AT164482B - Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl. - Google Patents

Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl.

Info

Publication number
AT164482B
AT164482B AT164482DA AT164482B AT 164482 B AT164482 B AT 164482B AT 164482D A AT164482D A AT 164482DA AT 164482 B AT164482 B AT 164482B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
electrodes
gas
furnace
space
charging
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Elektrokemisk As
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elektrokemisk As filed Critical Elektrokemisk As
Application granted granted Critical
Publication of AT164482B publication Critical patent/AT164482B/de

Links

Landscapes

  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl. 



   Die Anmelderin hat in einer Reihe früherer
Patente die Bauart von geschlossenen elektrischen
Schmelzöfen behandelt, die für die Sammlung und Verwertung des Ofengases eingerichtet sind. Ihr Prinzip besteht darin, dass der Ofen durch Schächte beschickt wird, die um jede
Elektrode mit Abstand von derselben symmetrisch angeordnet sind, und das Ofengas durch das
Material, das die Elektrode umgibt und während des Betriebes stets erneuert wird, emporsteigt.
Diese Bauart ermöglicht eine gleichmässige und vollständige Sammlung des Ofengases, hat aber den Nachteil, dass der Vorgang im Ofen schwer zu verfolgen ist, da man die Beschickung inner- halb des Ofens nicht beobachten und nur schwer in der Beschickung stochern kann.

   Mit einem ganz geschlossenen Ofen können daher in bezug auf Kraft-und Materialverbrauch nicht so gute
Leistungen erzielt werden wie in einem gut betriebenen offenen Ofen. 



   Die Erfindung betrifft eine Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen, die eine Sammlung des
Ofengases ermöglicht und dennoch gestattet, den
Arbeitsvorgang zu beobachten und die Beschickung zu bearbeiten. Die Beschickung wird ausserhalb eines die Elektrode mit Abstand umgebenden, vorzugsweise wassergekühlten, metallischen Ringes in den   Ofen eingebracht und das Ofengas innerhalb   des Ringes gesammelt. Vorzugsweise wird der Gasraum so gross gemacht, dass die Elektrodenfassung durch eine Dichtungsanordnung in den Gasraum herabgelassen werden kann, dessen Volumen dann durch Höhenverstellung der Elektrodenfassung geregelt werden kann. Die freie Elektrodenlänge wird dadurch bedeutend vermindert und ein sicherer und zuverlässiger Betrieb gewährleistet. 



   Die Entfernung des Ofengases findet gemäss der Erfindung in der Weise statt, dass der den Beschickungsraum vom Gasraum trennende Ring mit einer oder mehreren Öffnungen versehen ist, die mit an der Aussenseite des Ringes angeordneten Gasabzugsrohren verbunden sind. Ein den Gasraum umgebender ringförmiger Schacht ist in Sektoren unterteilt, die einerseits zum Einbringen der Rohmaterialien, andererseits zum Abführen des Ofengases dienen. 



   Die äussere Begrenzungswand des Schachtes wird zweckmässig kürzer gemacht als die innere, so dass die Beschickung auch nach aussen über die   Ofenoberfläche fliesst.   Unterhalb des Beschickungs- ringes kann man im Ofen ohne Behinderung durch den äusseren Ring stochern, was gegebenen- falls mechanisch geschehen kann. Die Ofen- oberfläche ausserhalb des äusseren Ringes kann ganz offen liegen, so dass man leicht von aussen an die Beschickung herankommen kann. Es ist doch bei gewissen Schmelzverfahren vorzuziehen, die Beschickung mit Hilfe eines Deckels zu schützen, der aufgehoben wird, wenn der Ofen kontrolliert oder die Beschickung bearbeitet werden soll. 



   Die Anordnung gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei beispielsweisen Aus-   führungsformen   dargestellt. 



   Die Fig.   l   und 2 zeigen einen Ofen mit einer
Oberelektrode, die Fig. 3 und 4 einen Ofen mit drei Oberelektroden je im lotrechten und waag- rechten Schnitt. 



   In Fig.   I   ist 1 die Elektrode, 2 die nur schema- tisch angedeutete Elektrodenfassung, 3 der Gas- raum, 4 die innere, 5 die äussere Begrenzungs- wand des Beschickungsraumes und 6 ein Klapp- deckel, der während der Bearbeitung der Beschickung geöffnet wird. Die Wand 4 hat Öffnungen 7, durch die das Ofengas abziehen kann. 



  Der von den Wänden 4, 5 begrenzte Ringraum ist in Sektoren unterteilt (Fig. 2), an die einerseits Gasaustrittrohre 8, andererseits Zuführungsrohre 9 für die Beschickung angeschlossen sind. 



   Die beschriebene Anordnung eignet sich ohne weiteres für Einphasenöfen mit einer Oberelektrode, weniger dagegen für Öfen mit mehreren Oberelektroden. Bei letzteren ist der zwischen den Elektroden liegende Teil des Ofens, in dem der Schmelzvorgang sehr stark ist, gewöhnlich für eine Bearbeitung der Beschickung wenig zugänglich. Um das Ofengas dortselbst einwandfrei zu sammeln, ist es zweckmässig, die äussere Begrenzungswand 5'des Beschickungsringes (Fig. 3 und 4) der verschiedenen Elektroden so miteinander zu verbinden, dass zwischen den Elektroden je eine Erweiterung und ein einziger gemeinsamer Schacht entsteht, in dem zwischen den Elektroden die Beschickung höher gehäuft werden kann, wodurch das Gas in die   Sammel-     räume gepresst wird.

   Ein Gasabzugsrohr 10 ist zweckmässig in der Mitte des Ofens zwischen   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 den Elektroden angebracht und mit dem Gasraum derselben durch Kanäle 11 verbunden. Gegebenenfalls kann man auch die inneren Begrenzungen der Beschickungsräume der Elektroden verbinden, so dass zwischen den Elektroden ein gemeinsamer Gassammelraum entsteht, der dann mit einem Dach versehen werden muss. Die Beschickungsringe sind am besten an den Vorrichtungen aufzuhängen, welche die   Elektrodenplattform   oberhalb des Ofens tragen. Dadurch werden die Beschickungsringe verstellbar und können hochgezogen werden, um die Beseitigung allfälliger Elektrodenbrüche zu erleichtern. 



   Um Gasverluste durch die Materialien ausserhalb des Schachtes zu verhindern, kann man die Beschickung, die an dieser Stelle nicht nennenswert erneuert wird, mit feinkörnigem Material zudecken. Am Auslauf des Schachtes kann auch ein schräggestellter Rost oder ein Sieb angebracht werden, wodurch die feinen Körner vorzugsweise durch den Rost hindurchsinken werden, während die groben Körner schräg gegen die Elektrode niedergleiten werden. Dadurch wird die Beschickung am meisten dort porös, wo die Hauptmenge des Gases entweichen soll. Eine solche   Trennung der Korngrössenkann übrigens auchohne   Anwendung eines Rostes bewerkstelligt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl., bei der die Beschickung ausserhalb eines die Elektrode um-   gebenden, als Gassammelraum dienenden Ringraumes (3) erfolgt, dadurch gekennzeichnet,   
 EMI2.1 
 die Abzugsrohre (8) aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen den Gassammelraum umgebenden, zur Beschickung dienenden Ringraum, der nach unten zu offen ist, so dass sich die Beschickung sowohl nach innen gegen die Elektrode als auch nach aussen gegen die Ofenwand verteilt.
    3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Begrenzungswand (5) des Ringraumes kürzer ist als die innere Wand (4).
    4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei Öfen mit mehreren Oberelektroden, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Begrenzungswände (5') der den verschiedenen Elektroden zugehörigen, zur Beschickung dienenden Ringräume so miteinander verbunden sind, dass zwischen den Elektroden je eine Erweiterung, aber nur ein einziger gemeinsamer Schacht entsteht.
    5. Anordnung nach den Ansprüchen l, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasabzugsrohr (10) zwischen den Elektroden angebracht und mit den Gasräumen derselben durch Kanäle (11), die den Beschickungsringraum durchqueren, verbunden ist. EMI2.2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Begrenzungswände (4) der Ringräume der einzelnen Elektroden miteinander verbunden sind, wodurch der Gassammelraum erweitert ist und den Raum zwischen den Elektroden mit umfasst.
AT164482D 1945-06-05 1946-09-11 Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl. AT164482B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO164482X 1945-06-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT164482B true AT164482B (de) 1949-11-10

Family

ID=19904581

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT164482D AT164482B (de) 1945-06-05 1946-09-11 Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT164482B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1090696B (de) * 1954-12-24 1960-10-13 Elektrokemisk As Stochervorrichtung fuer Elektroden-Reduktionsoefen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1090696B (de) * 1954-12-24 1960-10-13 Elektrokemisk As Stochervorrichtung fuer Elektroden-Reduktionsoefen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT164253B (de) Geschlossener elektrischer Ofen
DE2456771C2 (de) Ofen zum kontinuierlichen Einschmelzen von Metallstücken oder -spänen
AT164482B (de) Anordnung bei elektrischen Schmelzöfen für Karbid, Eisenlegierungen u. dgl.
DE69421687T2 (de) Verfahren und einrichtung zur zerkleinerung von verbrauchten feuerfesten auskleidungen und dergleichen
DE1533837B1 (de) Reduktionskammer zum chargenweisen Reduzieren von Metalloxyden
DE819304C (de) Anordnung zur Ableitung der Ofengase bei elektrischen Schmelzoefen
CH252229A (de) Elektrischer Schmelzofen.
EP0204652B1 (de) Schachtschmelzofen zum Schmelzen von Metallen
DE3123589C2 (de)
DE3104795A1 (de) &#34;schachtfoermiger trockenkuehler fuer koks&#34;
DE561569C (de) Elektrischer Lichtbogenofen
DE859927C (de) Geschlossener elektrischer Schmelzofen
DE626018C (de) Verfahren und Ofen zur Trennung von spezifisch leichten Metallen von schwereren unloeslichen Verunreinigungen
DE2929105C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Raffinieren von Ferrosilicium
DE1206120B (de) Vorrichtung zum Absaugen der Gase bei oben offenen elektrischen Schmelzoefen und Verfahren zum Betrieb dieser Vorrichtung
DE1433677C3 (de) Reduktionslichtbogenofen mit überbau für hohe Reaktionstemperaturen
DE579510C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Verhuettung von Zinkerzen im elektrischen Ofen
DE872214C (de) Verfahren fuer den Betrieb von Schachtoefen
DE3729295C1 (en) Wear-resistant cladding of a high-temperature boiler surface, in particular an additive chute on a converter exhaust gas cooling stack
AT206805B (de) Einrichtung zum Vorwärmen des Gutes für Drehrohröfen, beispielsweise zum Brennen von Zement
DE665124C (de) Schachtofen zur Reduktion von Erzen und zur Ausfuehrung anderer Reaktionen
DE905203C (de) Sintervorrichtung
DE590348C (de) Ofen zum Schwelen von Brennstoffen
AT129718B (de) Elektrischer Lichtbogenschmelzofen.
DE875321C (de) Verfahren und Anlage zum Brennen von kleinstueckigem Brenngut