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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 16354. GEORGE GREEN POWELL IN NEW-YORK.
Eimerkettenbagger.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Baggereinrichtung, die sich durch billige Herstellung und hohe Leistungsfähigkeit bei geringem Kraftverbrauche und ununter- brochener Wirkung auszeichnet. Sie besteht in der Hauptsache aus einer oder mehreren endlosen Reihen von Baggereimern, die um einen sie tragenden Schwimmkörper von vorzugsweise rundem Querschnitt laufen, der verstellbar am Bug eines die bewegungvorrichtungen für die Eimer tragenden Schiffes angeordnet ist.
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drehbaron, wagerechten Zylinders ausgeführt, auf dessen Umfang zwei oder mehr Schienen angebracht sind, auf denen die endlosen Reihen der mit Klappböden versehenen Baggereimer parallel nebeneinander laufen.
Der Schwimmyylinder ist quer vor der Stirnseite des Schiffes gelagert und mit diesen durch senkrecht verstellbare Führungen verbunden, so dass die Baggertiefe geregelt und die gesamte Eimereinrichtung ausser Eingriff gehoben werden kann, wenn der Bagger an einen anderen Ort fahren soll. Der Schwimmzylinder besitzt ferner in seinem Oberteile einen Längskanal mit einer Fördervorrichtung, in den die von den Eimern gehobenen Massen abgeworfen und aus dem sie auf einer Soitc oder auf beiden in ein angelegtes Schiff, auf eine zweite Fördervorrrichtung oder sonstwohin entleert werden. Das Innere des Zylinders ist in.
Abteilungen geteilt sowie mit Pumpen und Ventilen ausgestattet, die ein Anfüllen und Entleeren der Innenräume gestatten, wodurch die Eintauchtiefe des Zylinders entsprechend den Umständen verändert werden kann. Der Zylinder muss eine
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In der Zeichnung zeigt : Fig. 1 einen senkrechton Längsschnitt durch die nach vorliegender Erfindung ausgeführte Gesamt-Baggereinrichtung ; Fig. 2 dieselbe im Grundriss nach entferntem Deck ; Fig. 3 den Bagger in Stirnansicht und in Verbindung mit einer angeschlossenen Fördervorichtung ; Fig. 4 einen Baggereimer mit den zugehörigen und
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Vorstellung dos Baggcrwcrkcs in Bezug auf das Schiff zeigt ;
Fig. 8 einen den Fig. 1 und 7 entsprechenden senkrechten Schnitt nach 8-8 und Fig. 9 eine andere Ausführungsform der Baggereinrichtung.
Mit A ist das Schiff bezeichnet, das die Maschinen, Kessel, Pumpen, clektrischen
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Durchmesser, so dass er, ins Wasser gelassen, eine genügende Schwimmkraft besitzt, das ganze Gewicht des Eimerwerkes oder den grösseren Teil dieses Gewichtes zu tragen. Dieser Zylinder ist am Vorderteile dos Schiffes mit einem Zugang quer zur Arbeitsrichtung an-
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geordnet. Seine Verbindung mit dem Schiffe geschieht mittels eines Tragorgestelles C, das in geeigneten am Vorderteile des Schiffes angebrachten Führungen gleitend, je nach der Tiefe, in der das Becherwerk arbeiten soll, in verschiedener Höhenlage eingestellt worden kann. Der Rahmen C erhält zu diesem Zwecke Zahnstange und Rad, Schrauben oder andere Vorrichtungen, die gestatten, ihn in verschiedenen Höhenlagen festzustellen.
Die senkrechte Verstellung selbst geschieht durch Füllung und Entleerung des Hohlzylinders B.
Um den Schwimmkörper sind kreisförmig parallele Schienen gelegt, auf denen eine oder mehrere parallele endlose Ketten von Eimern E mit Hilfe der Räder f laufen. Auf diese Weise kann jede Eimerkette ununterbrochen um den Umfang des Schwimmkörpers herumbewegt werden. Jeder Eimer besitzt einen um einen Bolzen ex schwenkbaren Boden und eine am entgegengesetzten Ende angebrachte Klinkvorrichtung e2, welche den Boden für gewöhnlich geschlossen hält, wie Fig. 4 und 5 zeigen.
Die auf der Vorderseite des Schwimmzylinders aufsteigenden Eimer sind mit Erde gefüllt und wenn sie die Oberseite erreichen, so treffen ihre Klinken e2 gegen einen festen Anschlag e3, wodurch diese jedesmal ausgelöst werden und den Fallboden freigeben, wie in Fig. 5 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, so dass der Inhalt des Eimers nach unten herausfällt.
Auf der Oberseite des Zylinders B befindet sich ein nach oben offener Längskanal, in dem, wie Fig. 3 erkennen lässt, ein endloser Horizontaltransport H von beliebiger Bauart angeordnet ist, welcher das aus den Eimern fallende Lagergut aufnimmt und seitlich aus dem Zylinder herausfördort.
Es empfiehlt sich, je zwei Eimerreihen an ihren nebeneinander liegenden Seiten miteinander zu vereinigen, wie Fig. 4 zeigt, so dass sie zusammen wie eine einzige Kette arbeiten, und zwischen sie einen Ring I zu legen, der zur Aufnahme des um den Zylinder und über geeignete Führungsrollen zur Antriebsmaschine L laufenden Treibseiles K dient, wie in Fig. l und 2 dargestellt ist.
Auf diese Weise ist für je zwei Eimerketten ein Treibseil und für jedes Treibseil eine besondere Antriebscheibe vorgesehen, so dass jede Eimerdoppeircihe unabhängig von den anderen angetrieben werden kann, wodurch der
Vorteil geboten ist, die Geschwindigkeit und die Daggerwirkung in den einzelnen Eimerreihen je nach der Art des Baggerbodons, der Baggertiefe und den anderen Bedingungen wechseln zu können.
Beim Baggern laufen die Eimer in der in Fig. 1 durch den Pfeil angedeuteten
Richtung um den Schwimmzylinder, wobei jeder Eimer an der untersten Stelle zu arbeiten anfängt, nach oben gräbt und seine Ladung nach der Oberseite des Zylinders führt, wo sie auf die Fördervorrichtung entleert wird. Nach der Entleerung treffen die herabgeklapptcn
Böden der Eimer gegen eine feste Anschlagfläche d6 (Fig. 5), wodurch sie selbsttätig wieder geschlossen werden.
Die Treibseile sind um je zwei fest gelagerte Führungsrollen k und unter eine dritte Rolle k'geführt, die am oberen Ende einer Kolbenstange (Fig. 1) sitzt, deren
Kolben sich in einem Zylinder befindet und unter dem Drucke von Dampf, Luft oder einem anderen Druckmittel steht. Hiedurch können die Treibseile entsprechend den senk- rechten Verstellungen der Baggoreinrichtung angezogen und nachgelassen werden und kann ferner mittels derselben Einrichtung irgendeine beliebige Eimerreihe stillgesetzt werden,. während die anderen weiter arbeiten.
Zur Erleichterung der senkrechten Verstellung des Zylinders B und zur Regelung des Druckes auf die grabenden Eimer kann der untere Teil des Zylinders in zwei oder mehr Abteilungen, b2 und , geteilt werden, die mit einer innerhalb des Zylinders an-
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Antriebes der Pumpen, ihre Lagerung innerhalb des Zylinders, die Anordnung der Ventile zum AnfUllen des Zylinders sowie die aller Zubehör auf dem Schiffe kann in beliebiger, geeigneter Weise gewählt worden. Am vorteilhaftesten ist es, sowohl die Pumpe, wie die Einlassventile innerhalb des Zylinders anzubringen und sie vom Schiffe aus elektrisch anzutreiben.
An Stelle einer einzigen Fördervorrichtung kann man im Oberteile des Zylinders auch, wie Fig. 6 zeigt, zwei kürzere Fördervorrichtungen anwenden, die das auf sie entleerte Baggergut nach den beiden entgegengesetzten Seiten des Zylinders abwerfen. Das Baggergut kann entweder in ein angelegtes Transportschiff oder auch mit Hilfe einer weiteren Fördet- vorrichtung, wie in Fig. 3, nach einer entfernteren Stelle abgeworfen werden. Im letzteren Falle empfiehlt es sich, die Fördervorrichtung N derart verstellbar auf einem Prahm 0 anzuordnen, dass ihr Abwurfende nach Bedarf gehoben und gesenkt werden kann.
Eine andere Ausführungsform der Einrichtung zeigt die Fig. 9. Hier sind die endlosen Eimerketten der Länge nach in vertikaler Ebene um das ganze Schiff herumgeführt.
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Rahmen b6 getragen wird, mit kleinerem Durchmesser ausgeführt sein und wird bei tiefem Baggern ganz untergetaucht. Die Eimerketten laufen dann um einen Teil des Zylinderumfanges, steigen hienach aufwärts, gehen über die Trommel b7 oberhalb des Schiffes zur Trommel b8, steigen hier nach abwärts und gelangen von der Trommel b9 zum Zylinder B zurück.
Bemerkt wird noch, dass bei beiden Ausführungen die äussersten Eimerreihen über die Seitenlinien des Schiffes und über die Enden des sie tragenden Zylinders hinausragen, so dass beim Baggern ein Kanal gegraben wird, in dem das Baggerschiff vorbewegt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eimerkettenbagger, dadurch gekennzeichnet, dass eine beliebige Anzahl endloser Eimerketten über einen in senkrechtem Sinne verstellbaren Tauchkörper (B) geführt wird, mit dessen Hilfe die Baggertiefe geregelt wird.