DE45908C - Baggermaschine - Google Patents
BaggermaschineInfo
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- DE45908C DE45908C DENDAT45908D DE45908DA DE45908C DE 45908 C DE45908 C DE 45908C DE NDAT45908 D DENDAT45908 D DE NDAT45908D DE 45908D A DE45908D A DE 45908DA DE 45908 C DE45908 C DE 45908C
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02F—DREDGING; SOIL-SHIFTING
- E02F3/00—Dredgers; Soil-shifting machines
- E02F3/04—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven
- E02F3/08—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven with digging elements on an endless chain
- E02F3/12—Component parts, e.g. bucket troughs
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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- E02F3/00—Dredgers; Soil-shifting machines
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- E02F3/08—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven with digging elements on an endless chain
- E02F3/081—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven with digging elements on an endless chain mounted on floating substructures
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfahrungen, welche mit den bei grofsen Kanalbauten zur Anwendung gekommenen
Rieseneimerkettenbaggern gemacht wurden, haben gelehrt, dafs dieselben noch keineswegs so befriedigende
Resultate ergeben, wie es bei der so fortgeschrittenen modernen Technik erwartet
werden konnte. Bei näherem Studium der Fehler dieser Bagger haben sich folgende
Grundsätze für die Vermeidung derselben er-■ geben, deren Verwirklichung die im Nachfolgenden
beschriebene Erfindung sich zur Aufgabe gemacht hat.
Diese sind:
1. Trennung der eigentlichen Baggerarbeit
von dem Transport des gebaggerten Materials.
2. Möglichste Vermeidung der während, des Lösens verschiedener Bodenarten entstehenden
Stöfse auf lange, schwere, vielgliederige Eimerketten und deren Leitern.
3. Gleichzeitiger und continuirlicher Angriff des Baggerapparates auf eine möglichst grofse
Erdfläche behufs Concentrirung grofser und billiger Maschinenkraft auf einen Arbeitsort.
4. Erreichung möglichster Leichtigkeit der Transportgefäfse, damit das Material auf solche
Höhe gebracht werden kann, dafs es womöglich direct mittelst Wasserspülung auf hohe
Ufer des zu erbauenden Kanals transportirt werden kann.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der Bagger, der obige Bedingungen erfüllen soll, in Fig. 1
in Ansicht von der Seite, in Fig. 2 von vorn mit und in Fig. 3 in derselben Ansicht ohne
Transport- und Baggereimer dargestellt. In Fig. 4 in derselben Weise in oberer Ansicht.
Fig. 5 und 6 zeigen eine schematische Darstellung der Arbeitsweise des Baggers, wie die
Vorrichtung zum Fortschaffen des geförderten Materials. Fig. 7 und 8 stellen eine Variation
des oben erwähnten Apparates in Ansicht von vorn und von der Seite dar, während Fig. 9
und 10 den Baggereimer und seine Befestigung an der Kette bei der durch Fig. 7 und 8 dargestellten
Anordnung veranschaulichen. Fig. 11 ist ein Querschnitt des oberen Rades A in
Fig. 7 und 8.
Die Fig. ia bis 7a geben. Details über die
Aufhängung des Baggerrades, während Fig. 8 a die Befestigung der Baggereimer, die in Fig. 9 a
und ι ο a wie in Fig. 12 und 13 im Schnitt
durch die Mitte und in oberer Ansicht Darstellung finden, wie die Führung der Eimerketten
über das Rad A, entsprechend der Anordnung in Fig. ι bis 3, veranschaulicht.
Fig. 14 und 15 zeigen die Fördereimer in
Schnitt und Ansicht -von oben.
In den Fig. 1 bis 6 bezeichnet A ein Rad von gröfserem Durchmesser, auf dessen mittlerem
, eigenthümlich ausgebildetem Theil die Baggereimer" sattelförmig fest aufgesetzt sind,
deren vorderer Rand behufs möglichst leichter Lösung des Bodens pflugartig ausgebildet ist
(s. Fig. 9, 10, 12 und 13) und deren Boden
zur Achse des Rades eine solche Neigung hat, dafs bei einer gewissen Stellung der einzelnen
Schaufeln während ihrer Aufwärtsbewegung am Rad A das gebaggerte Material aus denselben
herausfallen kann. Ueber die beiden Seitenabtheilungen A1 Ax des Rades gehen einfache
Eimerketten L L oder Paternpsterwerke, deren Eimer oder Gefäfsepj? (s. Fig. 14 und 15)
die Bestimmung haben, das aus den festen
Schaufeln des eigentlichen Baggerrades auf beiden Seiten herausfallende Baggermaterial aufzunehmen
und auf die Höhe zu transportiren.
Dieses wie oben, aus einander gesetzt profilirte
Rad ist mit seinen Zapfen χ χ in den Schenkeln eines starken Bügels b gelagert, der
seinerseits wieder, mit zwei hohlen Zapfen η
auf den zu Augenlagern ausgebildeten Stempeln zweier hydraulischen Cylinder ruht. Jeder der
letzteren ist mit seinem Boden in einem gegabelten Stück f befestigt, in welchem zugleich
das Augenlager für den Zapfen η Führung erhält. Die Eimerleitern L L umfassen mit ihren
zu Gabeliag'ern ausgebildeten Enden, Fig. 6a und 7a, ebenfalls die Zapfen η und zwingen
dieselben, da die Eimerleitern L L auf dem Thurm u drehbar gelagert sind, bei Aufwärtsbewegung
der hydraulischen Prefsstempel eine Kreisbewegung zu machen. Damit diese Bewegung
erfolgen kann, sind die Gabelstücke auf dem Baggerschiff um Zapfen nl drehbar
gelagert.
Auf diese Weise wird für den Bügel sammt. dem Rad und den Eimerketten durch
die Augenlager der hydraulischen Stempel in Verbindung mit den Gabellagern der Eimerleitern
LL ein Lager für die Aufhängungszapfen η η gebildet, um welche der Bügel b
leichte Schwingungen machen kann.
Um ferner den Bügel b, in welchem das Rad A aufgelagert ist, möglichst zu verstärken,
können die Zapfen χ χ des Rades hohl sein und durch dieselben kann eine starke Welle a
hindurchgehen, welche die beiden Schenkel des Bügels in ihrer genauen Lage erhält.
Der Antrieb des grofsen Rades geschieht von der im Baggerschiff befindlichen Maschine aus
durch Riemen- oder Kettentransmission T, indem die Kraft derselben auf eine Riemscheibe
oder ein Kettenrad r1 übertragen wird, welche auf einer Achse befestigt ist, die ihrerseits in
dem hohlen Zapfen η gelagert ist. Durch je ein auf der Welle innerhalb des Bügels b befestigtes
Zahnrad r, welches in je einen auf dem "Rad A befindlichen Zahnkranz R eingreift,
wird das Baggerrad A in Bewegung gesetzt. Die Kettentransmission kann durch bekannte
Mittel bei den verschiedenen Höhen des Rades verkürzt oder verlängert werden.
Statt des Zahnradgetriebes r R am grofsen Rad- A kann auch eine Kettentransmission verwendet
werden, indem zwei oder mehrere Ketten um zwei mit dem grofsen Rad A concentrisch
befestigte grofse Kettenräder und um ein kleines Kettenräderpaar, deren Wellen centrisch
mit der Drehachse η des Bügels b gelagert sind, gelegt werden.
Die beiden Eimerketten ρ ρ kufen oben über gewöhnliche Prismen, welche wie das grofse
Rad ebenfalls direct von der Maschine bewegt werden. Das durch die Eimer gehobene Ma- .
terial fällt dann entweder durch steile Rutschen nach am Ufer befindlichen Transportgefäfsen
oder wird in langen Rinnen oder Rohren Z), Fig. 5 und 6, mittelst Wasserspülung direct an
den Ufern des Kanals aufgeschüttet.
Der ganze Apparat arbeitet nun wie folgt: Es befinde sich vor dem Baggerrad eine Erdwand
und das Rad A selbst sei so tief niedergelassen, wie der zu baggernde Kanal werden
soll, in welcher Lage das Rad mit seinen festen Schaufeln s s auf fast einem Viertel
seines Umfanges die zu baggernde Erdwand berührt. Das Baggerschiff soll während der
Arbeit auf bekannte Weise um einen in den Grund geschraubten Pfosten d rotiren und das
Rad A soll während dieser horizontalen Drehung des Schiffes mit seinen Schaufeln i-s'an der Erdwand
aufwärts streichen. Bei dieser doppelten Bewegung beschreibt daher jede Schaufel s s
eine Schraubenlinie, so dafs - bei geeigneter Regulirung beider Bewegungen jede Schaufel s
innerhalb einer Vierteldrehung des Rades sich füllen kann.
Da die Schaufeln s s sich daher nicht wie bei den gewöhnlichen'Eimerbaggern mit einem
Male zu füllen haben, sondern während einer gröfseren Zeit durch Bestreichen einer gröfseren
Fläche, so kann der Eingriff der Schaufeln s s in die Erde verhältnifsmäfsig gering sein, was
zur Folge hat, dafs erstens die Lösearbeit erleichtert ist, dafs zweitens die Arbeit infolge
des gleichzeitigen Eingreifens einer gröfseren Anzahl Schaufeln stetiger wird und bedeutend
weniger Stöfse erzeugt werden, während drittens, da die Lösefläche sehr grofs sein kann, trotzdem
bei genügend breitem Rad eine viel ■ gröfsere Masse in der Zeiteinheit gelöst werden
kann, als dies bei allen jetzt vorhandenen Eimerketten praktischerweise möglich ist. Ein
weiterer Vortheil besteht darin, dafs das Rad A infolge seiner eigenthümlichen Lagerung in
einem excentrisch aufgehängten Bügel b bei etwa zu harten Schichten etwas nachgeben kann, so
dafs die Schaufeln s weniger tief eingreifen, ähnlich wie die Couvreux'schen Eimerketten.
Aufserdem beträgt infolge dieser Aufhängung der Druck des Rades gegen die Erdwand ein
mehr als einen sehr geringen Bruchtheil seines Gewichtes, so dafs das allmälige Vorrücken des
Baggerschiffes B durch" die Ankerketten K, Fig. 5 und 6, leicht so zu regeln ist, dafs alle
schädlichen Reibungswiderstände des Rades an der Erdwand vermieden werden können.
Nachdem ferner die Schaufeln s s des Rades sich gefüllt haben, entleeren sie sich der Reihe
nach bei einer gewissen Höhe nach beiden Seiten hin in die seitlich tiefer liegenden, aber
den Grund nicht berührenden Eimer t der Transportketten pp. Da letztere nur den
Transport zu besorgen haben und in keiner
Weise selbst den bei dieser Construction in geringerem Mafse auftretenden Stöfsen oder
anderen unregelmäfsigen Beanspruchungen ausgesetzt sind, können dieselben viel leichter, daher
auch ohne Nachtheil viel langer gemacht werden und infolge dessen auf eine viel gröfsere
Höhe (25 bis ,30 m) geführt werden, als dies
praktisch bei den gewöhnlichen Eimerketten möglich ist. ■
An Stelle des grofsen Baggerrades kann eine etwas umgeformte Anordnung Verwendung
finden. Dieselbe ist in Fig. 7 bis 11 veranschaulicht
und besteht im wesentlichen. aus einer Eimerkette S, welche über zwei Trommeln
A und A^ läuft, von denen die obere
denselben Querschnitt und auch dieselbe Aufhängungsweise wie das grofse Baggerrad in
Fig. ι bis 6 hat, während die untere in dem Bügel b gelagert ist und durch eine Hebevorrichtung
h auf- und niederbewegt werden kann. Die Befestigung der ebenfalls pflugartig
geformten Eimer 5 5 wird durch Fig. 9 und 10
veranschaulicht.
Während das schwere Baggerrad hauptsächlich für die Arbeit auf schwerem, hartem
Boden angewendet wird, ist die zweite Anordnung mehr für leichteren Boden zu gebrauchen;
die Arbeitsweise ist auch bei dieser die oben beschriebene.
Claims (2)
1. Ein Bagger, bei welchem pflugartige Baggerschaufeln
auf dem nach beiden Seiten abfallenden Umfange eines Rades (A), Fig. 1
bis 6 und 8 a, oder einer ähnlich gestalteten, über Räder A A2 geführten Eimerkette
S, Fig. 7 bis 10, sitzen, neben welchem Rad (A) in beiden Fällen Führungsrollen (A1) für Eimerketten vorgesehen
sind, welche den aus den Baggereimern seitlich herausfallenden Boden aufnehmen und weiter fördern.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Bagger die gelenkige Verbindung der Baggerräder
(A A2 bezw. AA1) mit der Leiter (L) und
dem schwingenden Ausleger (c f) derart, dafs das Baggerrad mit seinem Hängelager
b pendeln und in Ausleger cf gleichzeitig mit der Baggerleiter L gehoben und
gesenkt werden kann, so dafs die Ausgufswinkel zwischen den Eimern s und t annähernd
dieselben bleiben.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45908C true DE45908C (de) |
Family
ID=321051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45908D Expired - Lifetime DE45908C (de) | Baggermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45908C (de) |
-
0
- DE DENDAT45908D patent/DE45908C/de not_active Expired - Lifetime
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