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Es sind Kohlemikrophone mit nicht strom- leitender Membran bekanntgeworden (z. B. durch österr. Patent Nr. 154861), bei welchen die Kohlegriessschicht eine Mehrzahl von neben- einander angeordneten, streifenförmigen Metall- elektroden bedeckt, die durch in die Kohleschicht vorstehende Isolierzwischenlagen voneinander ge- getrennt sind. Von diesen Elektroden sind einer- seits je die erste, dritte usw., anderseits je die zweite, vierte usw. parallel geschaltet und die so gebildeten beiden Gruppen an die Stromzu-bzw.
- ableitung angeschlossen. Dementsprechend ver- laufen von jeder Elektrode der einen Gruppe
Ströme zu den beiderseits derselben befindlichen
Elektroden der anderen Gruppe über die jeweils dazwischenliegende Kohleschicht und um die in die Schicht vorstehenden Teile der Isolier- zwischenlage. Die Membranschwingungen wirken daher auf sowohl in der Längsrichtung als auch in der Querrichtung vom Mikrophonstrom durchflossen Teile der Kohleschicht.
Diese bekannte Ausführungsweise besitzt jedoch den wesentlichen Nachteil, dass ihr Gesamtwiderstand klein und daher der Mikrophonstrom auch bei geringer Spannung der Stromquelle verhältnismässig gross ist. Dadurch wird aber, z. B. die in vielen Fällen sehr erwünschte Verwendung von Trockenbatterien kleiner Kapazität, z. B. Taschenlampenbatterien, ausgeschlossen, weil diese zu rasch erschöpft würden. Überdies besteht aber auch ein sehr ungünstiges Verhältnis zwischen der Grösse des dauernd das Mikrophon durchfliessenden Gleichstromes und den zu kleinen Maximalwerten der diesem überlagerten, den Druckänderungen in der Kohleschicht entsprechenden Wechselströme, so dass der angeschlossene Mikrophonüberträger statt eines Stromes mit stark überwiegendem Wechselstromteil nur einen schwach modulierten Strom mit überwiegendem Gleichstromanteil erhält.
Die Erfindung betrifft nun ein Kohlemikrophon mit nichtleitender Membran und einer Kohleschicht, die zwischen letzterer und einem Elektrodenpaket eingeschlossen ist, das aus einer Mehrzahl gleicher streifen-oder plattenförmiger Elektroden besteht, die durch in die Kohleschicht überstehende Isolierschichten voneinander getrennt und untereinander in Reihen-, Parallel- oder Reihenparallelschaltung verbindbar sind, bei dem die erwähnten Nachteile vermieden sind.
Erfindungsgemäss sind zwecks Erzielung eines für den Betrieb des Mikrophones mit Taschenlampenbatterien erforderlichen hohen Gesamtwiderstandes zwischen Stromzu-und-ableitung je die erste und dritte Elektrode an jedem Ende des Paketes miteinander und mit der Stromzu- bzw.-ableitung und von den übrigen Elektroden je drei geradzahlige (die 2., 4. und 6. bzw. 8., 10. und 12. ) sowie je drei ungeradzahlige (die 5., 7. und 9. bzw. 11., 13. und 15. ) usw. mit- einander verbunden, so dass bei n Elektroden und demnach K- Stromwegen durch die Kohleschicht bei gleicher Beanspruchung der letzteren hinsichtlich Stromdichte je drei dieser Stromwege parallel und n-der so gebildeten Stromweggruppen in Reihe geschaltet sind.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den z. B. aus 16 Metallstreifen bestehenden Elektrodenkörper und die Schaltung der Elektroden in Draufsicht, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Elektrodenkörper und Fig. 3 ein Schema der sich durch die Verbindung der Elektroden gemäss der Erfindung ergebenden Reihenschaltung der Gruppen von Mikrophonelementen.
Die aus Metallstreifen oder-platten bestehenden Elektroden 1-16 sind durch Isolierzwischenlagen 22 voneinander getrennt und durch isoliert durchgeführte (in der Zeichnung nicht dargestellte) Gewindebolzen zu einem Paket zusammengehalten. Je die erste und dritte Elektrode an beiden Enden des Paketes, also
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Von den übrigen Elektroden sind je drei geradzahlige, also die zweite, vierte und sechste und die achte, zehnte und zwölfte sowie je drei ungeradzahlige, also die fünfte, siebente und neunte und die elfte, dreizehnte und fünfzehnte usw. über 25 miteinander verbunden. Hiebei ergibt sich der durch die Pfeile angedeutete Verlauf der die Kohleschicht über die vorstehenden Teile der Isolierzwischenlagen 22 durchfliessenden Teil-
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ströme.
Von jeder der Elektrodenverbindungen gehen somit drei gleiche Teilströme aus und diese beanspruchen die durchflossenen Kohleschichtteile in ganz gleichmässiger Weise, so dass jede Überbeanspruchung derselben an einzelnen Stellen vermieden wird.
Fig. 3 zeigt die sich durch die Verbindung der Elektroden ergebende Parallelschaltung von je drei Kohleschichtstrecken 26 und die Reihenschaltung der fünf aus je drei solchen Strecken bestehenden Gruppen mit einem relativ hohen Ohm'schen Gesamtwiderstand.
Wie leicht nachweisbar ist, führt jede andere Art der Verbindung von Elektroden zu Gruppen bei gleicher oder annähernd gleicher Gesamtzahl, z. B. die ausschliessliche Verbindung von je zwei oder je drei oder je vier geradzahligen und ungeradzahligen Elektroden, einerseits zu unzweckmässig hohen Widerstandswerten und anderseits zu stellenweiser Überbeanspruchung der stromdurchflossenen Kohleschichtstrecken.
Die angegebene besondere Verbindungsweise stellt ein Optimum der Schaltmöglichkeiten der Elektroden dar, denn nur sie ergibt bei vollständig gleicher Strombeanspruchung aller zwischen je drei Elektroden befindlichen Kohleschichten einen hohen Mikrophonwiderstand.
Ein gemäss der Erfindung ausgeführtes Mikrophon kann daher ohne weiteres mit einer Taschenlampenbatterie betrieben werden, ohne dass diese überbeansprucht und vorzeitig erschöpft wird. Durch die Herabsetzung des Gleichstromanteils des Mikrophonstromes und die ihr entsprechende relative Erhöhung des Wechselstromanteils wird eine wesentlich grössere Sekundärspannung am Übertrager erzielt. Infolgedessen wird ein Vorverstärker erspart und die Mikrophonanlage dadurch bedeutend verbilligt.