Steigung 24 zurückgestossen.
Die Lage des verstellbaren Anschlages 25 wird so gewählt, dass, wenn der Finger 11 auf dem
Umfang der Scheibe gleitet, die Rolle 17 an die dem Kontakt 19 entgegengesetzte Seite des An- satzes 22 zurückgeführt wird (d. h. in die auf der
Zeichnung abgebildete Stellung).
Um den Übergang der Rolle 17 von der einen auf die andere Seite dieses Ansatzes zu erleichtern, bestehen die Flächen dieses letzteren aus Kegeln.
L'm den Übergang der Rolle 17 auf die dem Kon- takt 19 entgegengesetzte Seite des Ansatzes zu ermöglichen, muss lediglich der Anschlag 25 so eingestellt werden, dass, sobald der Finger 11 auf dem Umfang der Scheibe gleitet, die durch die Achse der Rolle 17 gehende und senkrecht zur Stange 13 verlaufende Ebene auf der dem Kontakt 19 entgegengesetzten Seite des Ansatzes 22 sich befindet.
Da jede Scheibe in die in bezug auf die Welle 2 a gewünschte Winkelstellung gebracht werden kann, ist leicht zu verstehen, dass diese Vorrichtung während einer Umdrehung dieser Welle zum gewünschten Zeitpunkt die Abgabe eines Stromstosses in jeden durch ein Kontaktpaar 21-19 gesteuerten elektrischen Stromkreis ermöglicht. Jede Scheibe gestattet die Abgabe eines Steuerimpulses zur Steuerung eines Vorganges.
Selbstverständlich besitzt die Vorrichtung
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Welle wird so gewahlr dar diese Welle eine volle Umdrehung m eilen mit der Dauer eines vollen Arbeitszyklus übereinstimmenden Zeitraum ausführt. Selbstverständlich können die Scheiben an Stelle der Einschnitte auch Vorsprünge aufweisen.
In der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform besitzt die Vorrichtung konzentrisch zu einander angeordnete Scheiben, von denen jede auf einer ihrer Seitenflächen einen Einschnitt oder einen Vorsprung aufweist.
In einer Variante der Ausführung könnte jede Scheibe ausgehöhlt sein und auf einer ihrer Seiten eine Lichtöffnung aufweisen, so dass die Strahlen einer Lichtquelle zu den gewünschten Zeitpunkten auf eine Photozelle zur Steuerung eines elektrischen Stromkreises auftreffen können.
Hiebei ist festzustellen, dass dadurch, dass die Marken 4 starr mit der Nabe 2 verbunden sind, die ihrerseits wiederum mit einer Triebwelle starr verbunden ist, während die Skaleneinteilungen auf den Scheiben angebracht sind, die Einstellung der relativen Winkelstellungen der Scheiben zueinander leicht und rasch erfolgt, sofern die Marken so angebracht sind, dass sie alle zu gleicher Zeit sichtbar sind. Die Einstellung aller Scheiben kann demnach für eine gleiche Winkelstellung der Triebwelle erfolgen. Diese Anordnung ermöglicht auch eine sehr leichte Kontrolle der Einstellung der Scheiben.
Aus diesen Ausführungen ist ersichtlich, dass zur Vermeidung der nicht rechtzeitigen Wieder- holung eines Vorganges von sehr kurzer Dauer lediglich die Stufe 23 genügend kurz sein muss, damit der Finger 11 vor Beendigung des kürzesten
Vorganges auf den Boden des Einschnittes fällt.
Mit anderen Worten : Die Winkellänge dieser
Stufe muss kleiner sein als die Winkelverschiebung des Umdrehungskörpers während der Dauer des raschesten Vorganges des Arbeitszyklus.
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