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Wicklungsanordnung für Gittertransformatoren, insbesondere von Sendern mit
Gegentakt-Verstärkerschaltung
Die Erfindung betrifft eine Wicklungsanordnung für Gittertransformatoren, insbesondere der Vorstufe zur Modulatorstufe von Sendern mit Gegentakt-Verstärkerschaltung. Die Erfindung bezweckt sowohl eine weitgehende Herabsetzung der Streuinduktivitäten zwischen der Primär-und Sekundärwicklung solcher Transformatoren als auch zugleich zwischen den Wicklungshälften je der Primär-und der Sekundärwicklung Zugleich ol ! auch eine moglichst voll- kommene Symmetrierung der Wicklung erreicht werden.
Gewöhnlich wird der Gittertransformator auch primärseitig in der Gegentakt-Verstärkerschaltung angespeist. Es müssen daher seine primären Wicklungshälften eng gekoppelt sein, um das Gleichstromglied und die geradzahligen höheren Harmonischen im Magnetisierungsstrom zu beseitigen, die durch das wechselweise Arbeiten der beiden Röhren bedingt sind. Eine derartig enge Kopplung ist aber auch zwischen den sekundären Wicklungshälften des Gittertransformators notig, weil durch die aufgedrückte Wechselspannung die Gitterspannung in den positiven Bereich gebracht wird und dadurch Gitterstrome entstehen, deren Amplituden im Abstand einer Wellenlänge der übertragenen Frequenz liegen und deren Dauer nur Bruchteile der Zeitdauer einer halben Wellenlänge beträgt.
Eine derartige Belastung ergibt gleichfalls in beiden Wicklungshälften ein entgegengesetzt gerichtetes Gleichstromglied und geradzahlige Harmonische, die durch innige Kopplung der beiden Hälften weggehoben werden können. Eine feste Kopplung zwischen Primärund Sekundärwicklung ist erforderlich, um die Leistung über die höchsten Frequenzen wirksam ubertragen zu können.
Diesen Forderungen wird gemäss der Erfindung durch eine Schaltung entsprochen, deren Kennzeichen darin besteht, dass zum Aufbau der Wicklung zweierlei Wicklungselemente verwendet sind,
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je die eine Wicklung mit zwei eng gekoppelten Hälften zwischen der anderen Wicklung liegend enthalten, so dass sich bei der Verbindung beider Wicklungselemente eine kreuzweise Verschachte- lung von Primär-und Sekundärteil ergibt, wobei ausserdem innerhalb des einzelnen Wicklungselements die eng gekoppelten innenliegenden Wicklungshälften untereinander kreuzweise verschachtelt sind. Beide sonst gleich gebauten Wicklungselemente unterscheiden sich also nur dadurch, dass in dem einen Fall die Primänvick- lung die äussere Wicklung bildet, im anderen
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in ihrer Lage kreuzweise vertauscht sind, im zweiten Fall die der Primärwicklung.
Das vereinfachte Schaltbild zweier derartiger Wicklungselemente und ihre Verbindung ist in Fig. 1 wiedergegeben. Das Element I besteht aus den beiden Primärwicklungshälften Pi und P2, zwischen denen die Sekundärwicklungshälften SI und S2 eng gekoppelt liegen. Diese beiden Wicklungshälften sind in ihrer Mitte gekreuzt. Im Wicklungselement II liegen die Sekundärwicklungshälften 'und S2'aussen und schliessen die eng gekoppelten Primärwicklungshälften P, und P2'ein, die so wie die Sekundänvicklungshälften SI und S2 im Wicklungselement I miteinander gekreuzt sind.
Zur Verbindung der beiden Wicklungselemente dient die Doppelkreuzverbindung l, 2,3, 4.
Dadurch sind Primärwicklung und Sekundärwicklung als solche innerhalb des Wicklungselementenpaares gegeneinander gekreuzt. Durch Aufbau der ganzen Transformatorwicklung aus einem, zwei oder mehreren solcher Wicklungselementenpaare kann die Streuung innerhalb des primären Wicklungsbereichs und gleicherweise innerhalb des sekundären Bereichs sowie zwischen beiden Bereichen beliebig verringert werden.
Um vollkommene Symmetrierung zu erzielen, ist auch die Lage der Streukanäle zum Transformatorkem zu berücksichtigen. In der Gegentakt-Verstärkerschaltung arbeiten innerhalb jeder Halbwelle je nur die Hälften von Primär-und Sekundärwicklung zusammen, für die in der gezeichneten Schaltung gemäss Fig. l je der gleiche Index gewählt ist. Eine vollkommene Symmetrierung der Wicklung lässt sich dadurch erreichen, dass die Anordnung und Verteilung der Streukanäle gegenüber dem Eisenkern für beide je in der
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arbeitenden Wicklungsteile das Bild der Streukanäle das gleiche ist, d. h. es folgen in jedem Wicklungsteil auf einen engen Streukanal zwei weite Streukanäle und auf diese wieder ein enger.
In Bezug auf den Eisenkern treten die Streukanäle beim Durchlaufen der beiden je gleichzeitig ar- beitenden Wicklungsteile gleichartig auf, so dass also die Streuung in beiden Paaren dieselbe ist.
Bei Einhaltung dieser Bedingung können beide Wicklungselemente auch auf verschiedenen Schenkeln des Transformators untergebracht werden, ohne dass die Symmetrie dadurch beeinträchtigt wird.
Durch Auflösung der Transformatorwicklung m parallelgeschaltete Zweige gelingt es, die Ausbildung des elektrischen Feldes zwischen den innersten Wicklungslagen und dem Kern bzw. zwischen den Aussenlagen der Wicklungen verschiedener Schenkel weitgehend zu verringern und dadurch die Wicklung kapazitätsarm zu machen. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel ist im Schaltbild in Fig. 2 gezeigt. Die Wicklung besteht aus zwei Paaren von Wicklungselementen gemäss der Erfindung, die auf zwei Eisenschenkeln EI und E2 aufgebracht sind. In diesem Fall bestehen sowohl die Primär-als auch die Sekundär- wicklung aus zwei parallelgeschalteten Zweigen.
Anfang und Ende beider Wicklungen sind Pa und Pe bzw. Sa und Se bezeichnet. Die der
Sekundärwicklung angchorigen Innenlagen Li jeder Schenkelwicklung haben infolge der ge- troffenen Schaltung das gleiche mittlere Potential, so dass sich ein wesentliches elektrische' Fdd
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den Schenkeln praktisch ein nennenswertes Feld nicht bestehen kann. Damit aber kann die ganze Wicklung als abgeschirmt angesehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wicklungsanordnung für Gittertransformatoren, insbesondere der Vorstufe zur Modulatorstufe von Sendern mit Gegentakt-Verstärkerschaltung, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufbau der Wicklung zweierlei Wicklungselemente verwendet sind, die wechselweise bei vertauschter Innen-und Aussenlage von Primär-und Sekundär- wicklung je die eine Wicklung mit zwei eng gekoppelten Hälften zwischen der anderen Wicklung liegend enthalten, so dass sich bei der Verbindung beider Wicklungselemente eine kreuzweise Verschachtelung von Primär- und Sekundärteil ergibt, wobei ausserdem innerhalb des einzelnen Wicklungselements die eng gekoppelten innenliegenden Wicklungshälften untereinander kreuzweise ver- schachtelt sind.