AT162682B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mulden- oder rinnenförmigen Körpern, insbesondere Firstziegeln, aus Beton od. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mulden- oder rinnenförmigen Körpern, insbesondere Firstziegeln, aus Beton od. dgl.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mulden-oder rinnenförmigen Körpern, insbesondere Firstziegeln, aus Beton od. dgl. Die Herstellung von Firstziegeln aus Beton erfolgt bisher in der Weise, dass auf die Aussen- seite eines Formbleches, welches der inneren Oberfläche des zu erzeugenden Ziegels entspricht, eine Schicht Beton aufgetragen und mit dem Streicheisen abgezogen wird. Das Eisen wird dabei, auf seitlich angebrachten, entsprechend der Querschnittsform des Ziegels ausgebildeten Rippen aufliegend, im Abstand der Wandstärke des Ziegels vom Blech über die Betonmasse bewegt. Der Beton kann auch umgekehrt auf die der Ziegelaussenfläche entsprechende Innen- seite der Form aufgebracht und darnach die Innenseite des Ziegels mittels des in der an- gegebenen Weise über die Betonmasse geführten Streicheisens geformt und geglättet werden. Die Zahl der in dieser Weise von einem Arbeiter herstellbaren Ziegel ist jedoch naturgemäss klein und beträgt nur etwa 8-10 Stück in der Stunde. Diesem Nachteil wird durch das Herstellungsverfahren nach der Erfindung und durch die zu seiner Durchführung dienende, vom Arbeiter zu betätigende Vorrichtung abgeholfen. Das neue Verfahren unterscheidet sich von der bisher gebräuchlichen Herstellungsweise grundsätzlich dadurch, dass die Formgebung des Ziegels in zwei aufeinanderfolgenden Stufen erfolgt, indem zunächst eine ebenflächige Platte aus Beton von der Form der Abwicklung des herzustellenden Körpers, insbesondere Ziegels, erzeugt und diese dann durch Einpressen in eine diesem Körper entsprechende Form umgeformt wird. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht somit darin, dass die Betonmasse mittels des an sich bekannten Schlageisens in einen ebenflächigen, unter Zwischenlage eines Bleches auf einer Platte gelagerten Formrahmen eingestampft wird, dessen Innenraum der Abwicklung des herzustellenden muldenförmigen Körpers, insbesondere Firstziegels,'entspricht, wonach die so entstandene, auf dem Blech ruhende Betonplatte nach Entfernung der Unterlagsplatte zusammen mit dem Unterlagsblech mittels der gewölbten Hälfte einer Form in deren hohle Hälfte gepresst wird. Der nach dem neuen Verfahren erzielbare Zeitgewinn ist vor allem darin begründet, dass die Herstellung der ebenflächigen Betonplatte bedeutend schneller erfolgt, als die durch die bogen-oder winkelförmige Führung des Strich- eisens in der bisher gebräuchlichen Weise zu bewirkende Formgebung, und dass die erst dann durchzuführende Umbildung der ebenen Beton- platte in die gewünschte mulden-oder rinnen- artige Form durch die nur wenige Sekunden beanspruchende, schlagartige Einpressung dieser Platte in die Pressform erfolgt. Zur Durchführung des Verfahrens dient gemäss der Erfindung hiernach eine Vorrichtung, bei welcher der ebene Formrahmen auf einer aus- ziehbaren, ebenflächigen Platte ruht und das zwischen Rahmen und Platte angeordnete Blech durch Halteorgane leicht lösbar gehalten ist, sowie die obere Hälfte der Form an einem gegen die durch Einstampfen hergestellte Betonplatte abwärts verschwenkbaren Hebel angebracht und deren untere Hälfte unterhalb der Ebene des Formrahmens fest angeordnet ist. Ein Ausführungsbeispiel einer erfindung- gemässen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher zeigen : Fig. 1 die Vor- richtung in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 in Stirnansicht, Fig. 3 in Draufsicht, Fig. 4 die zur Herausnahme des erzeugten Presslings aus der Pressform dienende Zange in Seitenansicht und Fig. 5 eine zur Anbringung einer als Sturmklammer dienenden Drahtschleife in der im Formrahmen befindlichen Betonplatte geeignete Haltevorrichtung. Auf dem Gestell 1 (Fig. 1, 2) der zweckmässig in Tischform ausgeführten Vorrichtung ruht die mittels Rollen 4 auf Schienen 2 verschiebbare Platte 3, welche die beim Einstampfen des Betons mittels des Schlageisens 8 in den auf ihr ruhenden Formrahmen 5 ausgeübten Drücke als feste Unterlage aufzunehmen hat. Der Rahmen 5 ist auf der Achse 6 mittels der Lager Ja (Fig. 3) drehbar angeordnet und kann in die durch die gestrichelte Linie 5 b angedeutete Ruhestellung bis zur Anlage an der Stütze 7 aufwärts verschwenkt werden. Zwischen Unterlagsplatte 3 und Formrahmen 5 ist das die freie Bodenfläche des Rahmens bedeckende und über dessen beide Längsseiten vorstehende Unterlagsblech 9 angeordnet. Seine vorstehenden, auf den Gestelleisen 39 ruhenden Teile sind zweckmässig durch aufgenietete oder sonstwie mit ihm verbundene Flacheisenstreifen 10 verstärkt, welche Schlitze 11 <Desc/Clms Page number 2> für die Aufnahme konischer Zapfen 12 aufweisen, die die rasche Anordnung des Bleches 9 in richtiger Lage zum danach auf dieses abwärts zu verschwenkenden Formrahmen 5 ermöglichen. Damit das Blech 9, nachdem der Rahmen 5 in seine Ruhestellung 5 b aufwärtsgeschwenkt ist, mit der auf ihm ruhenden Betonplatte durch deren Eigengewicht auf die untere Formhälfte 13 sinken kann, werden die konischen Zapfen 12 durch die Unterlagsplatte 3 bei deren Herausbewegung selbsttätig aus den Schlitzen 11 des Unterlagsbleches 9 zurückgezogen. Die Zapfen jeder Seite sind daher auf Leisten 14 angeordnet, die von um Bolzen 15 verschwenkbaren Hebeln 16 getragen und nach dem Austritt der Zapfen aus den Schlitzen 11 durch Federn 17 wieder in ihre Ausgangslage aufwärts verschwenkt werden. Die Abwärtsbewegung der Leisten wird durch das an deren vorderem Ende angebrachte Gleitstück 19 bewirkt, auf welches der Anschlag 18 am Ende der Unterlagsplatte 3 bei ihrer Herausbewegung aufgleitet und von welchem dieser Anschlag bei der weiteren Bewegung der Platte bis zum Einfallen ihres hinteren Rollenpaares 4 in die Schienenhaken 37 wieder abgleitet. In dieser Lage ihrer Rollen wird die Platte 3 um die Rollenachse abwärts geschwenkt. Beim Wiederaufschieben auf das Gestell wird die Platte zunächst um die Rollenachse in die waagrechte Lage aufwärtsverschwenkt. Bei ihrer Weiterbewegung in waagrechter Richtung drücken daher ihre Anschläge 18 die Gleitstücke 19 und damit die Zapfen 12 nur vorübergehend abwärts. Auf der Achse 6 ist ein Hebel 20 mit Handgriff 20 a drehbar gelagert, an dessen Unterseite entsprechend der Innenfläche des Formbleches 2 gebogene Segmente 22 angebracht sind, gegen die das Blech vor jedem Pressvorgang angelegt wird. In dieser Lage wird das Formblech durch federnde Bügel 23 festgehalten, die seine Versteifungquerstege 24 untergreifen. Die Anbringung des Formbleches 21 kann daher rasch und in einfacher Weise vorgenommen werden. Anderseits ist das Blech bei dieser Befestigungsweise aber auch nach dem Einpressen der Betonplatte in die untere Formhälfte 13 durch mit der Hand auf dieses ausgeübten Druckleicht vom Hebel C lösbar. Im Zuge der Herstellung der Ziegel kann gleichzeitig in einfacher Weise die Anbringung einer als Sturmklammer wirkenden Drahtschlinge 30 (Fig. 5) durch Einpressen in die im Formrahmen befindliche Betonplatte vorgenommen werden. Hiezu kann eine Haltevorrichtung 26 benützt werden, an deren mit dem Handgriff 27 versehener Platte 28 gabelförmige, in Spitzen endende Zinken 29 angebracht sind, welche die Drahtschlinge 30 an verschiedenen Stellen festhalten und nach deren Einpressen in die Betonplatte freigeben. Damit auch dieser Vorgang mit möglichst geringem Zeitaufwand durchführbar ist, sind an der Vorder-und den beiden Längsseiten des Formrahmens Marken 31 angebracht, welche die Einhaltung der richtigen Lage der Platte 28 der Haltevorrichtung 26 beim Einpressen der Drahtschlinge 30 in die Betonplatte ermöglichen. Die Drahtschlinge besteht zweckmässig aus drei Schlaufen, um die sichere Verankerung zu gewährleisten und gleichzeitig auch eine Armierung an der breitesten Stelle des Ziegels zu bewirken. Das freie Schlingenende 36 der Klammer 30 befindet sich nach dem Einpressen in einer durch das Formblech 21 bewirkten Vertiefung auf der Innenseite am weiten Ende des Presslings. Es wird beim Verlegen des Firstziegels auf dem Dach in den etwas überstehenden Nagel oder Haken eingehängt, der durch ein Loch am unteren Ende des Firstziegels in die Firstlatte eingeschlagen wird, und befindet sich mit dem Kopf des Befestigungsnagels oder - hakens innerhalb der genannten innenseitigen Vertiefung am oberen Ziegelende. Wenn keine Firstlatten vorhanden sind, kann die Befestigung der Ziegel mit Hilfe eines durch das Schlingenende 36 durchgezogenen Verlängerungsdrahtes an den Dachlatten festgebunden werden. Zur Herausnahme des fertigen Presslings aus der unteren Pressformhälfte 13 wird zweckmässig eine Zange 32 (Fig. 4) verwendet, deren beide durch im Sinne der Schliessbewegung wirkende Federn 33 miteinander verbundene Schenkel je zwei Zapfen 34 tragen. Diese Zapfen sind im Abstand der Schlitte 11 der Enden 10 des Bleches 9 voneinander angeordnet und greifen unter der Wirkung der Federn 33 in diese Schlitze ein, wenn die vorher gegeneinander gedrückten oberen Schenkelenden der Zange freigegeben werden. Der Pressling 35 ist von dem Blech 9 und der oberen Formhälfte 21 umschlossen. EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3> Nun wird das Formblech 21 vom Hebel 20 abgelöst, so dass es am Pressling verbleibt, und der Pressling mit der Zange 32 aus der Form 13 entnommen, wobei die Zapfen 34 der Zange in die Schlitze 11 des den Pressling an seiner Unterseite umgebenden und über seine beiden oberen Längskanten vorstehenden Unterlagsbleches 9 eingreifen. Der Firstziegel wird sodann zwecks Trocknung um 1800 umgedreht, so dass er auf der Formhälfte 21 zu liegen kommt, und hierauf das Blech 9 in dessen Längsrichtung abgezogen. Nach dem Erhärten des Ziegels auf dem Trockengestell werden die Ziegel von diesem abgenommen, zweckmässig mit Wasser befeuchtet und sodann mit Zementmilch mit oder ohne Farbzusatz bestrichen, um wasserdicht zu werden. Zur Herstellung des nächsten Ziegels wird der von der oberen Formhälfte 21 befreite Hebel 20 in seine Hochlage zurückverschwenkt, an ihm ein neues Formblech 21 angebracht, hierauf die Unterlagsplatte 3 auf den Schienen 2 in ihre Ausgangslage zurückbewegt und ein neues Unterlagsblech 9 auf sie aufgelegt. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von muldenoder rinnenförmigen Körpern, insbesondere Firstziegeln, aus Beton od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass eine ebenflächige Platte aus Beton von der Form der Abwicklung des herzustellenden Körpers erzeugt und diese darnach in eine dem mulden-oder rinnenförmigen Körper, insbesondere Firstziegel, entsprechende Form eingepresst wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonmasse mittels Schlageisen in einen ebenflächigen, unter Zwischen- lage eines Bleches auf einer Platte gelagerten Formrahmen eingestampft wird, dessen Innenraum der Abwicklung des herzustellenden Körpers entspricht, wonach die auf dem Blech ruhende Betonplatte nach Entfernung der Unterlagsplatte zusammen mit diesem Blech mittels der gewölbten Hälfte einer Form in deren hohle Hälfte gepresst wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der im Unterlagsblech befindliche Pressling nach dem Ausheben aus der unteren Formhälfte um 1800 umgedreht und das hiernach auf seiner Oberseite befindliche Blech abgezogen wird, wonach seine Trocknung im oberen Formblech erfolgt.4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein ebener Formrahmen (5) auf einer herausziehbaren ebenflächigen Platte (3) ruht, und zwischen Platte und Rahmen ein Blech (9) durch Halteorgane leicht lösbar gehalten ist, sowie die obere Hälfte (21) einer Pressform an einem gegen die durch Einstampfen hergestellte Betonplatte abwärts verschwenkbaren Hebel (20) angebracht und deren untere Hälfte (13) unterhalb der Ebene des Formrahmens (5) festangeordnet ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Formrahmen (5) um EMI3.16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiderseits über den Formrahmen (5) vorstehenden, auf EMI3.2 in welche Zapfen (12) der von gegen den Druck von Federn (17) abwärts verschwenkbaren Hebeln (16) getragenen Leisten (14) eingreifen, und dass am vorderen Ende dieser Leisten ein Gleitstück (19) angebracht ist, mit welchem ein am hinteren Ende der Unterlagsplatte (3) angeordneter Anschlag (18) zusammenwirkt.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der die obere Formhälfte (21) tragende Hebel (20), ebenso wie der Formrahmen (5) um die Achse (6) verschwenkbar ist.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbare Hebel (20) auf seiner Unterseite als Stützen für das den gewölbten Teil der Pressform bildende Formblech (21) Segmente (22) aufweist, gegen deren Aussenflächen das Blech (21) mit seiner Innenseite angelegt wird, sowie federnde Bügel (23), welche Versteifungsstege (24) dieses Bleches zwecks dessen Festhaltung in seiner Lage untergreifen, vorgesehen sind.9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlags- EMI3.3 EMI3.4 Achse die Platte senkrecht abwärts geschwenkt wird.10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 9, gekennzeichnet durch eine zum Ausheben des fertigen Presslings aus der Form (13) dienende Zange (32) mit im Sinne der Schliessbewegung gegeneinander federnden Schenkeln, deren Enden Zapfen (34) tragen, die beim Schliessen der Zange EMI3.5 Unterlagsbleches (9) eingreifen. 11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 10, EMI3.6 im Formrahmen (5) eingestampfte Betonmasse, bestehend aus einer mit einem Handgriff (27) EMI3.7 Festhalten und Einpressen der Klammer.12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorder-und den beiden Längsseiten des Formrahmens (5) Marken (31) angebracht sind, welche zur Einhaltung der genauen Lage der Haltevorrichtung (26) beim Einpressen der Klammer (30) dienen.
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