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Vorrichtung zur Erzeugung von Vakuum in einem Behälter
Zur Erzeugung von Vakuum in Behältern werden bekanntlich Vakuumpumpen luftdicht an die Behälter angesetzt und die Behälter selbst luftdicht abgeschlossen. Beispielsweise werden zur Evakuierung elektrischer Lampen, Vakuumröhren usw. Gebläse oder Pumpen verwendet, die mit Quecksilberdichtung arbeiten.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Vorrichtung zur Erzeugung von Vakuum in einem Behälter zu schaffen, der gegen die Atmosphäre offen ist. Es entfallen dadurch die Dichtungen zur Sicherung des Vakuums ; solche Behälter sind aber auch insoferne zweckmässig, als in ihnen erzeugte Strahlen ohne Intensitätsschwächung durch die Glaswand des Behälters frei aus dem Behälter durch dessen offenes Ende austreten können.
Die Erfindung besteht im Wesen darin, dass am Behälter ein an seinem freien Ende offenes Rohr angesetzt ist, auf dessen Innenraum zur Erzeugung des Vakuums im angeschlossenen Behälter Lüfter und Vakuumpumpen wirken, von denen die ersteren um das freie Ende, letztere um den mit dem Behälter verbundenen Teil des Rohres angeordnet sind. Zur Erzeugung eines Vakuums von 0'005 at hat das Rohr eine Länge von mindestens 3-5 m, zweckmässig 4 bis 4'5 m, wobei die Vakuumpumpen, z. B. in vier Reihen angeordnet sind und auf je 20 cm Rohrlänge 4 Pumpen entfallen und die Lüfter das offene Rohrende umgeben. Die Lüfter sind in axialer Richtung um das Rohr in einen nach der offenen Seite ebenfalls offenen Umhüllung angeordnet und wirken mit zur Entlüftung dienenden Ausnehmungen im Rohr zusammen.
Der unter Vakuum zu setzende Behälter hat eine luftdicht verschliessbare Öffnung, um Gegenstände, Stoffe od. dgl., wie sie beispielsweise zur Erzeugung verschiedener Strahlenarten benötigt werden, einführen zu können. Es kann der Behälter auch als ganzer vom Rohr abnehmbar sein. Er kann auch noch mit einem Stutzen zur Zuführung geringer Mengen verschiedener Gase versehen sein.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung durch Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Gesamtanordnung der Vorrichtung, Fig. 2 und 3 je zwei Ausführungsformen von Lüftern im Axialschnitt durch das offene Rohrende.
An dem unter Vakuum zu setzenden Behälter 1 ist ein offenes Rohr 2 angeschlossen, das eine Mehrzahl von Vakuumpumpen 3 aufnimmt und gegen das offene Rohrende von einer Anzahl von Lüftern 4 umgeben ist. Diese Pumpen und Lüfter bewirken die Evakuierung des Behälters 1, trotz der offenen Verbindung des Behälters mit der Atmosphäre. Die im folgenden noch näher beschriebene Lüfteranordnung bewirkt das Absaugen der Luft aus dem Behälter, so wie der durch das offene Rohrende durch Saugwirkung eintretenden Luft. Die Vakuumpumpen dienen zur weiteren Herabsetzung des Vakuums zwischen Lüfteranordnung und Behälter und sind zweckmässig in mehreren Reihen hinter-und nebeneinander im Rohre bis zum Behälter vorgesehen.
Sie können ständig oder fallweise auch einzeln oder in kleineren Gruppen, je nach der erwünschten Höhe des Unterdruckes, in Betrieb gesetzt werden. Der Behälter 1 ist trichterförmig ausgebildet und in seine Rückwand ist eine luftdicht abschliessbare Platte 5 eingesetzt, um durch diese Öffnung die dem Vakuum auszusetzenden Gegenstände oder Stoffe, etwa wie sie zur Erzeugung von Heilstrahlen erforderlich sind, einbringen zu können. Mit 6 ist ein Stutzen zur Einführung kleinerer Mengen verschiedener Gase in das erzeugte Vakuum bezeichnet.
Die um das offene Rohrende angeordneten Lüfter 4 (Fig. 2,3) wirken auf ihrer Saugseite mit einer Mehrzahl von in der Rohrwand angebrachten Ausnehmungen 7 zusammen. Die Lüfter sind ihrerseits von einer Umhüllung 8 umgeben, die auf der dem offenen Rohrende entsprechenden Seite offen ist. Eine besonders einfache Ausführungsweise für den Antrieb der Lüfter ergibt sich, wenn sie an ihrem äusseren Umfang mit der Umhüllung 8 fest verbunden sind und diese mit ihrem das Rohr unmittelbar umgebenden Teil 9 auf dem Rohr drehbar, jedoch luftdicht abgeschlossen gelagert ist.
Eine weitere Lagerung der Umhüllung 8 kann ausserdem am offenen Rohrende angeordnet sein.
Infolge der Hintereinanderschaltung der Lüfter, denen beim Umlaufe die Luft aus dem Rohr 2 in der durch die Pfeile 10 angedeuteten Weise zuströmt, nimmt der erzeugte Unterdruck vom offenen Ende des Rohres 2 gegen dessen Inneres
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hin stark ab und kann je nach der Zahl der angewendeten Lüfter auf sehr geringe Beträge herabgesetzt werden, obgleich natürlich zugleich mit der aus dem Behälter abgesaugten Luft auch durch das offene Rohrende eingesaugte Luft von den Lüftern mitbewegt wird.
Mit Rücksicht darauf, dass die von den einzelnen Lüftern zu befördernde Luftmenge um so kleiner ist, je weiter der Lüfter vom offenen Rohrende 2 entfernt ist, kann es zweckmässig sein, nach Fig. 3 den Durchmesser der Lüfter gegen das Innere hin zunehmend kleiner zu machen und dementsprechend die Umhüllung 11 kegelförmig auszubilden.
Durch Versuche hat sich ferner als zweckmässig erwiesen, um das mit den Ausnehmungen 7 versehene Rohrende in geringem Abstand eine weitere Anzahl koaxialer, gegebenenfalls nur nach dessen offener Seite offene Rohre 12 anzubringen, deren Ausnehmungen 13 versetzt gegeneinander und gegen diejenigen des innersten Rohres angeordnet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Vakuum in einem Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass
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raum zur Erzeugung des Vakuums im angeschlossenen Behälter Lüfter (4) und Vakuum- pumpen (3) wirken, von denen die ersteren um das freie Ende, letztere um den mit dem Behälter verbundenen Teil des Rohres angeordnet sind.
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