AT163639B - Verfahren zur Herstellung von methylchlorphenoxyalkylcarbonsauren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von methylchlorphenoxyalkylcarbonsauren Salzen

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  Verfahren zur Herstellung von methylchlorphenoxyalkylcarbonsauren Salzen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Salzen von Methyl-o-chlorphenoxyalkylcarbonsäuren. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Aryloxyessigsäuren durch Erhitzen eines Gemisches aus einem kohlenwasserstoffsubstituierten Alkaliphenolat, chloressigsaurem Natrium und Wasser unter Rückfluss darzustellen und hierauf das gewünschte Aryloxyessigsäure-Produkt aus dem Reaktionsgemisch abzuscheiden. Es hat sich aber erwiesen, dass bei der Darstellung von Derivaten aus Monochlororthokresolen auf diesem Wege Schwierigkeiten bei der Isolierung des Alkalimetallsalzes der gebildeten Säure eintreten, weil die Reaktion nicht vollständig verläuft und das angestrebte Alkalimetallsalz vom Alkalimetall-Chlorkresylat, das aus nicht umgesetzten Chlorkresol und Ätzalkali entsteht, nur schwierig zu trennen ist. 



   Es wurde nun gefunden, dass die bei der Umsetzung von Monochlor-o-kresol mit Monochloressigsäure oder   mit-x-Halogenalkylcarbonsäuren   in Gegenwart von Ätzalkali gebildete Säure durch Zusatz einer wässerigen Lösung eines Erdalkalimetallsalzes zum Reaktionsprodukt als Erdalkalimetallsalz dieser Säure erhalten und das ausgefällte Salz isoliert werden kann. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird daher 
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 kresol und Monochloressigsäure mit einer 15 bis   25% igen   wässerigen Ätznatronlösung, die etwas mehr als die äquivalente Ätznatronmenge ent- hält, vermischt und die Mischung einige Zeit, z. B. 3 bis 5 Stunden, unter Rückfluss erhitzt. 



  Am Ende dieses Zeitraumes wird die Reaktionmischung abkühlen gelassen. Das Reaktionsgemisch ist im allgemeinen in diesem Zeitpunkt schwach alkalisch, wenn dies aber nicht der Fall ist, ist es wünschenswert, es schwach alkalisch zu machen, um zu sichern, dass etwa nichtumgesetztes Chlorkresol als Alkalimetallsalz vorliegt. Hierauf wird ein Überschuss einer wässerigen Erdalkalimetallsalzlösung, z. B. Kalziumchloridlösung, unter Rühren zugefügt, bis keine weitere Ausfällung mehr erfolgt. Das Erdalkalimetallsalz der Methylchlorphenoxyessigsäure scheidet sich dann als unlösliches Salz ab, welches durch Filtration oder Dekantation abgetrennt, mit einer minimalen Menge von Wasser gewaschen und dann, vorzugsweise durch Aussetzen an der Luft, getrocknet wird. 



   Die Ausfällung kann bei normalen oder erhöhten Temperaturen durchgeführt werden. Bei Temperaturen unter   60  wird   das Material als körnige feste Masse erhalten, die durch Filtration abgetrennt und mit Wasser gewaschen werden kann. Wenn jedoch die Fällung über   600 e   durchgeführt wird, ist der Niederschlag eine pechartige feste Masse, welche jedoch beim Abkühlen brüchig wird und daher nach der Abtrennung aufgebrochen, dann gewaschen und getrocknet werden kann. Es wurde gefunden, dass in diesem Falle eine Neigung zum Einschliessen des stärker löslichen Kresylats in dem ausgefällten unlöslichen Salz besteht. Um daher diese Okklusion herabzusetzen und das Erdalkali- salz in einer leicht filtrierbaren Form zu erhalten, wird die Fällung vorzugsweise bei einer im wesentlichen von der Raumtemperatur nicht verschiedenen Temperatur, z.

   B. zwischen 15 und   25  C,   durchgeführt und eine verhältnismässig verdünnte Lösung des Erdalkalisalzes, z. B. eine Lösung mit einem Gehalt von 5 bis 10% des Salzes, nach Verdünnung der Reaktionsmischung dieser unter mässigem Rühren zugesetzt, so dass die Mischung etwa 5 Gew.-% des löslichen Alkalisalzes der Methylchlorphenoxyalkylcarbonsäure enthält. Der Grad des Rührens beeinflusst die physikalische Beschaffenheit des   ausgefällten   

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 Salzes und wenn das Rühren zu kräftig ist, kann das Salz in Form eines feinverteilten Niederschlages erhalten werden, der sich aus der Reaktionsmischung nur verhältnismässig langsam absetzt, während andererseits langsameres Rühren eine für eine einwandfreie Fällung ungenügende Vermischung ergibt.

   Der optimale Grad des Rührens hängt von verschiedenen Faktoren, wie von der Grösse und der Gestalt des Rührers, sowie von der Grösse des Fällungsgefässes ab. 



   Auf diese Weise können Produkte aus reinem Chlor-o-kresolen erhalten werden. Sie können beispielsweise auch aus Produkten dargestellt werden, wie sie nach dem in der brit. Patentschrift No. 573477 beschriebenen Verfahren erzielt werden, nach welchem   o-Kresol   bis zur Monochlorstufe chloriert und dann das 4-Chlor-okresol durch fraktionierte Destillation isoliert wird. Es können auch aus dem rohen unfraktionierten Material, welches bei dieser Chlorierung erhalten wird, Produkte nach der Erfindung hergestellt werden. 



   An Stelle der Umsetzung von Chlorkresolen mit Monochloressigsäuren können auch andere 
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   Die nachstehenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung, ohne sie jedoch hierauf zu beschränken, wobei die Teile im Beispiel 1 als Gewichtsteile angegeben sind. 



   Beispiel 1 : 215 Teile rohes, chloriertes o-Kresol, das durch Chlorierung von o-Kresol bei einer Temperatur unterhalb von   53  C   bis zu einem Gehalt von 1,2 Atomen Chlor je Molekül hergestellt worden war, wurde mit 145 Teilen Monochloressigsäure und 142 Teilen Ätznatron, die in 426 Teilen Wasser gelöst waren, 3 Stunden lang unter Rückfluss erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde dann auf   250 e   abkühlen gelassen, worauf 600 Teile einer 15% igen Kalziumchloridlösung unter Rühren zugesetzt wurden. Hiebei wurde eine dunkelgefärbte körnige feste Masse ausgefällt, abfiltriert, mit Wasser gewaschen und durch mehrtägiges Aussetzen an der Luft getrocknet. Derart wurden 310 Teile des getrockneten Salzes erhalten.

   Das Produkt enthielt, wie berechnet wurde, die Kalziumsalze der 2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure und der 2-Methyl-6-chlorphenoxyessigsäure in einem Verhältnis von ungefähr 4 : 1. 



   Beispiel 2 : 965 kg von   99-5% reinem 4-Chlor-   
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 durch partielle Hydrolyse von Monochloressigsäure entstanden war. Die Flüssigkeit wurde dann in ein zylindrisches Fällungsgefäss mit flachem konischem Boden übergeführt. Das Gefäss hatte einen Durchmesser von 3-20 m, eine Höhe von 4-88 m und hatte nahe dem Boden als Rührer ein unter 45   geneigtes, aufwärts gebogenes Schaufelrührwerk von 1-60 m Höhe mit Schaufelblättern von 38-1 cm Breite. Die Flüssigkeit im Fällungsgefäss wurde durch Zusatz von 15241 kg kaltem Wasser verdünnt und auf 25  C gekühlt. Sie enthielt dann ungefähr 5% Natrium-2-methyl- 4-chlorphenoxyazetat. Hierauf wurden 6096 kg einer 10% igen wässerigen Kalziumchloridlösung rasch zugesetzt, während gleichzeitig der Rührer mit 60 Umdrehungen je Minute in Umdrehung versezt wurde.

   Nach vollständiger Vermischung wurde der Rührer abgestellt, um das ausgefällte Kalzium-2-methyl-4-chlorphenoxyazetat sich absetzen zu lassen. Die überstehende Flüssigkeit wurde dann abgezogen, der Rückstand auf einem Drehfilter abfiltriert, mit 6096 kg Wasser gewaschen und in einem Tunneltrockner bei 80 bis   850 C   getrocknet. Es wurde so 1016 kg des getrockneten Kalziumsalzes erhalten, welches laut Berechnung eine Reinheit von 90% sowie einen Gehalt von 2% Kalziumchlorkresylat und 1-2% Kalziumglykollat aufwies. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von methylchlorphenoxyalkylcarbonsauren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorkresol mit einer   - Halo-   genalkylcarbonsäure in Gegenwart eines Alkalihydroxydes bzw. Alkalikarbonates umgesetzt wird und darauffolgend dem Reaktionsgemisch eine wässerige Lösung eines Erdalkalisalzes zugesetzt wird, um das Erdalkalisalz der Methylchlorphenoxyalkylcarbonsäure auszufällen und das ausgefällte Salz zu isolieren.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion zwischen dem Chlorkresol und der -Halogenalkylcarbonsäure durch Erhitzen dieser Reaktionsteilnehmer unter Rückfluss in Gegenwart einer wässerigen Lösung eines Alkalihydroxydes bzw.-karbonates herbeigeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Chlorkresol Monochloro-kresol ist.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als'Y. -Halogen- alkylcarbonsäure Monochloressigsäure verwendet wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als der Reaktionsmischung zugesetzte Erdalkalisalzlösung eine Kalziumchloridlösung in Anwendung kommt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung des Erdalkalisalzes in der Kälte unter Verwendung verdünnter Lösungen und unter mässigem Rühren bewirkt wird.
AT163639D 1943-04-21 1948-04-12 Verfahren zur Herstellung von methylchlorphenoxyalkylcarbonsauren Salzen AT163639B (de)

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