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Vorrichtung zur Herstellung von mulden-oder rinnenförmigen Körpern, insbesondere
Firstziegeln, aus Beton od. dgl.
Bei der Vorrichtung nach Patentschrift
Nr. 162682 zur Herstellung von mulden-oder rinnenförmigen Körpern, insbesondere First- ziegeln, aus Beton wird zunächst durch Ein- stampfen von Beton in einen unter Zwischenlage eines Bleches auf einer Platte gelagerten Form- rahmen eine der Abwicklung des herzustellenden
Körpers entsprechende ebenflächige Platte erzeugt.
Hierauf wird die Unterlagsplatte unter dem Blech hinweggezogen, so dass die Betonplatte nur noch auf letzterem ruht, worauf die Stifte, an welchen das Blech aufgehängt ist, gleichzeitig aus dessen Randschlitzen zurückgezogen werden. Infolge ihres Eigengewichtes fällt dann die Betonplatte mit dem unter ihr befindlichen Blech in die tiefer angeordnete Formhälfte. Da sich die Platte auf dieser Strecke jedoch frei bewegt, so besteht die Möglichkeit, dass sie nicht immer in der für die nachfolgende Einpressung richtigen Lage genau in die untere Formhälfte gelangt, wodurch die Erzeugung störende Verzögerungen eintreten können oder sogar Ausschuss entsteht.
Nach der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass die Beförderung der ebenflächigen Betonplatte in die untere Formhälfte nicht mehr, wie bei der Vorrichtung nach'dem Stammpatent, durch Betätigung eines verschwenkbaren, die obere Formhälfte tragenden Hebels nur ausgelöst, sondern dass sie unmittelbar vom Arbeiter durchgeführt wird. Zu diesem Zweck ist das Unterlagsblech an beiden Langseiten mit Handgriffen versehen, mittels welchen es vom Arbeiter mit beiden Händen erfasst, mit der auf ihm befindlichen Betonplatte von den Festhaltestiften des Gestelles abgehoben und in die Form eingelegt wird. Damit es in letzterer zwangsläufig die genaue Symmetrielage einnimmt, sind auf seiner Rückseite an beiden Längskanten Anschläge angebracht, die sich beim Einlegen bzw. Einpressen gegen beide oberen Ränder der Form anlegen.
Nach der Erfindung wird ferner eine Abkürzung des Arbeitsvorganges gegenüber dem Verfahren nach dem Stammpatent dadurch erzielt, dass die obere Formhälfte nicht mehr zunächst an einem um die Achse des Formrahmens verschwenkbaren Hebel befestigt und mittels des- selben in die in die untere Formhälfte gelangte
Betonplatte eingedrückt wird, sondern dass der
Arbeiter die mit beiden Händen erfasste obere
Formhälfte unmittelbar in die in der unteren
Form liegende bereits durchgewölbte Betonplatte eindrückt.
Infolge dieser Vereinfachungen des Herstellungsvorganges kann nicht nur der verschwenkbare Hebel entfallen, sondern es können auch die Festhaltestifte für das Unterlagsblech, da dessen Freigabe nicht mehr auszulösen ist, statt beweglich und versenkbar, wie bei der Vorrichtung nach dem Stammpatent, nunmehr fest auf dem Gestell angebracht werden.
Um ferner eine beim Einstampfen des Betons in den Formrahmen möglichst unnachgiebige Auflage der Unterlagsplatte auf dem Gestell zu erzielen, wird die Platte unmittelbar auf zwei in ihrer Längsrichtung verlaufenden Stegen gelagert, die auf dem die untere Formhälfte tragenden Teil des Gestelles angeordnet sind. Dadurch entfallen die an der Unterseite der Unterlagsplatte bisher angeordneten Rollen, denen zufolge die Platte nur an vier Punkten unterstützt war, so dass sie eine verhältnismässig grosse Stärke erhalten musste, wodurch ihre Handhabung erschwert war. Die in ihrer ganzen Länge auf den Stegen aufliegende Platte kann dagegen schwächer und leichter ausgeführt werden. Ihr Herausziehen auf den Stegen nach dem Aufstampfen des Betons erfordert daher keine besondere Anstrengung.
Um beim Einstampfen des Betons in den Formrahmen eine dichte Anlage des letzteren am Unterlagsblech zu sichern und zu verhindern, dass hiebei Beton zwischen beiden Teilen herausgepresst wird und die Betonplatte einen unregelmässigen unteren Rand erhält, ist am vorderen Rand der Unterlagsplatte auf deren Unterseite ein Haken angelenkt, welcher nach dem Abwärtsschwenken des Formrahmens auf das Unterlagsblech dessen Vorderteil selbsttätig von oben her umgreift und durch ein an ihm angebrachtes Gegengewicht in der Schliesslage gehalten wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel dargestellt, in welcher zeigen : Fig. 1 die Vorrichtung in Vorder-
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ansicht, Fig. 2 im Grundriss, Fig. 3 in Seiten- ansicht, Fig. 4 das Unterlagsblech in Draufsicht und Fig. 5 die obere Formhälfte in Draufsicht, beide in verkleinertem Massstab.
Die Unterlagsplatte 1 (Fig. 1) ruht auf zwei in ihrer Längsrichtung durchlaufenden, auf den
Ständern 2 des Vorrichtungsgestelles angeordneten Stegen 3. Auf ihr liegt das Unterlagsblech 4, dessen durch Längsleisten 5 verstärkte Ränder je zwei kreisförmige Löcher 6 aufweisen, mittels denen das Blech auf die fest am Gestell angebrachten Stifte 7 aufgeschoben wird. Der Formrahmen 8 ist, wie bei der Vorrichtung nach dem Stammpatent, mittels der Augen 9 verschwenkbar auf der Achse 10 gelagert. Auf der Oberseite der Leisten 5 (Fig. 4) des Unterlagsbleches 4 ist je ein Handgriff 11 und auf der Unterseite dieser Leisten sind je zwei Anschläge 12 angebracht, die zur Sicherung seiner symmetrischen Lage beim Einlegen in die untere Formhälfte 13 dienen.
Der am vorderen Rand der Unterlagsplatte 1 auf deren Unterseite angelenkte Haken 14 wird durch das mit ihm verbundene Gegengewicht 15 in der Schliesslage gehalten, in welcher er den auf das Unterlagsblech 4 niedergeschwenkten Formrahmen 8 auf seiner Oberseite umgreift.
Hiernach ergibt sich folgender gegenüber dem Herstellungsverfahren nach dem Stammpatent wesentlich vereinfachter Arbeitsvorgang. In den auf das Unterlagsblech 4 niedergeschwenkten Formrahmen 8 wird der Beton mittels des Schlageisens 17 zwecks Erzeugung der ebenflächigen Betonplatte eingestampft. Nach Aufwärtsschwenken des Rahmens bis zur Anlage an einem festen (nicht dargestellten) Anschlag wird die auf den Stegen 3 ruhende Unterlagsplatte 1" mittels des Griffes 16 nach vorne herausgezogen und abgestellt. Darnach wird das Unterlagsblech 4 an den Handgriffen 11 erfasst und mit-der auf ihm ruhenden Betonplatte in die untere Formhälfte 13 eingelegt, wobei beide Teile eine dieser Form entsprechende Durchwölbung nach unten erfahren.
Beim darauffolgenden Einpressen der oberen mit beiden Händen erfassten Formhälfte 18 (Fig. 5) kommt das Unterlagsblech mit den auf seiner Rückseite angebrachten Anschlägen 12 zur Anlage an den oberen Rändern der unteren Formhälfte 13, wodurch die genau symmetrische Lage der Betonplatte in dieser Hälfte gesichert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von muldenoder rinnenförmigen Körpern, insbesondere Firstziegeln, aus Beton od. dgl. nach Patentschrift Nr. 162682, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterlagsblech (4) an seinen Langseiten in an
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eingelegt wird.